Subaru WRX STI 2014: Fahrbericht der Power-Limousine Dem Ruf treu geblieben

08.05.2014

Mit technischen Verbesserungen im Detail schickt Subaru ab Mai die fünfte Generation der Power-Limo WRX STI ins Rennen. Optisch bleibt sie ein Haudrauf alter Schule. Fahrbericht

Dicke Backen, ein Heckflügel im Airbus A 380-Format, dazu goldfarbene Alu-Räder im Speichenlook – dieses Auftreten würde man keinem anderen Auto verzeihen, doch der Subaru WRX STI hat es mit dieser Optik zum Kult-Sportler gebracht. Jetzt tritt schon die fünfte Generation des Allradlers an. Dabei haben die Ingenieure vor allem Details verändert – die gravierendsten Neuerungen gab es beim Preis: Der Subaru WRX ist ab Mitte Mai schon für 41.900 Euro zu haben, 7500 Euro weniger als für das Vorgängermodell. Damit liegt die europäische Konkurrenz à la VW Golf R oder Audi S3 auch preislich auf Schlagdistanz zur Power-Limousine aus Fernost.

 

Subaru WRX STI 2014: Ernstzunehmender Sportler mit 300 PS

Außer beim Preis ist sich der Subaru in vieler Hinsicht treu geblieben: Boxer-Turbo mit vier Zylindern und 300 PS, Brembo-Bremsanlage, permanenter Allradantrieb  mit  drei  Differenzialsperren, wobei sich die Kraftverteilung der mittleren Sperre auf Wunsch manuell einstellen lässt oder automatisch geregelt wird.

Dazu  kommen viele Detailverbesserungen. Hier nur die wichtigsten: um 2,5 Zentimeter verlängerter Radstand für besseren Geradeauslauf, sportlichere Leistungscharakteristik des Motors, mehr hochfeste Stähle für optimierte Steifigkeit und niedrigeres Gewicht. Besondere Mühe verwendeten die Techniker auf die Abstimmung der Lenkung, die jetzt direkter anspricht. Das  Fahrwerk des Allradlers  wurde ebenfalls modifiziert und soll nun die Kraft besonders an der Hinterachse besser auf die Straße bringen.

Schon auf den ersten Metern im neuen Sportler wird aber klar: Der Subaru WRX STI ist immer noch von altem Schrot und Korn. Wer den Motor mit hohen Drehzahlen bei Laune hält, kann sich auf Rennstrecken, einsamen Landstraßen oder Autobahnen geradezu katapultartig fortbewegen. Die rote Nadel des Drehzahlmessers jagt wie von einer Feder getrieben in den roten Bereich. Die Geräuschkulisse ist dabei nicht  übertrieben aufdringlich. Das machen andere mittlerweile mit mehr Krawall. Probleme bei der Beschleunigungsorgie bereitet nur die knorpelige Schaltung mit recht langen Wegen, die schnelle Gangwechsel behindert.

Das Lenkrad liegt schön knackig in der Hand. Über die unterschiedlichen Modi des Intelligent Drive Systems lässt sich das Ansprechverhalten der Lenkung genauso variieren wie das des Motors oder die Kennlinie des Gaspedals. Und so sind kurvige Strecken das Lieblingsterrain des Japaners. Aber auch der Geradeauslauf hat sich wie versprochen verbessert, und der Federungskomfort ist durchaus erträglich – eine Sänfte ist der WRX STI aber immer noch nicht.

Ein Leichtgewicht ebenfalls nicht: In schnellen Kurven schiebt der Subaru spürbar nach außen. Im sauber verarbeiteten Innenraum bleibt es beim Materialmix aus genarbten Kunststoffen, Alu, Karbon, Leder und billig wirkendem Hartplastik – auch das gehört zum Kult um den WRX STI. Die optionalen Ledersportsitze mit roten Ziernähten bieten ausreichenden Seitenhalt, sind auf Dauer aber nicht sehr bequem. Dafür ist das Platzangebot gut, und auch die Hinterbänkler fühlen sich nicht stiefmütterlich behandelt. Der Kofferraum schluckt mit 460 Liter Volumen auch das Urlaubsgepäck. Fehlen derzeit zum Glück nur noch die typischen goldenen Alu-Felgen. Keine Angst, die sollen bald als Zubehör erhältlich sein.

Unser Fazit

Auch der neue WRX STI bleibt seinem Ruf als erstzunehmender Sportler treu. Optimierungen im Detail haben den Komfort und das Fahrverhalten verbessert, der Preis ist jetzt angemessen.

Klaus Uckrow

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