Suzuki bestätigt Abgas-Skandal in Japan Suzuki gesteht Abgas-Skandal ein

15.05.2017

Nun muss auch Suzuki einen Abgas-Skandal im eigenen Haus bestätigen. In Japan wurden die Verbrauchswerte vieler Modelle nach einem unzulässigen Testverfahren ermittelt.

Update: Wie Suzuki inzwischen offiziell bestätigt hat, wurden Verbrauch und Emissionen bei allen derzeit in Japan vertriebenen Modellen auf eine unzulässige Art und Weise ermittelt. Statt tatsächlicher Messdaten zum Fahrwiderstand wurden theoretisch ermittelte Werte genutzt, die allerdings nicht wesentlich von den nun ermittelten Realwerten abweichen. Laut Suzuki liegt die Differenz zwischen den theoretisch und praktisch ermittelten Werten innerhalb der Messtoleranz. Genutzt wurden die unzulässig ermittelten Daten angeblich, weil sich das direkt am Meer gelegene Suzuki-Testgelände Sagara durch starken Wind nur selten für die Durchführung reproduzierbarer Ausrolltests eignet.

Mit Suzuki ist offenbar ein dritter japanischer Autobauer von einem Skandal um manipulierte Verbrauchs- und Abgaswerte betroffen. Nach Berichten heimischer Medien hat auch Suzuki den Behörden in Japan falsche Zahlen übermittelt und die eigenen Modelle somit in ein besseres Licht gerückt. Denkbar ist, dass wie bei Mitsubishi unzulässige Testverfahren zur Anwendung kamen und die Verbrauchswerte so geschönt wurden. Im Anschluss an den Abgas-Skandal rund um Kei-Cars von Mitsubishi und Nissan hatten die Behörden auch alle übrigen Autobauer dazu aufgerufen, die Korrektheit der Tests und der übermittelten Daten zu überprüfen. Möglicherweise sind genau dabei die neuen Unregelmäßigkeiten bei Suzuki aufgefallen. Die Börse reagierte mit einem scharfen Kurs-Einbruch auf die Enthüllung, die Aktien des Nikkei-gelisteten Suzuki-Konzerns gaben innerhalb kurzer Zeit um mehr als zehn Prozent nach und konnten sich bisher nur leicht erholen. Welche Baureihen konkret betroffen sind und ob die falschen Angaben nur den japanischen Markt betreffen, dürfte im Lauf des Tages bekannt werden.


Suzuki ebenfalls von Abgas-Skandal in Japan betroffen

Der Vorstandsvorsitzende Osamu Suzuki hat für den Nachmittag (japanischer Zeit) eine Pressekonferenz angekündigt und will dann weitere Details bekanntgeben. Suzuki erzielte im Jahr 2015 einen weltweiten Umsatz von 25,6 Milliarden Euro, der weitaus größte Teil davon entfällt auf den Heimatmarkt Japan. Neben Automobilen verkauft Suzuki auch erfolgreich Motorräder und Außenbord-Motoren für Schiffe. Der ursprünglich in den USA aufgedeckte Diesel-Skandal bei Volkswagen hat sich in den letzten Monaten immer weiter vergrößert und betrifft inzwischen zahlreiche Autobauer, die offenbar bei einigen Modellen zu niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte angegeben hatten. In welchem Umfang nun auch Suzuki betroffen ist, werden die nächsten Stunden zeigen.

Mehr zum Thema: Abgas-Skandal bei Mitsubishi in Japan


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