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Starke Kompakte mit Diesel

Das reine Vergnügen

Wenn es um die reine Leistung geht, sprintet der VW Golf mit dem neuen, 170 PS starken TDI-Motor an die Spitze der kompakten Kraft-Diesel. Reicht sein Spar- und Spaßpotenzial, um die Konkurrenz aus München und Rüsselsheim abzuhängen? Schließlich gibt es ja noch andere kaufentscheidende Disziplinen

Seit Jahren steht das Kürzel TDI im VW-Konzern für Turbodiesel-Direkteinspritzung. Und die bietet spontanen Antritt und sattes Drehmoment bei geringem Diesel-Durst. Mittelfristig kehren die Wolfsburger bei den Vierzylindermotoren jedoch der derzeit aktuellen Pumpe-Düse-Einspritzung den Rücken und setzen bei der Kraftstoffversorgung auf Common-Rail-Einspritzsysteme, die mehr Laufkultur und Geräuschkomfort versprechen. So dürfte der nun stärkste Vierzylinder-TDI mit 170 PS zugleich Höhe- und Schlusspunkt dieser Entwicklung sein. Umso spannender ist die Frage, wie sich der Golf im Vergleich mit seinen Rivalen von Opel und BMW schlägt. Die setzen schon länger auf Common-Rail-Diesel, haben mit 150 beziehungsweise 163 PS aber weniger Leistung.

Karosserie

Das beste Raumgefühl und die höchste Bedienfreundlichkeit vermittelt der hochwertig wirkende Golf, gefolgt vom Opel, während der BMW mit eng geschnittenem Cockpit eher sportliche Naturen anlockt. Für längere Fahrten mit mehr als zwei Passagieren ist der 1er mit seiner geringen Kniefreiheit im Fond ohnehin nur bedingt geeignet. Astra und Golf bieten hier deutlich mehr. Gut: Durch die flache Motorhaube kann man beim BMW das vordere Fahrzeug-Ende besser abschätzen als beim Dauerbrenner aus Wolfsburg. Hier vereitelt die untere Leiste des Windschutzscheibenrahmens eine bessere Sicht auf die ohnehin steiler abfallende Motorhaube. Etwas besser kann der Astra-Fahrer die Konturen seines Wagens überblicken. Alle drei glänzen mit hoher Variabilität, alle haben asymmetrisch geteilt umlegbare Rücksitzlehnen (bei Opel gegen 180 Euro Aufpreis dreigeteilt). Der BMW bietet bei umgeklappter Rücksitzlehne eine ebene, jedoch ansteigende Ladefläche, die den Transport sperriger Güter etwas einschränkt. Golf- und Astra-Besitzer müssen hier zudem mit einer Stufe im Ladeboden leben, können sich andererseits aber über deutlich größere Laderaum-Volumina und praxisgerechte Zuladungswerte freuen. Ein Punkt, bei dem der BMW überraschend versagt, erreicht er doch sein zulässiges Gesamtgewicht schon mit vier kräftigen Personen an Bord. Dafür bietet der Bayer als einziger serienmäßig Runflat-Reifen. VW hat die Pneus mit Notlaufeigenschaften noch nicht im Angebot, während Opel sie wenigstens optional anbietet (300 Euro). Dafür lässt sich einzig der VW mit Seiten-Airbags im Fond ausrüsten, verzichtet aber im Gegensatz zur Konkurrenz auf optionales Kurvenlicht. Und: Im Alltag lässt sich das Navigationssystem des VW intuitiver bedienen als die Systeme von Opel und BMW.

KarosserieMax. PunkteVW Golf GT TDIOpel Astra 1.9 CDTIBMW 120 d
Raumangebot vorn100656156
Raumangebot hinten100565447
Übersichtlichkeit100525657
Bedienung/ Funktion100908282
Kofferraumvolumen100505345
Variabilität70232523
Zuladung/ Anhängelast80383523
Sicherheit150101100101
Qualität/ Verarbeitung200185183183
Kapitelbewertung1000660649617
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Golf GT TDI

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 7.80s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 220 km/h

Preis 25.675,00 €

Opel Astra 1.9 CDTI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 8.70s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 208 km/h

Preis 22.575,00 €

BMW 120 d

PS/KW 163/120

0-100 km/h in 8.40s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 220 km/h

Preis 26.280,00 €