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Kleinwagen: Fiat Panda und Kia Picanto im Vergleichstest

Stadt-Piraten

Für die Parkplatzräuberei im Straßenmeer der Großstadt sind sie wie geschaffen: der gut 3,50 Meter kurze Fiat Panda und sein neuer Herausforderer, der noch kürzere Kia Picanto. Die einstiegspreise unter 10000 Euro klingen verlockend. Aber liegt in der Kürze wirklich die Würze? Dieser Testvergleich liefert die Anwort

Weil der Trend auf dem Automarkt zu immer größeren, schnelleren und teureren Modellen geht, geraten Kleinwagen leicht aus dem Blickfeld: Sie bieten kaum Superlative, aber dafür eine hohe Alltagstauglichkeit und günstige Kosten. Doch in jüngster Zeit tut sich im Markt der Minis einiges, vor allem bei koreanischen Herstellern wie Kia: In Asien, wo die Mobilitätsbedürfnisse groß, die Verkehrsflächen aber klein sind, zählen Kleinwagen zu den bevorzugten Transportmitteln. Mit dem neuen Picanto schicken sich die Koreaner an, in diesem Segment verstärkt zu räubern und dürften damit auch bei uns gute Chancen haben. Fiats Panda avancierte in Europa schon in den 80ern zur "tollen Kiste". Nun ist das einstige Minimal-Mobil wieder da - als Vollwert-Auto. Grund genug also, zu prüfen, wer im Duell der Stadtpiraten den Sieg davonträgt.

Karosserie

In beiden Karosserien fühlen sich vier Erwachsene passabel untergebracht, wenngleich die Ellbogenfreiheit vorne wie hinten nicht allzu üppig ausfällt. In Sachen Variabilität wartet der Fiat mit verschiebbarer Rückbank auf, die mit umgeklappter Lehne zwischen 206 und 860 Liter Ladevolumen freigibt (Kia: 127 bis 868 Liter). Jedoch bleibt die Nutzbarkeit des Panda-Kofferabteils eingeschränkt, da die Zuladung mit 305 Kilogramm recht spartanisch ausfällt. Der Koreaner bietet 105 Kilo mehr. Zudem lässt sich beim Kia nicht nur die Lehne, sondern auch die Sitzbank umklappen. Bei der Bedienung findet man sich in beiden Autos auf Anhieb zurecht. Eine Rüge verdient jedoch, dass sie nicht über einen Einklemmschutz an den Fensterhebern verfügen. Hier riskieren nicht nur Kinderfinger schwere Quetschungen. Positiv wirkt die Materialauswahl und Verarbeitung der beiden Kontrahenten, der gemessen an der Anmutung früherer Billigmobile nichts Ärmliches mehr anhaftet. Das Kia-Armaturenbrett könnte freilich etwas mehr gestalterischen Pfiff vertragen. Federn lässt der Asiate auch bei der Sicherheitsausstattung, die nur ABS, Front- und Seitenairbags sowie Kindersitzhalterungen (Isofix) beinhaltet. ESP oder Kopfairbags stehen nicht mal in der Aufpreisliste. Diese Extras bietet der Panda wenigstens optional (ESP: 500 Euro, Kopfairbags: 200 Euro).

KarosserieMax. PunkteKia Picanto 1.1Fiat Panda 1.2 8V
Raumangebot vorn1003740
Raumangebot hinten1003028
Übersichtlichkeit1006871
Bedienung/ Funktion1007473
Kofferraumvolumen1001827
Variabilität703020
Zuladung/ Anhängelast802115
Sicherheit1503358
Qualität/ Verarbeitung200115115
Kapitelbewertung1000426447
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Kia Picanto 1.1

PS/KW 65/48

0-100 km/h in 13.90s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 154 km/h

Preis 8.700,00 €

Fiat Panda 1.2 8V

PS/KW 60/44

0-100 km/h in 15.30s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 155 km/h

Preis 9.450,00 €