Sportwagen-Neuheiten bis 2012 In Zukunft mehr Sport

31.03.2011

Da kommt was auf uns zu: eine Fülle attraktiver Sport-Modelle steht am Start. Wir geben einen Ausblick auf die Fahrdynamiker bis 2012

Beim Blick in die nähere Zukunft des Kraftwagens könnte man den Eindruck gewinnen, dass uns auf lange Zeit automobile Schonkost ins Haus steht. Eine freudlose Epoche, deren emotionale Höhepunkte sich an Begriffen wie Abwrackprämie oder Downsizing festmachen. Bricht jetzt eine Dekade hubraummini-mierter Vierzylinderchen an? Wird die Fahrfreude auf dem elektrischen Gestühl der inflationär angekündigten Akku-Autos geopfert? Weit gefehlt. Die von vielen Herstellern eiligst gebackenen Sparbrötchen sind nichts weiter als eine Reaktion auf die Zeichen der Zeit. Sparen und eine schonende Nutzung der Ressourcen sind halt gerade angesagt.

Im Sommer kommt der vor Jahresfrist auf dem Genfer Autosalon präsentierte Alfa 8C Spider zur Auslieferung, das offene Pendant zum 8C Competizione. Auch das im Centro Stile Alfa Romeo entworfene Kleid des Cabrios besteht aus leichtem, hochfestem Karbon. Wie es sich für ein Sportmodell mit hohen Design-ansprüchen gehört, ist das elektro-hydraulisch bewegte Verdeck aus Stoff gefertigt. Für Vortrieb sorgt der bekannte 450 PS starke 4,7-Liter-V8. Die Produktion des Alfa 8C Spider ist auf 500 Exemplare beschränkt.

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Ein weiteres in Kleinserie geplantes Großkaliber ist der Aston Martin One-77, von dem – nomen est omen – nur 77 Exemplare gebaut werden sollen. Der Aufbau des neuen Top-Coupés der Marke besteht zu wesentlichen Teilen aus leichten Verbundwerkstoffen und Aluminium – eine besondere und entsprechend teure Mischung hochklassigen Automobilbaus. Entsprechend dürfte der Preis ausfallen, der bislang mit rund 1,5 Millionen Euro spekuliert wird. Im mächtigen Bug des bisher nur als Studie gezeigten Boliden aus Gaydon steckt ein 7,3-Liter-V12-Zylinder, der rund 700 PS leisten und den raren Supersportler in nur 3,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h katapultieren soll. Die mögliche Spitze liegt bei 320 km/h.

Realität ist bereits der Aston Martin V12 Vantage. In Planung befindet sich zudem eine verschärfte Version des Briten, der Vantage RS. Auch er wird von dem aus dem größeren DBS bekannten Sechsliter-Zwölfzylinder beflügelt. Allerdings wird die Leistung von ohnehin schon satten 517 PS auf brachiale 608 PS angehoben. Ein ausfahrbarer Heckspoiler sorgt für Abtrieb an der Hinterachse. Die mögliche Spitze dürfte sich weit jenseits von 300 km/h bewegen, denn schon der „kleine“ V12 Vantage erreicht 305 km/h.

Ein weiteres Highlight, das unter der Führung von Aston Martin-Boss Ulrich Bez zur Serienreife gelangt, ist der Rapide. Stilistisch folgt der im Stil eines viertürigen Coupés gestaltete Luxus-Sportler dem DB9, auf dessen im Radstand um knapp 30 Zentimeter verlängerten Basis er fußt. Für Vortrieb sorgt der Sechsliter-V12, der im Rapide 480 PS bieten wird. 

Auf der diesjährigen IAA im September will Audi den R8 Spider enthüllen, der noch zum Jahresende in den Handel kommen soll. Die offene Version des R8 wird von einem klassischen Stoffverdeck bemützt und mit dem bekannten 420-PS-Achtzylinder angeboten. Letzte Testrunden dreht das Top-modell der kleinen Audi-Sportwagenbaureihe: Der neue, für Oktober geplante TT RS bekommt einen Reihenfünfzylinder-Turbo mit mindestens 330 PS. Die technische Basis für dieses Triebwerk bildet der in den USA angebotene 2,5-Liter-Saugmotor des VW Jetta.

