Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Augmented Reality: Durchblick

Digitale Assistenten

Jaguar Land Rover nutzt Frontscheibe, Dachsäulen und Motorhaube als Projektionsfläche für neue Assistenzsysteme

Erweiterte Realität – das bedeutet auf Neudeutsch Augmented Reality – heißt das Zauberwort. Sämtliche namhaften Autohersteller entwickeln und erproben derzeit Assistenzsysteme, die elektronische Inhalte mit realen Informationen verknüpfen. Zu den Vorreitern auf diesem Gebiet zählen die ambitionierten Ingenieure von Jaguar Land Rover.

Welche Tragweite das Thema hat, beschreibt Entwicklungsvorstand Dr. Wolfgang Epple so: „Wir sind überzeugt, dass sich die kommenden 25 Jahre zum aufregendsten und dynamischsten Vierteljahrhundert entwickeln werden, das die Autoindustrie jemals erlebt hat. Wir stehen vor gewaltigen Fortschritten im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit.“ Aber nicht zuletzt weil die Fahrzeuge immer leistungsfähiger und damit meist auch komplexer werden, während die Verkehrsdichte weiter steigt, wird es immer wichtiger, den Fahrer in seiner Arbeit zu entlasten.

Augmented Reality: Frontscheibe wird als Display benutzt

Hier können die Anwendungen der Augmented Reality einen wichtigen Beitrag zu mehr Komfort, Fahrspaß und letztlich auch Sicherheit leisten. Features wie die „gläserne“ Motorhaube oder das Einblenden einer Ideallinie erlauben noch intensivere Fahrerlebnisse im Gelände und auf der Rennstrecke.

Andererseits eröffnet die dreidimensionale Einblendung von digitalen Inhalten in die reale Fahrzeugumgebung völlig neue Dimensionen der Assistenz- und Sicherheitssysteme, die weit über die Anzeige von Tempo, Verkehrszeichen und Navi-Hinweisen hinausgehen: Ein virtuell mehrere Meter vor dem eigenen Auto auf die Straße projiziertes Ghostcar sorgt dafür, dass man selbst in unübersichtlichen Verkehrssituationen problemlos der Routenführung des Navi-Systems folgen kann – indem man einfach dem „Follow Me“-Fahrzeug hinterherfährt.

In Kombination mit hochauflösenden Kameras und ausgefeilten Algorithmen lassen sich zudem die toten Winkel hinter den Dachsäulen eliminieren, indem die Bildinhalte in Echtzeit auf der Oberfläche der Dachsäulen angezeigt werden. Zusätzlich können querende Fußgänger erkannt und gezielt als potenzielle Unfallgefahr markiert werden. Selbst Radfahrer, die sich dem Auto gefährlich annähern, ortet das System und warnt den Fahrer proaktiv mit gezielten optischen oder akustischen Signalen – inklusive in die Verkleidungen integrierter LED sowie haptischer Effekte in Türgriffen und Gaspedal.

Martin Urbanke, Markus Bach