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Supersportwagen

Profi-Sportler

Die beiden Ausnahme-Athleten Porsche 911 GT2 und Corvette Z06 markieren das obere Ende der alltagstauglichen Supersportwagen. Ausgelegt auf maximale Performance und getrieben von deutlich über 500 PS, gieren sie nach Exkursen auf der Rundstrecke. Start frei

Beide Autos gelten als Ikonen in der Sportwagenwelt. Nicht nur, weil sie schon seit Ewigkeiten gebaut und immer weiter perfektioniert werden, sondern auch deshalb, weil sich beide ihre eigenständigen Konzepte bewahrt haben. So bollert im Motorraum der Corvette ein sieben Liter großer V8 mit nur einer zentralen – untenliegenden – Nockenwelle. Querblattfedern an Vorder- und Hinterachse erinnern eher an Nutzfahrzeuge als an einen rassigen Sportler. Und der Porsche hält eisern am Heckmotorkonzept fest, das ihm eine Gewichtsverteilung beschert, die von Kritikern als schlichtweg unfahrbar eingestuft wird. Auch sein Boxermotor an sich gilt als exotische Lösung. Doch gerade diese unorthodoxen Zutaten nähren die ungebrochene Faszination, die beiden Extremisten zu eigen ist.

Aber sind die beiden Nonkonformisten noch auf der Höhe der Zeit? Ist der Mehrpreis von rund 100000 Euro für den Porsche zu rechtfertigen? Und vor allem: Welcher Wagen ist der bessere Sportler?

Karosserie

Klären wir zunächst einmal die nüchternen Aspekte wie Raumangebot und Bedienbarkeit. Beide Sportler sind reine Zweisitzer. Die Formgebung der Karosserien schüren das Feuer der Leidenschaft, sind aber schlichtweg unübersichtlich – besonders die ultra-breite Corvette. Außerdem verlangt der Ami nach einigen funktionalen Kompromissen: So muss zum korrekten Verriegeln stets der Rückwärtsgang eingelegt sein, die Lenkradeinstellung in zwei Ebenen erfolgt sowohl mechanisch über einen Hebel (Höhe, links unterm Lenkrad) als auch elektrisch über eine kleine Taste (axial, rechts unterm Lenkrad), und das Öffnen der Türen von innen per Tastendruck ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Dafür protzt das fette Heck der Z06 mit einem respektablen Stauvermögen: 400 bis 634 Liter passen in das flache Abteil unter der Glashutze. Zwei Hartschalenkoffer finden dort nebeneinander Platz. Allerdings ist die Abtrennung zum Innenraum mangelhaft, wodurch Gepäckstücke bei harschen Bremsmanövern entweder gegen die Rückenlehnen der Sportsitze schlagen oder sogar nach vorn durchrauschen und sich im ungünstigsten Fall unter den Pedalen wieder finden.

Der Porsche-Fahrer verstaut sein Gepäck ordentlich unter der vorderen Haube. Das Volumen von 105 Litern ist jedoch nicht gerade üppig. Wer auf Koffer verzichtet und zu Reisetaschen greift, kann jedoch in den Nischen im Fond etliche Utensilien unterbringen.

Während sich die beiden Kontrahenten bei der Sicherheitsausstattung auf einem vergleichbaren Niveau bewegen, fördert der Vergleich der Verarbeitungsgüte eklatante Unterschiede an den Tag: Die Kunststoffe im Corvette-Innenraum wirken deutlich billiger als jene im Porsche, wo sie zudem penibler eingepasst sind. Wichtiger ist jedoch, dass die GT2-Karosserie extrem verwindungssteif ausfällt, während der Z06-Aufbau trotz exotischer Werkstoffe wie Magnesium, Aluminium, Karbon, glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) sowie Balsaholz (im Kern des Mitteltunnels) stärkere Verwindungen zeigt.

KarosserieMax. PunktePorsche 911 GT2Corvette Z06
Raumangebot vorn1006061
Raumangebot hinten100--
Übersichtlichkeit704134
Bedienung/ Funktion1008070
Kofferraumvolumen100-29
Variabilität100--
Zuladung/ Anhängelast8094
Sicherheit1506060
Qualität/ Verarbeitung200191161
Kapitelbewertung1000441419
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche 911 GT2

PS/KW 530/390

0-100 km/h in 3.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 329 km/h

Preis 189.496,00 €

Corvette Z06

PS/KW 513/377

0-100 km/h in 4.40s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 320 km/h

Preis 86.150,00 €