Ssangyong XLV (2016): Preis (Update) Ssangyong XLV ab 16.990 Euro

01.12.2016

Zum Preis ab 16.990 Euro bringen die Koreaner den Ssangyong XLV (2016) auf den Markt. Mit dem Nachfolger des Tivoli möchte der Hersteller seinen Absatz deutlich steigern und neue Kunden gewinnen. Die Crashtest-Wertung fällt jedoch eher dürftig aus.

Mit dem Ssangyong XLV (2016) schaltet der koreanische Hersteller auf Angriff und verfolgt ambitionierte Ziele. Zu einem Preis ab 16.990 Euro soll der XLV als Nachfolger des Tivoli zu den gut 200 deutschen Händlern kommen – wann genau ist jedoch noch nicht bekannt. Nachdem Ssangyong im letzten Jahr bei uns rund 2.700 Autos verkauft hat, will der kleinste der drei Koreaner in Deutschland seinen Absatz 2016 auf rund 4.000 Fahrzeuge steigern. Im Vergleich zum Vorgänger streckt sich der Ssangyong XLV (2016) um gut 20 Zentimeter in die Länge auf insgesamt 4,44 Meter. Unter der Haube ändert sich jedoch nichts, auch den großen Bruder gibt es mit zwei 1,6-Liter-Motoren: Einem 128 PS starken Benziner oder einem Diesel mit 115 PS. Beide Triebwerke kombiniert der Ssangyong XLV (2016) auf Wunsch mit Allradantrieb und mit einer sechsstufigen Automatik. So steigt der Preis dann zwar schon auf mindestens 23.490 Euro, dafür fährt man dann auch wunderbar gelassen und entspannt, genießt bei immerhin 300 Newtonmetern Drehmoment eine gewisse Souveränität und drängt mit bis zu 174 km/h über die linke Spur. Die Sportstellung für das Getriebe und die drei unterschiedlichen Level für die Servolenkung allerdings wirken angesichts dieser Eckdaten ein bisschen übertrieben. Mehr Lenkunterstützung beim Rangieren schön und gut – aber ein eigenes Dynamik-Programm wäre nun wirklich nicht nötig gewesen.

 

Preis des Ssangyong XLV startet bei 16.990 Euro

Während der Ssangyong XLV (2016) außen gegenüber dem charmanten Tivoli ein bisschen verliert, weil vor allem das gestreckte Heck arg glatt wirkt und seinen speziellen Charakter einbüßt, gibt es innen außer den Platzverhältnissen keinen Unterschied. Statt knappen 420 fasst der etwas zerklüftete Kofferraum jetzt stolze 720 Liter – und da ist die umklappbare Rückbank noch nicht mitgerechnet. So wird aus dem Gegner des Opel Mokka ein veritabler Konkurrent des VW Tiguan und zugleich ein alltagstaugliches Familienauto. Mit den roten Knöpfen in den Konsolen und den frischen Farben im Cockpit treibt es der Ssangyong XLV (2016) für einen Koreaner einerseits ungewöhnlich bunt, zeigt aber andererseits mit harten Kunststoffen, manchen scharfen Kanten und den Gummibändern an den Rücklehnen der Vordersitze, dass Rot auch die bevorzugte Farbe im Stift der Controller war. Immerhin haben die Koreaner aber ein paar Mittel für moderne Assistenzsysteme wie Spurführungshilfe und Abstandsradar freigegeben. Mehr zum Thema: Ssangyong Tivoli im Test

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Mit XLV verfolgt Ssangyong ambitionierte Ziele

Zwar setzen die Koreaner große Hoffnungen den neuen Ssangyong XLV (2016) und kalkulieren aktuell mit einem ganz ähnlichen Verkaufsanteil. Doch ganz alleine soll dieses Duo den weiteren Aufbau der Marke nicht stemmen. Verstärkung ist bereits in Sicht. Im nächsten Jahr kommt ein neuer Rexton und in Seoul legen sie bereits Hand an die nächste Generation des Korando. Diese Autos werden die Koreaner allerdings auch brauchen, wenn sie ihre ambitionierten Ziele erreichen wollen. Denn nicht nur in Deutschland hat Ssangyong viel vor, sondern auch in der Welt: Von aktuell rund 150 000 will die Marke in den nächsten Jahren auf 250 000 Fahrzeuge wachsen.

Crashtest-Ergebnis: Im Euro-NCAP-Crashtest zeigt der Ssangyong XLV (2016) deutliche Schwächen. Das Sicherheitspaket bringt ihm jedoch mit vier Sternen eine etwas bessere Gesamtwertung ein, als die Standardversion (drei Sterne). Besonders schwere Verletzungen drohen hier sowohl Erwachsenen als auch Kinder bei Frontalcrashs. Gerade die Plätze auf der Rückbank sind nicht als besonders sicher einzustufen. Bei den erwachsenen Insassen erreichte der XLV insgesamt 82 Prozent (Sicherheitspaket) bzw. 74 Prozent der Punkte. Die Kindersicherheit erlangt in beiden Fällen 55 Prozent. Auch Fußgänger sind bei einem Crash nur mäßig geschützt, sodass die Wertung mit 65 Prozent (sicherheitspaket) bzw. 55 Prozent eher mäßig ausfällt. Auch wenn der Notbremsassistent von Euro NCAP gut bewertet wird bekommt der besser ausgestattete XLV nur 43 Prozent der möglichen Punkte. Die Basis-Version liegt bei 25 Prozent. Damit erlangt der SSangyong XLV die gleichen Ergebnisse wie sein Vorgänger Tivoli.

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