Autotechnik: Technik-Highlights aus 40 Jahren AUTO ZEITUNG

Technische Evolution

Fortschritt erkennt man manchmal an einem großen Knall: Airbag, Gurtstraffer, ABS, ESP haben viele Leben gerettet. Die AUTO ZEITUNG hat die Entwicklung der Technik aufmerksam begleitet. Ein Überblick

Autotechnik: Vor 40 Jahren war alles anders: Recht simple Motoren bekamen ihre Sprit-Rationen von Vergasern zugeteilt und verpesteten die Luft mit reichlich Schadstoffen im Abgas. An einen kultivierten Diesel war noch nicht zu denken. Das sollte sich ändern. Den Benzinern gewöhnten erst elektrische Vergaser, dann Zentral- und Multipoint-Einspritzungen das Trinken ab. Sparsam und schadstoffarm wurden die Ottomotoren aber mit Techniken wie variabler Ventilsteuerung, reduzierten Drosselverlusten per Valvetronic und Benzin-Direkteinspritzung. Der erste Direkteinspritzer im Mitsubishi Carisma konnte nicht überzeugen – er war nur bei Teillast wirksam. Heutige Downsizing-Konzepte mit Kompressor- oder Turbo-Aufladung arbeiten dagegen im gesamten Drehzahlband deutlich effektiver. Zur Reinigung der Abgase werden seit Mitte der 80er Jahre Abgas-Katalysatoren eingesetzt.

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Selbstzünder gefragt
Als besonders effizient gelten moderne Diesel – vor allem die Turbodiesel (im Mercedes 300 TD schon 1978). Der eigentliche Siegeszug begann 1989 mit der Turbodiesel-Direkteinspritzung im Audi 100 TDI. Deutlich komfor-tabler laufen Diesel-Direkteinspritzer mit Common-Rail-Technik. Diese Entwicklung stammt von Fiat-Marelli und wurde von Bosch und Mercedes perfektioniert. Um dem Ruß im Abgas Herr zu werden, setzte Peugeot als erster Autohersteller in Europa serienmäßig Partikelfilter ein. Mercedes startete 2006 im E 320 BlueTEC den SCR-Kat (selektive katalytische Reduktion) mit Harnstoff-Einspritzung, um auch den Stickoxidausstoß zu reduzieren.