Subaru Levorg 1.6 DIT GT-S: Legacy-Nachfolger im Fahrbericht Sportlich und praktisch

29.03.2015

Der Sportkombi Subaru Levorg 1.6 DIT GT-S löst im September in Deutschland den Legacy ab. Wir fühlten dem Praktiker mit 170 Boxer-PS im ersten Fahrbericht auf den Zahn

er japanische Konzern Fuji Heavy Industries hat als Flugzeughersteller angefangen und produziert heute alles, was man zur Fortbewegung benötigt – vom Motorroller bis zur Lokomotive. Und natürlich Autos,  die weltweit unter dem Markennamen Subaru angeboten werden. Im vergangenen Jahr konnte Su-baru mehr als 800.000 Autos verkaufen. Die Markenzeichen: Boxermotor und Allradantrieb. Doch die Marke hat auch sportliche Gene, wie Siege bei der Rallye-WM und 1990 sogar ein Start in der Formel 1 beweisen. Der 300 PS starke WRX STI oder der kleine Sportler BRZ stehen heute für die Sportabteilung von Subaru.

 

Subaru Levorg: Legacy-Nachfolger im Fahrbericht

Und die bekommt ab Herbst ein neues Mitglied: den Sportkombi Levorg, der in Europa den Mittelklässler Legacy ablöst. Zwar ist der neue Levorg, der in Japan schon letztes Jahr auf den Markt kam, mit 4,69 Metern zehn Zentimeter kürzer als der Legacy Kombi, sein Platzangebot soll jedoch mindestens genauso gut sein. Das minimale Gepäckraumvolumen von 522 Liter liegt jedenfalls auf dem Niveau des Legacy. Und auch das subjektive Gefühl bestätigt die Angaben des Herstellers: Vorn wie hinten sitzt man gut, Kopf- und Beinfreiheit erlauben auch großgewachsenen Passagieren bequemes Reisen.

Bei einer ersten Ausfahrt in 
Japan stand uns ein rechtsgelenkter Levorg in der Topausstattung GT-S zur Verfügung, der im Unterschied zur GT-Version mit straffen, aber bequemen Sportsitzen ausgestattet ist. Die genauen Spezifikationen und Ausstattungsdetails für den deutschen und europäischen Markt stehen übrigens noch nicht fest.

Das Cockpit des neuen Sport-kombis wirkt moderner und hochwertiger als das des Legacy. Hartplastikflächen wurden hier durch geschäumte Kunststoffe ersetzt, der große, zentrale Touchscreen bietet eine moderne Menüführung und verzichtet bei der Anzeige der Navigationskarten auf Bonbon-Farben.

Die Lenkung gibt sich – wie im gerade überarbeiteten Forester und im neuen Outback – viel präziser ohne die leicht schwammige Anmutung in der Mittellage. Die Bedienung ist unkompliziert. Ab 2016 ist der Levorg optional auch mit dem von Subaru entwickelten EyeSight-Kamerasystem bestellbar, das etwa Spurhalte- und Notbremsassistenten sowie einen adaptiven Tempomaten beinhaltet.

Zum Start kann man den Levorg in Europa ausschließlich mit dem neu entwickelten, 1,6 Liter großen Boxerturbo mit Direkteinspritzung bestellen, der 170 PS leistet. Ob der ebenfalls neue Zwei-Liter-Turbo mit 300 PS später auch den Weg aus Japan nach Europa findet, ist noch nicht entschieden. Der 1,6-Liter-Motor erweist sich bereits als sehr agil, sein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern steht schon ab 1800 Umdrehungen zur Verfügung.

Der Levorg wird nur mit einem stufenlosen CVT-Getriebe angeboten, das das Temperament der Boxerturbos etwas zügelt. Dank überarbeiteter Software agiert diese Lineartronic aber schneller als bisher. Das Fahrverhalten des Allradlers ist gutmütig und sicher, in schnell gefahren Kurven untersteuert der Subaru nur ganz leicht. Die Federung des japanischen Modells wirkt straff, aber nicht unkomfortabel, allerdings bot sich uns auf der abgesperrten Teststrecke ohne Schlaglöcher und Rillen keine Gelegenheit, ein klares Urteil zu fällen. Auch die Preise für Deutschland stehen noch nicht fest, sie dürften aber bei gut 32.000 Euro beginnen.

Unser Fazit

Bei der ersten Ausfahrt macht der neue Subaru Levorg einen guten Eindruck. Ans CVT-Getriebe muss man sich aber erst gewöhnen.

Klaus Uckrow

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