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Adaptives Fahren: Probefahrt im Continental-Prototypen

Schalten und walten

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Per Tastendruck wird ein Auto auf Sport, Komfort oder Sparsamkeit getrimmt. Probefahrt im Continental-Prototypen

Beim Autokauf scheiden sich oft die Geister: Während „Er“ etwas Sportives im Visier hat, will „Sie“ lieber ein praktisch-komfortables Fahrzeug, und die Tochter bevorzugt ein sparsames Öko-Auto. Als Lösung sehen die Entwickler von Continental ein Auto mit drei aktivierbaren Charakteren und nennen die Technik „Simplify your Drive“.

„Per Knopfdruck kann der Fahrer entscheiden, ob er sportlich, komfortabel oder sparsam unterwegs sein will“, sagt Ralf Lenninger, Leiter der Forschung in der Interior-Abteilung. Wie das funktionieren soll, konnten wir in einem ersten Prototypen selbst erfahren.

VW PASSAT CC
Der VW Passat CC V6 mit 300 PS ist von Natur aus komfortabel. Im Komfortmodus werden zusätzlich alle Fahrzeugsysteme auf maximale Bequemlichkeit getrimmt: Luftfederung, adaptiver Tempomat und Getriebesteuerung geben ihr Bestes für gelassenes und fast geräuschloses Dahingleiten.

Doch beim Druck auf die Sport-Taste wird der Luxus-Liner zum Powercar: Die Cockpitfarben wechseln von Blau auf Feuerrot, der Motor wacht auf und giert nach Drehzahlen, was von deftig-nervösem Sound eindrucksvoll untermalt wird.

Aber auch die Dämpfer arbeiten straffer, aufgestellte Sitzpolster geben mehr Halt, und das Automatikgetriebe folgt einer sportlichen Schaltcharakteristik. Sogar die Lenkung fühlt sich jetzt direkter an. Kurz: Im Sportprofil sind alle Systeme auf Agilität und Spurtvermögen ausgerichtet.

Im Eco-Modus wechseln die Cockpitleuchten auf Grün, und der VW ändert erneut seine Fahrweise. Dem Motor stehen nur noch 60 Prozent seiner Leistung zur Verfügung, Getriebe und Klimaanlage laufen auf Sparkurs, die Navigation sucht eine Öko-Route. Das aktive Gaspedal lässt den Fahrer durch Gegendruck spüren, wenn er unwirtschaftlich beschleunigt.

Das alles funktioniert überzeugend gut. „Wir können dies schon jetzt mit Teilen aus dem Conti-Regal realisieren“, sagt Lenninger. Aber wann und in welchen Autos die Technik an den Start gehen wird, steht noch nicht fest. Holger Ippen