Supersportwagen Lexus LFA Weißer Renner

21.10.2009

Lexus, bekannt für luxuriöse Limousinen, baut stellt seinen Supersportwagen vor. Der LFA ist 560 PS stark und 325 km/h schnell. Eines der handgefertigten 500 Exemplare kostet 375.000 Euro

Das Projekt LFA begann ganz klassisch mit einem weißen Blatt Papier, das man sich heute eher als leeren Computerbildschirm vorstellen muss. Zehn Jahre beschäftigen sich laut Toyota handverlesene Ingenieure mit dem Projekt. Zwei Mal, 2008 und 2009, wurden Prototypen in das Getümmel des 24h-Rennens am Nürburgring geschickt.

Eine lange Vorlaufzeit, „mit dem Ziel, ein einzigartiges Fahrerlebnis zu vermitteln“, sagt Tanahashi-san, Chefingenieur der LFA-Entwicklung.

Herausgekommen sind dabei eine Karosserie aus karbonfaserverstärktem Kunststoff und ein 4,8 Liter großer V10-Saugmotor, der so schnell hochdrehen soll wie kein anderer Serienmotor. In sechs Zehntelsekunden jagt die Kurbelwelle von Standgas bis zur Maximaldrehzahl, die bei 9000 Touren liegt. Ein analoges Anzeigeinstrument kommt da laut Lexus nicht mehr hinterher, darum ist ein digitaler Drehzahlmesser eingebaut. In dessen Zentrum wird die Geschwindigkeit angezeigt, relevante Anzeigen sind drumherum positioniert.

Die Drehfreude des Motors verwaltet der Fahrer mittels Schaltwippen am Lenkrad. Mit der rechten geht es hinauf, links geht es einen Gang zurück. Die Technik meldet sich beim Schalten mit unterschiedlichen Widerständen: Beim Zug an der rechten Schaltwippe geht es leichter, das Herunterschalten benötigt etwas mehr Kraft.

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Statt der Lexus-Attribute Ruhe und Komfort war den Ingenieuren kompromisslose Höchstleistung wichtig. Darum ist der Motor hinter der Vorderachse eingebaut, das Getriebe ist nach dem Transaxle-Prinzip an der  Hinterachse montiert. Batterie und Waschwasserbehälter tragen mit ihrer Position in der Nähe der Hinterachse zur Gewichtsverteilung von 48 zu 52 Prozent (vorne/hinten) bei.

Leer wiegt der LFA 1480 Kilogramm. Dafür griffen die Ingenieure beherzt zu Leichtbaumaterialien. Die Karosserie besteht aus einem bei Lexus entwickelten, karbonfaserverstärkten Kunststoff. Aus Karbon sind die Bremsen. Motor und Getriebe sind zu großen Teilen aus Aluminium, Titan und Magnesium gefertigt. Hohle Aluminium-Radträger und Leichtmetall-Stoßdämpfer senken das Gewicht der ungefederten Massen. „Wir sind bis an die Grenzen des Möglichen gegangen. Ich bin davon überzeugt, dass wir eines der fahrdynamisch besten Fahrzeuge der Gegenwart entwickelt haben“, erklärt Chefingenieur Tanahashi-san.

In 3,7 Sekunden beschleunigt der LFA von null auf 100 km/h – das ist identisch mit dem Beschleunigungswert des neuen Porsche Turbo. In der Höchstgeschwindigkeit misst sich der LFA mit einem Lamborghini Gallardo oder dem neuen Ferrari 458 Italia. In der Exklusivität finden sich jedoch nur wenige Vorbilder. Und so leicht wie der Lexus sind weder der Porsche noch der Lamborghini. Beide wiegen jeweils 50 bis 100 Kilo mehr.

Pro Monat will Lexus 20 handgefertigte LFA bis das Limit von 500 Exemplaren erreicht ist. Jeder Motor wird von einem Ingenieur zusammengesetzt und signiert. Der LFA kostet in Deutschland 375.000 Euro. Inklusive Festplatten-Navigation, einem Soundsystem von Mark Levinson und Klimaautomatik.
Andreas Of

AUTO ZEITUNG

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