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Sportwagen

Ruhe vor dem Sturm

Fahrkomfort

Als Tribut an seine Alu-Bauweise verlangt der Vantage von seinen Passagieren, sein leises Achspoltern zu ignorieren. Das fällt jedoch schwer, weil der kultivierte V8 bei geschlossenen Fenstern akustisch sehr zurückhaltend agiert. Die Sitze erweisen sich als perfekte Reisepolster und bauen zudem ordentlich Seitenhalt auf. Die Federung arbeitet straff, aber gut. Dass es noch besser geht, demonstriert der Audi. Trotz Alu-Technik überträgt er keine Poltergeräusche aus dem Fahrwerk. Der unmittelbar hinter dem Fahrgastraum montierte V8 klingt zwar lauter, doch dafür sind die Sportsitze noch bequemer und gewähren noch mehr Seitenhalt. Auch das Fahrwerk ist noch schluckfreudiger. Fairerweise sei jedoch gesagt, dass unser Testwagen das optionale Magnetic Ride-System (adaptive Dämpfer, 1740 Euro) besaß. Die S-Modelle der Carrera-Palette verfügen zwar serienmäßig über PASM (aktive Dämpfer), erreichen aber auch in Normalstellung nicht den Abrollkomfort des Audi oder des Aston Martin. Zudem tönt der Boxermotor am lautesten, und die schmalen Sitze sind recht straff.

FahrkomfortMax. PunkteAudi R8 4.2 FSIPorsche 911 Carrera 4SAston Martin Vantage V8
Sitzkomfort vorn150140120129
Sitzkomfort hinten100-10-
Ergonomie150130128119
Innengeräusche507512
Geräuscheindruck100908889
Klimatisierung50363232
Federung leer200135110124
Federung beladen200135110124
Kapitelbewertung1000673603629
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Motor & Getriebe

Trotz des deutlichen Unterschieds hält der um 65 PS schwächere Porsche tapfer mit den Fahrleistungen des Audi mit. Den Standardsprint auf 100 km/h erledigt der heiser sägende Boxer nur 0,3 Sekunden langsamer, bis Tempo 200 fehlen ihm 1,7 Sekunden auf den R8, der zudem 13 km/h schneller läuft – 301 km/h. Dafür erfreut der Sechszylinder des Elfer mit einem Testverbrauch von 14,9 Litern je 100 Kilometer, während der Direkteinspritzer des R8 im Schnitt 16,5 Liter Super Plus verfeuert. Gut zu wissen, dass Audi ohne Aufpreis ein vergrößertes Tankvolumen (90 statt 75 Liter) offeriert. Der kürzer übersetzte Vantage liegt trotz 385 PS in den Fahrleistungen etwas zurück. Auf der Verbrauchsrunde ermittelten wir für ihn einen angemessenen Durchschnitt von 15,2 Litern. Der Aston Martin-Testwagen verfügte übrigens über das automatisierte Sechsganggetriebe namens Sportshift, das in Transaxle-Manier samt Differenzial – mit zehn bis 30 Prozent Sperrwirkung – an der Hinterachse angeflanscht ist. Es reagiert zwar blitzschnell und schließt Fehlbedienungen verlässlich aus, doch nervt es zuweilen mit etwas ruckeligen Schaltvorgängen. Die Porsche-Getriebebox lässt sich am knackigsten schalten, der Audi besticht mit offener Kulisse und höchst präzisen Gangwechseln.

Motor und getriebeMax. PunkteAudi R8 4.2 FSIPorsche 911 Carrera 4SAston Martin Vantage V8
Beschleunigung200190187181
Elastizität0---
Höchstgeschwindigkeit200171158150
Getriebeabstufung100989688
Kraftentfaltung50464843
Laufkultur100919396
Verbrauch2508110198
Reichweite25668
Kapitelbewertung925683689664
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi R8 4.2 FSI

PS/KW 420/309

0-100 km/h in 4.50s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 301 km/h

Preis 104.400,00 €

Porsche 911 Carrera 4S

PS/KW 355/261

0-100 km/h in 4.80s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 288 km/h

Preis 107.308,00 €

Aston Martin Vantage V8

PS/KW 385/283

0-100 km/h in 5.40s

Hinterrad, 6 Gang sequentiell

Spitze 280 km/h

Preis 115.400,00 €