Takata-Airbags (Rückruf): Erneut BMW (Update!) Neue Airbag-Rückrufe bei Takata

06.02.2017

Erneut ist der japanische Airbag-Zulieferer Takata im Zuge eines massenhaften Rückrufs im Gespräch: Diesmal ordert BMW Hunderttausende Modelle zurück in die Werkstatt. Die Gefahren defekter Airbags betreffen auch Supersportler von Ferrari und McLaren sowie Autos von VW, Audi und Mercedes.

Der deutsche Autobauer BMW startet in den USA eine erneute Rückrufaktion Hunderttausender Wagen wegen der Gefahren defekter Airbags des japanischen Zulieferers Takata. Insgesamt müssen gut 230.000 Wagen des Münchner Herstellers in die Werkstätten, wie Anfang Februar 2017 aus von der US-Verkehrsaufsicht NHTSA in Washington veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Der Behörde nach erhielt BMW im November vergangenen Jahres eine Kundenanfrage zum Airbag-Generator im BMW 3er. Im Zuge dessen sei festgestellt worden, dass bei einigen Wagen der Modelljahrgänge 2000 bis 2003 im Rahmen vorheriger Rückrufe und Umrüstungen möglicherweise falsche Ersatzteile eingebaut wurden. Die BMW-Modelle sollen deshalb ab Mitte März erneut überprüft werden. Schon vor dem aktuellen Rückruf hatte BMW rund 840.000 Autos in die Werkstätten geordert. Das Hersteller-übergreifende Problem: Zu kräftig auslösende Takata-Airbags, die Teile der Metallverkleidung sprengen und durch den Fahrzeuginnenraum schleudern können. In den USA wurde deshalb ein Rekordrückruf von 42 Millionen Fahrzeugen angeordnet. Die US-Verkehrsaufsicht geht von mindestens elf Todesfällen im Land und 184 Verletzten im Zusammenhang mit dem Problem aus.

Vergleichstest Audi, BMW, Mercedes und Tesla: Autopilot-Vergleich
Autopilot im Test: Tesla/Audi/BMW/Mercedes  

Tesla-Autopilot im Vergleichstest

 

Weitere Rückrufe wegen Takata-Airbags

Seit 2015 rufen Audi, BMW, Mercedes und Volkswagen in den USA wegen Problemen mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata Hunderttausende Fahrzeuge zurück. Weitere Modelle auf der Rückrufliste der US-Sicherheitsbehörde NHTSA zeigen aktuelle Supersportler, bei denen die Hersteller wohl trotz der bekannten Probleme weiterhin die Takata-Airbags verbaut haben. Dort finden sich auch einige Modelle für das Jahr 2017 wie der Audi TT und R8, das Mercedes E-Klasse Coupé und Cabrio, Sprinter und Freightliner sowie einige Ferrari-Modelle, der Lexus GX460, McLaren 570, Mitsubishi i-MiEV und VW CC. Von dem Rückruf sind insgesamt 29 Millionen Fahrzeuge betroffen, Mercedes orderte 705.000 Autos und Vans zurück, allein 1,3 Millionen Rückrufe stammen aus dem Volkswagen Konzern. Der Rückruf gilt jedoch nur für die USA. Bei der ersten Rückruf-Welle wurden rund 680.000 VW-Modelle vorsorglich wegen möglicher Gefahren bei Takata-Airbags zurückgerufen werden. Betroffen waren laut einem VW-Sprecher die Modelle Passat, Golf, Eos und der Jetta Variant. Audi rief rund 170.000 Fahrzeuge in den USA die Werkstatt. Im Fall von VW und Audi geht es um US-Modelle der Baujahre 2005 bis 2014. Die US-Verkehrsaufsicht hatte Audi informiert, dass bestimmte Takata-Airbags auf der Fahrerseite fehlerhaft sein könnten, hieß es. Nun sollten unter anderem Modelle der Baureihen A3, A4 Cabrio, A5 Cabrio und Q5 zum Check. Zu den Kosten machten VW und Audi keine Angaben, das werde mit Takata geregelt. In der Regel bilden Zulieferer schon vorsorglich Rückstellungen für Rückrufe, bei denen sie wegen Mängeln in die Haftung kommen können.

Video Grahams unfallsicherer Körper: Video
Grahams unfallsicherer Körper: Video  

Graham überlebt jeden Unfall

Zmarta Autokredit
Autokredit

Jetzt den günstigsten Autokredit finden

Tags:
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.