Mit dem neuen Bentley Continental GTC Speed debütiert nach dem GT und dem Flying Spur die dritte Variante des britischen Luxus-Sportlers, die den Namenszusatz Speed trägt. Dahinter verbergen sich die von 560 auf 610 PS erhöhte Leistung des Sechsliter-W12-Biturbomotors und eine besonders exklusive Ausstattung. Äußerlich setzt sich der Speed durch den schwarz eingefärbten Kühlergrill, spezielle Auspuffendrohre und 20-Zoll-Felgen vom normalen Continental ab. Die versprochenen Fahrleistungen beeindrucken. Der Sprint von null auf Tempo 100 soll in 4,8 Sekunden erledigt sein. Die Spitze in geschlossenem Zustand beträgt laut Bentley 322 km/h – mit offenem Verdeck seien 312 km/h möglich. Der Preis: 222.649 Euro.

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Vergleichsweise volkstümlich kalkuliert, aber alles andere als ein Schnäppchen ist der neue BMW Z4, der am 9. Mai gestartet ist. Den Einstieg markiert der 204 PS starke 2,5-Liter-Sechszylinder, der auf die sperrige Bezeichnung sDrive23i hört. Darüber rangiert der 42.900 Euro teure sDrive30i, dessen Dreiliter-Sechszylinder 258 PS abliefert. Motorische Spitze des von 4,09 Metern auf 4,24 Meter gewachsenen und jetzt mit einem elektrohydraulisch bewegten Stahl-Klappdach bedeckten Z4 ist der 306 PS starke sDrive35i, der mit 47.450 Euro in der Liste steht.

Als wahrer Dampfhammer entpuppt sich die Corvette ZR1. Unter der langen Haube der Top-Vette steckt ein 6,2 Liter großer V8-Zylinder, der es dank Kompressorbeatmung auf 638 PS bringt – genug für eine Spitze von 330 km/h.

Für 1,7 Millionen Euro gibt es den Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport, von dem 150 Exemplare von Hand gebaut werden sollen. Sein 16-Zylinder leistet 1001 PS und soll den mit einem winzigen Stoffverdeck ausgerüsteten Roadster auf eine Spitze von 407 km/h treiben. Mit offenem Verdeck sind immerhin 360 km/h drin.

Der Name Shelby steht bei Ford für das werksseitige Tuning bewährter Serienmodelle. Das Rezept: einfache Ausstattung und bärenstarke Antriebstechnik. Das neue Ford Shelby GT 500 Cabrio macht da keine Ausnahme. An Stelle des 319 PS kräftigen 4,6-Liter-V8 des Mustang lauert ein 5,4-Liter-V8 hinter dem mit einer stilisierten Cobra geschmückten Kühlergitter. Dank Kompressor-Aufladung stehen 540 PS bereit, das maximale Drehmoment von 692 Nm liefert der mit einem manuellen Sechsganggetriebe gekoppelte Vierventilmotor bei 4500 Umdrehungen. Kupplung und Bremsen wurden der Leistung entsprechend angepasst.

Der vom dänischen Design-Profi Henrik Fisker gegründete Kleinserien-Spezialist will noch in diesem Jahr den Fisker Karma auf die Straße schicken. Der im Stil eines viertürigen Coupés gestaltete Sportler wird von zwei insgesamt 408 PS starken Elektromotoren angetrieben. Als Energiespeicher dienen Lithium-Ionen-Batterien. Hinzu kommt ein 260 PS starker Zweiliter-Turbo-Benziner. So gerüstet soll der Karma in nur 5,8 Sekunden Tempo 100 erreichen. Die Spitze liegt bei 200 km/h.

