E-Auto-Prämie: Tesla enttäuscht Tesla-Chef wittert Verschwörung

06.05.2016

Tesla schlägt Funken: Nachdem die von der Bunderegierung beschlossene Kaufprämie für Hybrid- und Elektroautos nur bis zu einer gewissen Anschaffungssumme greift, wittert Elon Musk eine Verschwörung.

Die Marke Tesla ist mehr oder weniger ein Synonym für das Wort "Elektroauto". Tesla-Chef Elon Musk investiert extreme Summen, um möglichst viele seiner Autos in dem Markt zu pressen. Die neueste Maßnahme der Bundesregierung, den Absatz von Hybrid- und reinen Elektroautos anzuschieben, indem eine Kaufprämie ausgelobt wird, sieht er allerdings mehr als kritisch. Denn: Die Prämie (3000 Euro für Hybrid- und 4000 Euro für Elektroautos) ist an eine Preisobergrenze gekoppelt. Basisversionen eines jeden Modells dürfen maximal 60.000 Euro kosten. Die Teslas sind mit etwa 90.000 Euro für das Model S und um die 100.000 Euro für das Model X deutlich teurer. Musk sieht dadurch nicht nur den Wettbewerb verzerrt, sondern wittert gar eine Verschwörung. Soll mit der Aktion die heimische Autoindustrie vor einem erfolgreichen Mitbewerber geschützt werden? Da das Prämienpaket mit den Vorständen der deutschen Hersteller und den zuständigen Ministerien entwickelt wurde, kann diese Vermutung nicht so ohne weiteres verworfen werden. Tesla schreibt "Es ist wichtig zu erwähnen, dass Model S und Model X in ihrem Segment genau die Autos ersetzen, die den höchsten CO2 Ausstoß haben." Damit sind deutsche Premiummarken wie die S-Klasse von Mercedes-Benz und der 7er von BMW gemeint.

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Ist die E-Auto-Prämie eine Verschwörung gegen Tesla?

Tesla wird mit dem Model 3 bald ein reines Elektroauto anbieten, das aufgrund seines niedrigeren Anschaffungspreises ebenfalls in den Genuss der Kaufprämie kommen wird, dies allerdings erst Ende 2017. Nicht allzu unwahrscheinliche Verzögerungen bei der Produktion werden das Auto dann aber erst im Laufe des Jahres 2018 für Interessenten verfügbar machen. Tesla verweist darauf, dass es das einzige Unternehmen am Markt ist, das sich ausschließlich auf die Herstellung von Elektroautos konzentriert und sieht deshalb die Preisobergrenze als willkürlich an. In einer ersten Reaktion senkt Tesla den Leasing-Preis für das Model S von 527 auf 495 Euro im Monat. Alles für die Umwelt. Sind die Rollen also klar verteilt? Nicht ganz, denn da der deutsche Steuerzahler die Prämie zur Hälfte mitfinanziert, kann die Obergrenze nämlich auch nicht willkürlich nach oben hin offen gehalten werden. Es wäre nur schwer zu vermitteln, warum die Allgemeinheit dabei mithelfen soll, ohnehin gutbetuchten Autokäufern den neuen Luxuswagen über die Prämie mitzufinanzieren. Dieser Punkt findet in der Stellungnahme des Unternehmens keine Erwähnung. Insgesamt beläuft sich die Fördersumme auf 1,23 Milliarden Euro.

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