SUV-Neuheiten: Neue Kompakt-Modelle bis 2016 - von Audi bis Suzuki Kurz und bündig

26.07.2013
Inhalt
  1. Die Kleinen kommen: VW Taigun und Skoda Citifun
  2. Mercedes: Für GLK und GLA läuft der Countdown
  3. Nissan Qashqai und Suzuki SX4 fahren sich bereits warm
  4. Neue technische Brüder: Fiat 500X und Jeep Jeepster

Die SUV-Welle rollt, und schwer im Trend sind citytaugliche Kompaktmodelle. Wir zeigen ihnen 15 geplante Neuheiten, darunter einige handfeste Überraschungen. Steigen Sie ein

Der Trend ist eindeutig: Unsere Städte werden immer auffälliger von SUV-Modellen geprägt, die früher, als sie noch nicht so schick und mehr fürs Grobe waren, schlicht Geländewagen hießen. Und dass diese Welle rollt, zeigen die Zulassungszahlen. Im Vergleich zum Vorjahr legen die hochbeinigen SUV (Sport Utility Vehicles) weiter zu. Dabei sind es vor allem die Kleinen und Kompakten, die schwer gefragt sind – Autos zwischen 3,80 und rund 4,50 Meter Länge. Kennzeichen: Sitzposition mit guter Rundumsicht, sehr parkplatzfreundliches Format und volle Freizeit- sowie Familientauglichkeit. Optisch nähern sich die schneidigen neuen Modelle mit ihren flacheren Dächern dem Limousinen-Design.

Bestes Beispiel ist der BMW X1. Der schnittige Nachfolger steht, wie jetzt zu hören ist, schon auf der Frankfurter IAA im September 2015, kurz danach beginnt der Verkauf. Alles wird neu, denn der X1 nutzt dann – wie die Mini-Nachfolger und der BMW-Kompaktvan – die neue UKL-Architektur (untere Klasse) für Front- und Allradantrieb. Gestartet wird mit Allradantrieb, die Fronttriebler folgen später. Die neue Plattform bringt mehr Platz im Innenraum (speziell im Fond) und mehr Ladevolumen. Motorisch kommen als Basistriebwerke schon die neuen, 1,5 Liter großen Turbo-Dreizylinder zum Einsatz. Wichtig sind hier besonders die Diesel (B37), die zunächst eine Leistungsbandbreite von 122 PS bis 180 PS (330 Nm) bieten. Eine spätere Top-Version soll mit gut 200 PS powern. Die dreizylindrigen 1,5-Liter-Benziner (B38) werden zwischen 122 und 220 PS liegen, auch eine sportliche Plugin-Hybrid-Version ist geplant.

 

Die Kleinen kommen: VW Taigun und Skoda Citifun

Einen andiskutierten coupéhaften X2 soll es übrigens nicht geben, die Verantwortlichen für die Weltmärkte haben den Daumen gesenkt: "Kein lukratives Geschäftsmodell, kein breites Publikumsinteresse." Wie bisher wird der X1 aber als Fünftürer und erstmals auch als etwas sportlicheres Dreitürer-Modell kommen. Auch Audi forciert das Tempo bei den modischen Rustikalos. Neben dem Q6, der als SUV mit coolem, schnittigem Tempodesign die Lücke zwischen den voll familientauglichen Q5 und Q7 schließt, startet ein kleiner, sportlicher Q1, auf den die 4,20 Meter lange Studie Crosslane Coupé die Hinweise gab.

Q1? Richtig, der soll nämlich familienmäßig an Audis A1-Reihe andocken und hier für mehr Pep sorgen. Das nur rund 1,51 Meter hohe SUV nutzt den modularen Querbaukasten (MQB) des VW-Konzerns und dürfte Mitte 2015 starten. "Das wird ein ganz Frecher", verspricht Audi-Chef Rupert Stadler. "Fünftürig, knackig, sportlich" – kurze Überhänge, breite Spur, fast 2,60 Meter Radstand. Die Motoren bewegen sich anfangs zwischen 105 und 180 PS, auch ein Plug-in-Hybrid (ca. 170 PS) ist angedacht.

