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Kleinwagen: Fiat Panda und Kia Picanto im Vergleichstest

Stadt-Piraten

Fahrkomfort

Beide Kleinwagen bieten Sitzgelegenheiten mit angenehm straffen Polstern. Der Panda kann allerdings auf den Vordersitzen mit deutlich besserem Seitenhalt punkten als der Picanto. In Sachen Ergonomie sind Hebel und Schalter meist dort, wo sie hingehören. Allerdings gibt es für die Verstellung der Außenspiegel bessere Plätze als auf der Mittelkonsole (Fiat), und auch die Tasten für die Sitzheizung hätte man griffgünstiger platzieren können als vorne auf dem Mitteltunnel (Kia). Beiden fehlt indes eine längsseitige Lenkradverstellung, beim Kia darüber hinaus auch noch eine Sitzhöhenverstellung für den Fahrer. Was den Komfort angeht, vermag der Italiener den Koreaner deutlich zu deklassieren. Mit einer überaus schluckfreudigen Federung bügelt er auch die übelsten Asphaltpisten immerhin so glatt, dass die Insassen von größeren Belästigungen verschont bleiben. Der spürbar straffer abgestimmte Kia hoppelt dagegen wenig souverän über Bodenwellen, Fahrbahnabsätze oder Schlaglöcher, begleitet von Poltergeräuschen aus dem Fahrwerk. Auch beladen reicht er nicht an den Fiat heran.

FahrkomfortMax. PunkteKia Picanto 1.1Fiat Panda 1.2 8V
Sitzkomfort vorn1506872
Sitzkomfort hinten1003532
Ergonomie1508484
Innengeräusche502030
Geräuscheindruck1004045
Klimatisierung501822
Federung leer2007086
Federung beladen2005358
Kapitelbewertung1000388429
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Motor & Getriebe

Während im Italo-Mini ein 60 PS starkes 1,2-Liter-Aggregat aus der Fire-Familie arbeitet, muss sich der Kia mit 100 Kubikzentimetern weniger begnügen, leistet dafür aber fünf PS mehr. In der Praxis fährt er dem Fiat regelrecht davon: Den Sprint von Null auf 100 km/h schafft er in 13,9 Sekunden, während sich der Panda für diese Übung 1,4 Sekunden mehr Zeit lässt - nicht zuletzt wegen des um 60 Kilogramm höheren Gewichts. In der Höchstgeschwindigkeit liegt das Duo fast gleichauf (Fiat 155 km/h, Kia 154 km/h). In punkto Leistungsentfaltung wirkt der Italiener allerdings bei niedrigen Drehzahlen relativ schlapp. Der Kia setzt sich spritziger in Szene. Auch dank des gut abgestuften Getriebes, das sich präziser schalten lässt als jenes des Italieners, wirkt er antriebsseitig ein gutes Stück munterer als sein Konkurrent. Erfreulich, dass dieses Plus nicht durch höheren Verbrauch erkauft werden muss. Im Gegenteil: 6,3 Liter Normalbenzin sind ein knapper Dreiviertelliter weniger als beim Fiat, der zudem das teurere Super verlangt. Ungeachtet dessen können beide Aggregate nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr bevorzugtes Revier Kurz- und Mittelstrecken sind. Auf der Autobahn stoßen sie dagegen schnell an ihre Grenzen. So zwingen Autobahnsteigungen regelmäßig zum Zurückschalten. Und Versuche, Kleintransporter zu überholen, die von kräftigen Turbodieseln befeuert werden, verlaufen nicht immer erfolgreich.

Motor und getriebeMax. PunkteKia Picanto 1.1Fiat Panda 1.2 8V
Beschleunigung2009682
Elastizität0--
Höchstgeschwindigkeit2002425
Getriebeabstufung1007571
Kraftentfaltung501515
Laufkultur1005754
Verbrauch200177170
Reichweite501815
Kapitelbewertung900462432
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Kia Picanto 1.1

PS/KW 65/48

0-100 km/h in 13.90s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 154 km/h

Preis 8.700,00 €

Fiat Panda 1.2 8V

PS/KW 60/44

0-100 km/h in 15.30s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 155 km/h

Preis 9.450,00 €