Einzeltest: Suzuki SX4 S-Cross 1.6 DDiS 4x4 Reifeprüfung

24.10.2013

Mit neuem Namenszusatz, mehr Platz und kultiviertem Dieselmotor rollt die zweite Generation des Suzuki SX4 S-Cross an den Start. Erster Test

In diesen Tagen kommt der Suzuki SX4 S-Cross in den Handel und bereichert damit das Segment der Kompakt-Crossover um eine weitere interessante Alternative. Gegenüber seinem Vorgänger, der als SX4 Classic weiterhin im Suzuki Modellprogramm bleibt, legte der S-Cross in den Außenabmessungen deutlich zu. So wuchs er in der Länge um 15 Zentimeter auf 4,30 Meter, während der Radstand um rund zehn Zentimeter auf 2,60 Meter zunahm.

Von diesem Größenzuwachs profitieren vor allem die Passagiere auf der Rückbank, die sich über einen großzügig bemessenen Knieraum freuen dürfen. Dafür schränkt das in der von uns getesteten Ausstattungsvariante Comfort+ serienmäßige Glas-Panoramadach die Kopffreiheit vor allem im Fond deutlich ein. Der Kofferraum fasst ordentliche 430 Liter und lässt sich durch Umklappen der asymmetrisch geteilten Rücksitzlehne sogar bis auf 1269 Liter erweitern (SX4 Classic: 270 bis 1045 Liter).

Fahrer und Beifahrer nehmen Platz auf bequemen Sitzen, die allerdings mehr Seitenhalt bieten könnten. Das Cockpit präsentiert sich aufgeräumt und gut verarbeitet, die mit blauen Außenringen versehenen Instrumente lassen sich leicht ablesen. Der nur in der Top-Ausstattung vorhandene zentrale 6,1-Zoll-Touchscreen-Monitor setzt per Fingerdruck gegebene Befehle erfreulich schnell um. Allerdings lenkt die nicht immer eindeutige Menügestaltung teilweise unnötig stark vom Verkehrsgeschehen ab.


KRAFTVOLLER TURBODIESEL MIT SEHR GUTEN MANIEREN


Als Motoren bietet Suzuki für den SX4 S-Cross einen Benziner und einen Diesel an, beide jeweils mit 1,6 Liter Hubraum und 120 PS sowie wahlweise mit Vorder- oder Allradantrieb. Der Selbstzünder mit Turboaufladung und Partikelfilter ist akustisch gut gedämmt und gefällt mit hoher Laufkultur, sein maximales Drehmoment von 320 Nm liegt bereits bei 1750 Umdrehungen an. Zwar fällt die Drehmomentkurve schon kurz danach ab, dennoch stellt der Suzuki-Selbstzünder über einen insgesamt breiten Drehzahlbereich ausreichend Kraft zur Verfügung. Für eine effiziente Fahrweise kann man getrost den Hinweisen der Schaltpunktanzeige folgen, die meist bereits bei knapp unter 2000 Touren zum Hochschalten mahnt.

Der Turbodiesel hat mit dem allradgetriebenen, nur knapp 1,4 Tonnen schweren SX4 S-Cross leichtes Spiel – die gebotenen Fahrleistungen lassen den 120 PS starken Motor deutlich kräftiger erscheinen. So ergibt die Elastizitätsmessung von 60 auf 100 km/h im fünften Gang einen Wert von lediglich 8,5 Sekunden. Die Differenz zwischen 80 und 120 km/h lässt sich in der sechsten Fahrstufe in nur 11,2 Sekunden überbrücken. Und obwohl  Suzuki eine Spitze von 175 km/h angibt, endet der Vortrieb des Testwagens laut Tacho im Bereich der 190-km/h-Marke. Auch der Testverbrauch von 5,6 Liter Diesel kann sich vor diesem Hintergrund sehen lassen.

Bei der Fahrsicherheit gibt sich der straff, aber nicht unkomfortabel gefederte SX4 S-Cross ebenfalls keine Blöße. Wer das früh und energisch eingreifende ESP deaktiviert, erlebt ein leicht untersteuerndes Fahrverhalten. Bei starken Lastwechseln dreht sich das Heck leicht und gut kontrollierbar ein und baut so Geschwindigkeit ab. Bremswege von 34,6 (kalt) respektive 34,8 Metern (warm) runden den guten Eindruck ab.

Unser Fazit

Der Suzuki SX4 ist als S-Cross deutlich gereift und stellt ein interessantes Angebot dar. Einige attraktive Ausstattungsdetails sind allerdings der Topausstattung Comfort+ vorbehalten.

Carsten van Zanten

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