Noch knackiger wird der bei VW geplante Taigun, der im Herbst letzten Jahres als ziemlich ausgefeilte Studie kam: 3,86 Meter lang, 1,73 Meter breit und nur 1,57 Meter hoch. Dank 2,47 Meter Radstand gibt es gut Platz für vier Erwachsene plus 280 Liter Ladevolumen – bei umgeklappter Rückbank sind es gar 987 Liter. Derzeit arbeitet man in Wolfsburg heftig an der Serienversion, aber der Händlerstart, der mal für Ende 2014 angedacht war, wird sich nach dem Stand der Dinge auf Frühjahr 2016 verschieben, denn das Auto wird nun gezielt für Wachstumsmärkte wie Südamerika und Indien internationaler aufgestellt – und wohl in einem der brasilianischen VW-Werke gebaut.

Computerdesign: Reichel CarDesign (5); Jean-Francois Hubert (4); De Lusi (1)
Basis des Taigun ist die verlängerte New Small Family-Plattform, die auch der VW-Mini Up nutzt (Code PQ12). Neben Frontantrieb gibt es gegen Aufpreis auch Allradantrieb (VW-Technik mit Haldexkupplung). Motorisch kommen Drei- und Vierzylinder zum Einsatz. Bei den Benzinern sind das zum Beispiel VWs neue Einliter-Dreizylinder-Turbos mit 90 und 110 PS, die Diesel beginnen bei 105 PS. Geheim: VW denkt hier schon an weitere Karosserie-Versionen. Beispielsweise an einen kleinen, rund vier Meter langen, zweisitzigen Pick-up für Märkte wie Indien – pfiffig gestylt und mit abwaschbarer Ladefläche. Der könnte später auch nach Deutschland kommen.

Und der Taigun erhält, nächste Überraschung, bei der erfolgreichen VW-Tochter Skoda sogar noch einen Bruder: Die Tschechen planen nämlich nicht nur für Ende 2015 einen rund 4,70 Meter langen Mittelklasse-Offroader (optional mit drei Sitzreihen) oberhalb des Yeti, sondern auch ein rustikales City-SUV, das, rund 3,85 m lang, auf dem VW Taigun basieren wird und ab Ende 2016 starten könnte – wir zeigen exklusiv das erste Bild. Damit, so ist aus Mlada Boleslav zu hören, hätte Skoda das passende kleine SUV für Wachstumsmärkte wie Indien und China im Programm – ähnlich motorisiert wie der Taigun mit Drei- und Vierzylindern von 90 bis 140 PS, eventuell auch mit einem 75-PS-Basismodell. Der Name des Kurzen ist noch offen, wir nennen ihn einfach mal Citifun.

 

Mercedes: Für GLK und GLA läuft der Countdown

Mercedes forciert ebenfalls die SUV-Offensive. Anfang 2015 wird mit dem GLK die bis dato kleinste SUV-Baureihe erneuert. Das mit 4,53 Meter Länge schon relativ große Modell wird optisch gefälliger und sportlicher, bevorzugt aber dennoch den seriösen Dress. Wie die künftige C-Klasse basiert es auf einem neuen modularen Mercedes-Baukasten für Autos mit Hinter- und Allradantrieb. Die Benziner: Zweiliter-Turbo mit 184 und 211 PS, Dreiliter- V6-Biturbo (333 PS). Diesel: 2,1-Liter (136/ 170/204 PS), 3,0-Liter-V6 (etwa 260 PS). Hinzu kommen zwei Plug-in-Hybridversionen.

