Wiesmann vor Comeback: Neues Auto in Planung Wiesmann wieder mit BMW-Motor

von Alexander Koch 11.10.2017

Bald gibt es wieder einen Wiesmann mit Motoren von BMW, derzeit steckt die Manufaktur in der Entwicklung eines neuen Sportwagens. Nach seiner Pleite 2013 hatte Wiesmann 2015 neue Investoren gefunden, seit 2016 begleitet Mario Spitzner als neuer Geschäftsführer das Comeback der Dülmener Sportwagenfirma.

Nach dem überraschenden Comeback 2015 und der Verpflichtung des ehemaligen AMG-Managers Mario Dipfner als Geschäftsführer war es um Wiesmann ruhig geworden: Der Plan, schon 2016 auf Basis bestehender Modelle einen weiterentwickelten Sportwagen auf den Markt zu bringen, war wieder verworfen worden. Zurzeit stecken die Dülmener in der Entwicklung eines völlig neuen Wiesmann, der wie seine Vorgänger auf die Kraft von BMW setzt. Wie die Sportwagenmanufaktur bekannt gibt, liefert die M GmbH die V8-Motoren für das neue Auto. Da BMW derzeit nur einen V8 einsetzt, dürfte es sich um das Aggregat aus dem brandneuen M5 (F90) handeln, der aus 4,4 Litern Hubraum 600 PS und 750 Newtonmeter herausholt. Mit der Entscheidung setzt Wiesmann seine Firmentradition fort: Seit dem ersten Serienmodell 1993 fuhren Wiesmann-Autos stets mit BMW-Motoren. 

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Neuer Wiesmann wieder mit V8 von BMW

Dem Comeback ging die Pleite Wiesmanns im Jahr 2013 und die Einstellung der Produktion 2014 voraus. Bis dahin sind in Dülmen exklusive Sportwagen in Handarbeit entstanden. Wiesmann galt als die Erfolgsgeschichte unter den Kleinserien-Herstellern. Während andere oft schon zu Beginn scheitern, hatte das von den beiden Brüdern Friedhelm und Martin Wiesmann im Jahr 1988 gegründete Unternehmen Bestand. In einem Vierteljahrhundert entstanden in Dülmen vier Generationen der individuellen Sportwagen. Sie vereinten die Formen klassischer Oldtimer mit modernen, leistungsstarken Motoren von BMW. Insgesamt 1588 Sportwagen konnten die Brüder bis heute verkaufen. Doch um wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten, hätte Wiesmann die Jahresproduktion von zuletzt 140 Sportwagen mehr als verdoppeln müssen. Aber das Geld für die dringend notwendige Erschließung neuer Absatzmärkte fehlte. 2012 zogen sich die beiden Brüder aus der Unternehmensleitung zurück, Insolvenz wurde angemeldet.

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