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Für rund 185.000 Euro steht ab März der neue Lamborghini Gallardo LP 560-4 Spyder vor der Tür. Für brachialen Vortrieb sorgt der mittig platzierte, 560 PS starke 5,2-Liter-V10-Zylinder. Es ist das erste Lambo-Serientriebwerk mit Benzin-Direkteinspritzung, das – mit geringerer Leistung – auch in den Audi-Modellen S6, S8 und R8 eingesetzt wird. Die Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 4,0 s, 0 bis 200 km/h in 13,1 s; Spitze: 324 km/h. Damit bleibt der Spyder nur marginal unter den Werten der geschlossenen Version.

Jaguar ersetzt in den Modellen XK und XF den bekannten 4,2-Liter-V8 mit 298 PS durch einen 385 PS starken Fünfliter-V8. Dessen Kompressor-Variante in den sportlichen R-Modellen leistet 510 PS. Ein Facelift für den XK, der mit dem neuen Fünfliter-V8 ab 88.900 Euro erhältlich ist, kommt hinzu. Der identisch motorisierte XF kostet ab 68200 Euro.

Mit dem Lotus Evora steht ein ungewöhnliches Konzept in den Startlöchern: Mittelmotor, aber vier Sitze. Den Antrieb übernimmt ein 280 PS starkes 3,5-Liter-V6-Triebwerk, das von Toyota zugeliefert wird. Der nur 1,3 Tonnen leichte Briten-Sportler soll den Standardsprint auf Tempo 100 in weniger als fünf Sekunden hinter sich bringen und eine Spitze von über 260 km/h erreichen.

Die Renaissance der italienischen Edelmarke Maserati geht weiter. Der Quattroporte Sport GTS ist eine als Limousine getarnte Fahrmaschine  und zugleich das neue Topmodell im Zeichen des Dreizack. Der 4,7-Liter-V8 leistet 440 PS. Zu den Feinheiten des für 133.310 Euro erhältlichen und ab sofort bestellbaren Modells gehören Tieferlegung, sportlicher abgestimmte Federn und Dämpfer, der schwarz eingefärbte Grill und ein  verfeinerter Innenraum.

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Als Abschiedsmodell seiner Baureihe wird der Mercedes SLR McLaren Stirling Moss in nur 75 Exemplaren  von Hand gebaut. Kaufberechtigt sind  Kunden, die bereits einen SLR besitzen und den herzhaften Preis von 750.000 Euro zahlen können – plus Steuer natürlich. Ein Dach gibt es für den kompromisslosen Roadster nicht, dafür aber eine komplett aus Kohlefaser gefertigte, eindrucksvoll in Szene gesetzte Karosserie und einen per Kompressor beatmeten, 650 PS starken 5,5-Liter-V8-Zylinder. Die in Aussicht gestellten Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in unter 3,5 Sekunden; Spitze: 350 km/h.

Weitaus günstiger ist das AMG-Sportpaket, das ab sofort für die neue Mercedes E-Klasse bestellt werden kann. Je nach Motorvariante, Design- und Ausstattungslinie kostet es zwischen 2915 und 4046 Euro. Es umfasst eine AMG-Frontschürze mit großen Kühllufteinlässen, Seitenschwellerverkleidungen, eine AMG-Heckschürze, spezielle Endrohrblenden, 18-Zoll-Aluminiumräder, eine Tieferlegung um 15 Millimeter, Sportsitze und Sport-Applikationen im Innenraum.

Im Mai kommt in Gestalt des Mitsubishi Lancer Ralliart eine abgespeckte Version des Evo zu den Händlern. Für Vorwärtsdrang sorgt ein 240 PS starker Zweiliter-Turbo. Gekoppelt mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe soll der 230 km/h schnelle Sport-Lancer in 7,1 Sekunden Tempo 100 erreichen. Sein Preis: ca. 36.500 Euro.