Peppiger gibt sich der kleinere GLA, der schon im Frühjahr 2014 startet – die Studie dazu war im April auf der Shanghai-Motorshow zu sehen. Das sportliche Baby-Benz-SUV – nur 4,38 Meter lang, 1,98 Meter breit und 1,58 Meter hoch – basiert auf der A-Klasse, und das sieht man dem angriffslustigen Karosserie-Kleid an. Den sportlich-rustikalen Stil soll auch das Cockpit zeigen, motorisch aber kommt A-Klasse-Kost zum Einsatz: Benziner mit 122, 156 und 211 PS, Diesel von 136 bis 170 PS, wahlweise Frontantrieb oder den Allradantrieb 4Matic. Preislich soll das Ganze bei rund 28.000 Euro beginnen, angepeilte Rivalen sind Audi Q3 und BMW X1.

Die japanischen Importeure surfen ebenfalls auf der SUV-Welle. Reizvolle Neuheit: Mazda plant für Ende 2014/Anfang 2015 unterhalb des erfolgreichen CX-5 einen kleineren CX-3 – rund 4,25 Meter lang, gut 1,60 Meter hoch mit Platz für fünf Personen. Optisch übernimmt auch der Kurze das neue „KODO“-Design der Marke, das schon im Stand viel Bewegung signalisiert. Die Front zeigt Anklänge an den neuen Mazda 3 (ab Seite 30). Die Basismodelle des CX-3 haben Frontantrieb, für die Topversionen ist zudem Allradantrieb vorgesehen. Als Basis nutzt das Modell die SKYAKTIV-Motoren, als Einstiegsbenziner ist ein neuer vierzylindriger 1,5-Liter-Direkteinspritzer avisiert. Darüber: Zweiliter mit 120 und 165 PS, dazu gesellt sich ein neuer 1,6-Liter-Diesel aus hauseigener Entwicklung. Preis des CX-3? Um 18.000 Euro.

Computerdesign: Reichel CarDesign (5); Jean-Francois Hubert (4); De Lusi (1)
Wir bleiben in Japan – und kommen zum zweiten Clou: Lexus plant ein kompaktes Premium-SUV unter der RX-Reihe, rund 4,40 Meter lang. Premiere ist schon auf der Frankfurter IAA im September – vorher gibt es noch keine Bilder. Verkaufsstart ist im Spätherbst nächsten Jahres. Die Basis-Architektur stammt vom neuen Toyota RAV4, beim Hybrid- Antrieb nutzt das SUV das Aggregat des neuen Lexus IS 300h mit 223 PS Systemleistung.

 

Nissan Qashqai und Suzuki SX4 fahren sich bereits warm

Noch einmal Japan, in diesem Fall Nissan: Denn hier ist der neue Qashqai in Sichtweite. Der Nachfolger startet Mitte nächstens Jahres, vom Design her wirkt er deutlich schärfer als das aktuelle, sehr erfolgreiche Modell. Er kommt wieder als Fünfsitzer und als längerer Siebensitzer. Einzug hält neben bekannten Motoren auch der 160 PS starke 1,6-Liter-Turbobenziner aus dem kleineren Nissan-SUV Juke, zudem ist eine Plug-in-Hybridversion mit stadttaug- licher Elektro-Reichweite vorgesehen. Suzuki wiederum steht mit dem neuen SX4 schon so gut wie bei den deutschen Händlern – im Oktober beginnt der Verkauf. Der Neue ist mit 4,30 Meter rund 15 Zentimeter länger als das alte Modell. Zur Wahl stehen ein 1,6-Liter-Turbodiesel (Sechsgang-Handschaltgetriebe) und ein gleich großer Vierzylinder-Benziner (Fünfgang) – beide leisten 120 PS.

Das Einstiegsmodell hat Frontantrieb, den neuen Allradantrieb (starrer Durchtrieb im Lock-Modus für extreme Bedingungen) gibt es gegen Aufpreis optional, ebenso für den Benziner die CVT-Automatik mit manuellem Siebengang-Modus. Der alte SX4 soll als preisgünstiger "Classic" weiter im Programm bleiben. Und was machen die Koreaner? Die Erfolgsmarke Hyundai zieht mit dem kleinen ix25 demnächst einen neuen SUV-Joker aus dem Ärmel, der nach Santa Fe, ix55 und ix35 das Programm nach unten abrunden soll. Der rund 4,25 Meter lange Kurze, der nicht vor 2015 anrollt, wird technisch beim ix35 räubern und zum Beispiel gegen den Opel Mokka antreten.

