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Neuer Porsche 911 GT3 R Hybrid: Technik-Highlights

Mit viel Schwung

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Ein Hybridantrieb funktioniert auch ohne Batterie – Porsche startet einen 911 mit visionärem Antriebskonzept

Porsche überrascht mit einem völlig neuen Hybridsystem und präsentiert es im Porsche 911 GT3 R Hybrid. Das Antriebskonzept kombiniert den Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor im Heck des Rennwagens mit zwei Elektromotoren, die die Vorderachse antreiben. So stehen diesem GT3 R zusätzlich zu den 480 PS des Boxermotors 120 Kilowatt (also 163 Elektro-PS) zur Verfügung.

Der Clou: Der 911 kommt ohne Hochleistungsbatterie aus. Stattdessen wird die elektrische Energie für die Vorderradmotoren in einem Schwungradspeicher gebunkert. Und der ist im Fahrzeug an Stelle des Beifahrersitzes untergebracht.

SPIELZEUG ALS VORBILD
Die Schwungradtechnik ist eigentlich nichts Neues, doch meist nur in Spielzeugautos erprobt. Der Schwungradspeicher von Porsche ist allerdings Hightech pur: Der Rotor läuft keramikgelagert und besteht aus einem Kunststoffkern, der mit Ferritpartikeln gespickt ist. So kann er durch ein Magnetfeld angetrieben werden.

Eine Manschette aus karbonverstärktem Kunststoff umschließt den Rotor, das macht ihn fliehkraftfest. Es geht immerhin um 40 000 Touren. Zum Laden wird Bremsenergie genutzt. Die Elektromotoren an der Vorderachse wirken dabei als Generatoren, elektrischer Strom wird in Rotationsenergie gewandelt. Fordert der Fahrer Zusatzkraft ab, dann bremst der Generator die mechanische Drehbewegung elektromagnetisch ab.

Die entstehende elektrische Leistung – immerhin 120 kW – wird an die Vorderachse geliefert und steht dort sechs bis acht Sekunden bereit – genug, um kräftig zu beschleunigen.

Alles nur Theorie? Nein. Porsche will mit dem 911 GT3 R Hybrid auf dem Nürburgring beim 24h- Rennen antreten. Holger Ippen