Fahrbericht SsangYong Tivoli: Kompakt-SUV aus Korea Alles gut?

29.05.2015

Fahrbericht: Kaum zu erwarten, dass SUV-Bestseller wie Opel Mokka, Nissan Juke oder Mini Countryman beim neuen SsangYong Tivoli der Schrecken in die Glieder fährt. Doch nicht nur dessen günstiger Preis macht richtig Laune

Bislang ist SsangYong in unserem Breiten allenfalls als Hersteller großer Allradler in Erscheinung getreten. Jetzt wagen sich die Koreaner an ein deutlich kleineres Fahrzeug und wollen die Klasse der trendigen Lifestyle-Crossover aufwühlen. Der 4,20 Meter lange SsangYong Tivoli trägt nicht nur einen einprägsamen Namen, sondern kann sich auch optisch sehen lassen. Kompakte Abmessungen, schmuckes Design und ein allemal kraftvoller Auftritt lassen ihn alles andere als ein Mauerblümchen in Großstadtdschungel sein.

 

Fahrbericht SsangYong Tivoli: Kompakt-SUV aus Korea

Der Tivoli fährt mit zwei 1,6 Liter großen Motoren, wahlweise mit Allrad- oder Frontantrieb kombiniert, zu uns. Der Kunde hat die Wahl zwischen Handschaltung oder Automatik mit jeweils sechs Gängen. So schmuck und kraftvoll sich das Äußere des Tivoli präsentiert, so blass offenbart er sich im Innenraum. Große, nicht unbedingt wertige Kunststoffflächen werden von einzelnen Akzenten mit Klavierlackoptik unterbrochen. Sonst ist alles übersichtlich, jedoch etwas lieblos. Und selbst mit der optionalen Lederausstattung wirkt der Citycrossover dezent, verbreitet jedoch wenig chic.

SsangYong hat bei den Ausstattungen in erster Linie Wert auf Funktionalität gelegt. Ähnlich wie bei der Konkurrenz aus Korea lässt sich die Servolenkung in drei Stufen variieren. Wirklich empfehlenswert ist allein der vergleichsweise direkte Sportmodus. In den Programmen "Normal" und "Komfort" wird es allzu weich und indirekt. Auch an der Geräuschdämmung sollte noch gearbeitet werden, denn weder Motor- noch Fahrgeräusche werden wirklich gut aus dem überraschend üppig dimensionierten Innenraum ausgesperrt. Das Platzangebot vorne passt und selbst hinten können nicht nur Kinder sitzen.

Der 1,6 Liter Saug-Benziner mit seinen 94 kW / 128 PS ist trotz überschaubarer 160 Nm Drehmoment bei 4.600 U/min überraschend flott und drehfreudig unterwegs. Das reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h. Sein Verbrauch liegt bei 6,4 bis 7,0 Litern Super. Nur optional zu bekommen: die sinnvolle Start-Stopp-Funktion. Wird mehr Drehmoment aus niedrigen Drehzahlen benötigt, ist der 1,6 Liter große Diesel die teurere, aber auch bessere Wahl. Er leistet zwar nur 84 kW / 115 PS, hat aber sein Drehmoment von 300 Nm bereits bei niedrigen 1.500 U/min anliegen und lässt Fahrer und Passagiere somit trotz über 1,4 Tonnen Leergewicht deutlich souveräner unterwegs ein. Dem Normverbrauch von 4,3 Litern Diesel inkl. Start-Stopp-Automatik steht eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h gegenüber. Deutlich besser schlagen sich die Modelle mit Sechsgang-Handschaltung, weil das Automatikgetriebe dem kleinen Hubraum und der überschaubaren Motorleistungen allen Elan nimmt. Zudem steigt der Normverbrauch um rund einen Liter.

Der SsangYong Tivoli ist insbesondere durch den exzellenten Einstiegspreis von erwarteten 15.490 Euro eine Alternative. Er ist nicht so sportlich wie ein Nissan Juke oder der Mini Countryman; aber geräumig und wertiger als ein Fiat 500 L. Die endgültige Preisliste liegt noch nicht vor, doch bei einer Basis von rund 15.500 Euro könnte die Allradversion bei unter 20.000 Euro liegen.

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