SUV-Vergleich: BMW X4 Concept trifft auf Audi Q5 Treffpunkt Mittelklasse

26.04.2013

BMW X4 Concept im Vergleich mit Audi Q5: Die Münchner eröffnen den Klub der coupéhaften Mittelklasse-SUV. Wir stellen den immer noch modischen Audi Q5 zur Seite

Ein handlicher Offroader als modische Sportskanone für die Stadt? Die Idee gab es bei den Münchenern schon länger, schließlich bieten sie dazu mit dem großen X6, dem teueren coupéhaften Ableger des X5, bereits einen Bestseller, der sich nicht nur in den USA wie verrückt verkauft. Da liegt es nahe, diese Erfolgsformel auch eine Klasse tiefer zu probieren: Der X4 platziert sich im Sommer nächsten Jahres preislich geschickt zwischen X3 und X5, macht aber optisch mehr Alarm. Das liegt nicht nur an diesem schillernden „Long Beach Blue“ des Konzeptmodells, das je nach Licht unterschiedliche Flächen betont, sondern vor allem an der angriffslustigeren Front. So entfaltet sich die Doppelniere hier im massiveren Rahmen, ihre schwarzen Stäbe sind unten fein ausgefräst. Dazu gibt es Voll-LED-Scheinwerfer, die wie beim 3er optisch mit den Nieren verschmelzen und mit einer hexagonalen Fasson den bösen Blick zeigen. Hinzu kommt fettes Schuhwerk: Vorn tragen die 21-Zoll-Räder Reifen im Format 245/40, hinten sogar 275/35. Dieser Mix steht später in der Aufpreisliste.

Reizvoll ist auch der Hüftschwung des BMW X4 – preußisch scharf, aber sexy. Sieht aus wie von Hand gedengelt, und das soll es auch. „Precision and Poetry“ (Präzision und Poesie) nennt der bei BMW fürs Äußerliche zuständige Designkünstler Domagoj Dukec dieses Spiel mit unterschiedlichen Stilmitteln, das uns bald öfter begegnen soll. Auch das Heck mit dem nach innen eingezogenen Dach wirkt so sehnig und trainiert wie das ganze Auto. Am besten gefallen uns jedoch die flippigen Aluminium-Außenspiegel, die direkt aus dem Fensterchrom wachsen. Prinzipiell wird deutlich, dass dieser Coupé-Darsteller recht flach ist: mit 1,62 Metern vier Zentimeter niedriger als der X3, dessen technische Basis er nutzt. In Länge, Breite und Radstand – 4,65, 1,92 und 2,81 Meter – unterscheiden sich die beiden dagegen nicht.

 

BMW X4: Countdown für die Serienfertigung läuft

Eigentlich wollen wir nun einsteigen, aber dieser X4 ist bis jetzt nur Fassade, ein Innenleben mit Cockpit und Sitzen fehlt noch. Studie hin, Studie her – die Showcars anderer Marken sind heute meist Komplettmodelle, zumal der X4 ja nicht eine „mögliche Zukunft der X-Familie“ (Pressetext) ist, sondern ein vom Vorstand abgesegnetes Serienprojekt, für das am US-Produktionsstandort in Tuscaloosa längst der Countdown läuft. Ein vergleichender Blick zum Q5. Familien-SUV gegen wilden Max? Nicht ganz. Zwar wirkt der Audi gegen den sportlichen X4 nun ein wenig brav, aber immer noch gefällig: Design wie aus einem Guss, keine überfl üssige Linie, kein Blendwerk. Er ist gut einen Zentimeter kürzer, knapp zwei Zentimeter schmaler, aber drei Zentimeter höher als der X4. Ein rundum schöner Praktiker, der in beiden Sitzreihen viel Platz bietet – selbst hinten reicht es locker für 1,95-Meter-Riesen.

Im X4 werden die Sitzpositionen tiefer sein. „Normal gewachsene Menschen sitzen auch hinten bequem, ohne sich den Kopf zu stoßen“, verspricht Dukec. Beim Cockpit indes wird es auf eine Übernahme des X3-Armaturenbretts hinauslaufen, spezielle Features soll es aber geben. Und bei der Leistung will BMW nicht sparen. Ergo gibt es keine 18er-Modelle, der Einstieg wird mit 20i und 20d beginnen, mindestens mit je 184 PS. Darüber folgen die Benziner 28i und 35i mit 245 und 320 PS, die Diesel 30d und 35d mit 258 und 313 PS. Dazu kommt eine M Performance-Version, vermutlich als M50d mit 381 Triturbo-Diesel-PS. Ein Plug in-Hybrid, der längere Strecken elektrisch fährt, ist nicht geplant – das gibt die aktuelle X3-Basis nicht her.

Der Audi zeigt sich einen Tick ziviler. Seine Bandbreite reicht von 180 bis 272 PS bei den Benzinern, von 143 bis 245 PS bei den Dieseln. Zudem gibt es auch hier einen Sportler – den dieselnden, 313 PS starken SQ5 für 58.500 Euro. Und zumindest ein Standard-Hybridmodell, das mit Tempo 60 bis zu drei Kilometer elektrisch fahren soll – für 54.250 Euro. Apropos Geld: Klar wird der X4 teurer als der X3, wir rechnen mit mindestens 3000 Euro.

Wolfgang Eschment

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