Honda plant Ähnliches: Nach dem Vorbild der gezeigten Studie Urban Concept plant die Marke ein 4,30-Meter-SUV, das trotz seiner vier Türen ziemlich coupéhaft aussieht und die Technik und die Motoren des Jazz-Nachfolgers als Basis nutzt. Händlerstart ist Mitte 2014.

Computerdesign: Reichel CarDesign (5); Jean-Francois Hubert (4); De Lusi (1)
Tolle News aus England: Range Rover plant eine smarte City-Kurzversion des Erfolgsmodells Evoque, das in Deutschland von Januar bis Mai immerhin 2579 Käufer fand. Der Kleine – gut 4,15 Meter lang und keine 1,60 Meter hoch – bekommt natürlich einen eigenen Namen. Er basiert auf einer verkürzten und rundum überarbeiteten Plattform des Evoque und soll 2016 vorgestellt werden. Es dürfte ihn wahlweise mit Front- und Allradantrieb sowie als Drei- und Fünftürer geben. Motorisch könnte ein neuer kleiner Turbobenziner auftauchen (unter zwei Liter Hubraum), auch an eine Plugin-Hybridversion ist gedacht. Optisch spielt der Brite, der gegen den Mini Countryman antritt, den wilden Feger mit viel Schärfe und schön abfallender Coupélinie.

 

Neue technische Brüder: Fiat 500X und Jeep Jeepster

Auch die Italiener tanzen auf der SUV-Hochzeit der Neuheiten mit. Zuerst zum Kleinen: Fiat plant für Herbst 2014 ein SUV auf Basis des Mini-Vans 500L. Der mit rund 4,15 Metern handliche Stadt-Land-Hochsitzer trägt den Arbeitstitel 500X, knüpft vom Design her an die Knuddeligkeit der 500er Limousine an, soll aber Platz für fünf und einen ordentlichen Kofferraum offerieren. Motorisch kann er im Programm des 500L wildern – Benziner mit 95 und 105 PS, Turbodiesel mit 85, 105 und sogar 160 PS (Abarth-Version). Die Rivalen: Opel Mokka, Chevrolet Trax, Renault Captur und Peugeot 2008.

Alfa Romeo wiederum startet 2015 mit dem ersten SUV der Marke vom Format her üppiger. Der sportlich gestylte Italiener wird rund 4,62 Meter lang, er nutzt Alfas C US-Wide-Plattform und Technik des neuen Cherokee von der Fiat-Konzerntochter Jeep. Die Motoren: unter anderem Turbobenziner mit 120 und 170 PS sowie ein 2,4-Liter mit 184 PS. Die Zweiliter-Diesel dürften mit 120 und 170 PS kommen, später wäre auch ein Plug-in-Hybrid möglich. Der Einstiegspreis? Etwa 30.000 Euro. Natürlich hat Jeep auch selbst etwas in petto. Die amerikanische Marke der Offroad-Klassiker bringt uns schon im zweiten Halbjahr 2014 ein voll citypraktikables Modell – den kleinen Jeepster, der seinem avisierten Namen von einem kleinen Offroader hat, der bei Jeep (Willys-Overland) ab 1948 gebaut wurde.

Der neue Baby-Jeep, rund 4,15 m lang, ist – Sie ahnen es – technisch der Bruder des Fiat 500X und wird im italienischen Melfi gebaut. Er kommt mit Front- und mit Allradantrieb (Technik vom Panda 4x4) und soll im Gelände auf alle Fälle mehr können als der 500X – sogar eine Rubicon Trail-taugliche Version (härteste US-Offroadstrecke) soll es geben. Motorisch dürfte als Basis Fiats TwinAir-Zweizylinder mit 105 PS auftauchen, dito der 1,6-Liter-Diesel mit 105 und 120 PS.

Computerdesign: Reichel CarDesign (5); Jean-Francois Hubert (4); De Lusi (1)

Wolfgang Eschment

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