Takata-Airbags (Rückruf): Jetzt auch Ferrari und McLaren Weitere Airbag-Rückrufe bei Takata

Der japanische Airbag-Zulieferer Takata ist wieder im Gespräch. Auch für aktuelle Modelle des Jahres 2017 wurden Rückrufe angekündigt. Darunter jetzt auch Supersportler von Ferrari und McLaren sowie erneut Autos von Audi, Mercedes und VW.

Seit 2015 rufen Audi, BMW, Mercedes und Volkswagen in den USA wegen Problemen mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata Hunderttausende Fahrzeuge zurück. Jetzt sind weitere Modelle auf der Rückrufliste der US-Sicherheitsbehörde NHTSA aufgetaucht. Darunter auch aktuelle Supersportler, bei denen die Hersteller wohl trotz der bekannten Probleme weiterhin die Takata-Airbags verbaut haben. So finden sich dort auch einige Modelle für das Jahr 2017 wie der Audi TT und R8, das Mercedes E-Klasse Coupé und Cabrio, Sprinter und Freightliner sowie einige Ferrari-Modelle, der Lexus GX460, McLaren 570, Mitsubishi i-MiEV und VW CC. Von dem Rückruf sind insgesamt 29 Millionen Fahrzeuge betroffen, 1,3 Millionen stammen allein aus dem Volkswagen Konzern. Der Rückruf gilt jedoch nur für die USA.

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Weitere Rückrufe wegen Takata-Airbags

Bei der ersten Rückruf-Welle wurden rund 680.000 VW-Modelle vorsorglich wegen möglicher Gefahren bei Takata-Airbags zurückgerufen werden. Betroffen waren laut einem VW-Sprecher die Modelle Passat, Golf, Eos und der Jetta Variant. Audi rief rund 170.000 Fahrzeuge in den USA die Werkstatt. Bei BMW waren es sogar 840.000 betroffene Wagen. Im Fall von VW und Audi geht es um US-Modelle der Baujahre 2005 bis 2014. Die US-Verkehrsaufsicht hatte Audi informiert, dass bestimmte Takata-Airbags auf der Fahrerseite fehlerhaft sein könnten, hieß es. Nun sollten unter anderem Modelle der Baureihen A3, A4 Cabrio, A5 Cabrio und Q5 zum Check. Zu den Kosten machten VW und Audi keine Angaben, das werde mit Takata geregelt. In der Regel bilden Zulieferer schon vorsorglich Rückstellungen für Rückrufe, bei denen sie wegen Mängeln in die Haftung kommen können.

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Auch deutsche Autobauer von Rückrufen betroffen

Fehler an den Airbags des japanischen Herstellers Takata sind seit längerem ein branchenweites Problem, das sich jüngst ausweitete. Es gab auch schon Todesfälle. Der VW-Sprecher versicherte: "Wir hatten konzernweit überhaupt keine Beanstandungen." Der Rückruf geschehe vorsorglich, Takata und die US-Behörden hätten den Kreis der Fahrzeuge entsprechend eingegrenzt. Auch BMW musste in den USA wegen der Takata-Airbags einen großen Rückruf schultern. Man hatte die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA darüber informiert, etwa 840.000 Wagen zurückrufen zu wollen, um Airbags auszutauschen. Betroffen waren Autos der Jahrgänge 2006 bis 2015, nähere Angaben machte BMW zunächst nicht. Es ginge um verschiedene Modelle, zu den Kosten wurde nichts bekannt. Daimler war ebenfalls stark von der Ausweitung des Debakels um defekte Takata-Airbags in den USA betroffen. Der Autobauer hatte mitgeteilt, 705.000 Mercedes-Benz-Pkw und rund 136.000 Daimler-Vans vorsorglich in die Werkstätten zu beordern.

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