Einstweilen dem japanischen Markt vorbehalten bleibt eine verschärfte Version des neuen Nissan GT-R namens SpecV. Der Frontgrill und der Heckflügel sind zwecks Gewichtsreduzierung aus Karbon gefertigt, hinzu kommen besonders leichte Alu-Räder. Auf eine Rückbank wird verzichtet. An der Leistung des 485 PS starken 3,8-Liter-V6-Biturbo ändert sich nichts. Der optimierte Ladedruckverlauf soll für einen noch kräftigeren Anzug speziell im mittleren Drehzahlbereich sorgen. Im Spätherbst präsentiert Nissan zudem die offene Version des neuen 370Z. Der 370Z Roadster wird von einem 3,7-Liter-V6 mit 331 PS angetrieben und verfügt über ein elektrisch betätigtes Stoffdach. Der Marktstart ist in Deutschland für Anfang 2010 zu erwarten.

Auf der IAA wir die Serienversion des Peugeot 308 RCZ zu sehen sein, auf die eine früher gezeigte Studie bereits hinwies. Der als 2+2-Sitzer ausgelegte, nur 1,32 Meter hohe Flachmann wurde als Studienmodell von einem 218 PS starken 1,6-Liter-Turbo angetrieben.

Im Sommer rollt der neue Porsche Panamera an den Start. Die erste Limousine der Marke wird mit drei Triebwerken angeboten: 3,6-Liter-V6 (300 PS), 4,8-Liter-V8 (400 PS) und 4,8-Liter-V8-Biturbo (500 PS). Der 4,97 Meter lange, 1,41 Meter hohe und 1,92 Meter breite Luxus-Porsche soll zu einem Einstiegspreis von rund 85.000 Euro zu haben sein.

Auch der Seat Ibiza Cupra ist neu im Handel. Den Antrieb übernimmt ein doppelt aufgeladener, 180 PS starker 1,4-Liter-TSI.

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Kräftiger geht der neue VW Golf GTI zu Werke, der ab Mai zu haben ist. Sein Zweiliter-Turbo-Benzin-Direkt-einspritzer leistet 210 PS und soll den bis zu 239 km/h schnellen Top-Golf in 7,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 bringen.

Zum Schluss noch eine Kurzübersicht der Sportler von übermorgen:
Anfang 2010 wird in Gestalt des BMW M3 CSL der Spitzensportler seiner Baureihe antreten. Die Leistung des Vierliter-V8 steigt auf rund 470 PS, genug für eine – freigeschaltete – Spitze von über 300 km/h.

Mitte 2010 wird der Audi A7 in Stellung gebracht. Die 4,95 Meter lange, im Stil eines viertürigen Coupés gezeichnete Schrägheck-Limousine basiert auf den Modulen des künftigen Audi A6 (Herbst 2011).

Im Mai 2010 soll der Porsche Cayenne II die erfolgreiche erste Generation ablösen. Ein neuer, rund 330 PS starker Dreiliter-V6-Turbo fungiert als Basis-Benziner. Eine Hybrid-Version ist in Planung. Im Herbst 2011 folgt der neue 911. Die Leistung steigt marginal von
345 auf etwa 355 PS und beim S-Modell von 385 auf rund 400 PS. Erstmals gibt es eine Start-Stopp-Automatik für den Elfer.

Für Ende 2012 wird der BMW Z2 diskutiert. Als technische Basis des knackigen Roadsters bietet sich der neue 1er (Herbst 2011) an. Auch die Motoren des Mini (120, 175, 211 PS) würden passen, wenn die Produk-tionsentscheidung fällt.

Mit der auf der Detroit Auto Show gezeigten Studie VW Concept BlueSport haben die Wolfsburger Großes vor. Ende 2011 soll der VW Roadster serienreif sein. Das 3,99 Meter lange, 1,75 Meter breite und nur 1,26 Meter hohe Probierstück zielt auf den Mazda MX-5. Die Technik entstammt dem neuen „modularen Querbaukasten“ des Konzerns, der auch beim nächsten Polo zum Einsatz kommt. VW-intern gelten 25.000 Euro als Zielpreis für den kleinen Mittelmotor-Renner.

Bei Audi wird an Entwürfen für einen Roadster und ein unterhalb des TT angesiedeltes Coupé auf gleicher Basis gearbeitet. Eigenständig im Design und feiner ausgestattet, könnten die Derivate des VW-Roadsters Ende 2012 serienreif sein. 

AUTO ZEITUNG

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