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Reisebericht im kompakten Hyundai i30

Hyundais europäischer Geist

Der Hyundai i30 ist ein durch und durch europäisches Auto. Wir haben uns bei einer Reise durch Deutschland und Tschechien auf Spurensuche begeben: Von Rüsselsheim bis Nosovice.

So eine Bierwanne ist wirklich der ideale Ort, um zur Ruhe zu kommen. Man nimmt in einem großen, mit dampfendem Wasser und herb riechendem Bierextrakt gefüllten Holzbottich Platz und zapft sich aus einem neben der Wanne stehenden Fass das ein oder andere Gläschen kühlen Gerstensaft. Bier ist eine typisch europäische Errungenschaft und Deutschland so etwas wie das Zentrum der Braukunst. Aber auch in Tschechien versteht man es seit Jahrhunderten, aus Malz und Hopfen wahre Gaumenfreuden herzustellen und sie in die ganze Welt zu exportieren. Ähnlich global denkt Hyundai, dessen Kompaktmodell i30 mich sicher und komfortabel von Rüsselsheim zum Bierbad in Pilsen gebracht hat und das ich jetzt über Prag weiter gen Osten nach Nosovice lenken werde.

Bildergalerie starten: Im Hyundai i30 quer durch Europa

Der Hyundai i30 ist in Mitteleuropa zu Hause

Warum ich mit einem Hyundai quer durch Europa fahre? Ganz einfach, weil der i30 zwar asiatische Wurzeln hat, im Herzen aber ein waschechter Europäer ist: Entwicklung in Deutschland, Produktion in Tschechien, Vertrieb in Europa und der ganzen Welt – so geht Globalisierung. Und es gibt noch einen Grund für meinen Roadtrip: Im Hyundai-Werk im tschechischen Nosovice wartet auf mich die bald beim Händler stehende, brandneue dritte Generation des i30. Start in Rüsselsheim übrigens deshalb, weil dort die DNA des i30 liegt. Im europäischen Design- und Entwicklungszenrtrum von Hyundai ist der kompakte Topseller geboren worden. Ich tippe zunächst das bayerische Bamberg als Zwischenstopp ins Navi ein. Die historische Altstadt zeigt sich in der warmen Oktobersonne von ihrer schönsten Seite. Ein Blick auf die kleinen, direkt am Flüsschen Regnitz gelegenen Häuser des Klein-Venedig-Viertels lässt tatsächlich mediterranes Flair aufkommen. Typisch fränkisch schmeckt dagegen die mit viel Senf garnierte Bratwurst, die Fotograf Frank und ich als Wegzehrung mitnehmen. Auf den kurvigen Landstraßen der fränkischen Schweiz zeigt der 186 PS starke i30 Turbo, dass er Spoiler, 18-Zoll-Räder und die zweiflutige Auspuffanlage nicht nur zur Zierde trägt. Dem mächtigen Vortrieb beim vollen Ausdrehen der Gänge setzt aber nach dem Grenzübertritt das strikte Tempolimit auf tschechischen Straßen ein Ende. Als Wiedergutmachung für das nicht mehr so zackige Vorankommen empfängt uns der Kurort Karlsbad mit seinen mondänen Prunkbauten. Bei Einbruch der Dunkelheit lassen wir das Erholungsdomizil hinter uns und kommen eine gute Stunde später in Pilsen  an – die Bierwanne ist da übrigens schon eingelaufen und einstiegsbereit.

Zwar ist Pilsen nicht nur wegen seiner Brauerei- und Kneipendichte eine wirklich sehenswerte Stadt, trotzdem: Prag hat eine solch große Anziehungskraft, das unser roter Weggefährte am nächsten Morgen nach einem kurzen Café-Besuch fast wie von selbst den Schildern in Richtung der tschechischen Hauptstadt folgt. "Was für ein gigantisches Museum!", schießt es mir durch den Kopf, als ich den wendigen Hyundai durch Kopfsteinpflaster-Gassen und über Moldau-Brücken dirigiere und mir sowohl von den historischen Bauten als auch von den nicht minder sehenswerten tschechischen Damen den Kopf verdrehen lasse. Gelungene Fotomotive in Prag zu finden, ist übrigens gar keine leichte Sache – da können Sie Frank fragen! Denn eigentlich ist so ziemlich jeder Platz, jeder Torbogen und jedes Gebäude einen Klick auf den Auslöser wert. Meine persönlichen Top Drei der Sehenswürdigkeiten: Der Veitsdom mit besteigbarem Hauptturm, die imposante Prager Burg – speziell nachts ein spektakulärer Anblick – und schließlich ein Gang über die weltberühmte Karlsbrücke. Und dann wäre da noch die tschechische Küche... Gulasch mit Knödeln oder böhmische Schlachtplatte? Pilsener Urquell oder legendäres Budweiser? Die Entscheidungen werden auch beim abendlichen Essen nicht gerade einfacher.

Seit 2008 wurden 200.000 Hyundai in Nosovice gebaut


Der nächste Tag startet mit extra-heißem Coffee-to-go, Sitzheizung und vollem Scheibenwischereinsatz, denn leider haben uns die regengeladenen Wolken und der frische Herbstwind aus Rüsselsheim Richtung Osten verfolgt. Höchste Zeit also um aufzubrechen. Exakt 377 Kilometer sind es noch bis Nosovice. Die zahllosen Autobahnbaustellen ziehen die Fahrtzeit zwar erheblich in die Länge, stehen aber stellvertretend für die rasante Entwicklung der Infrastruktur, die in weiten Teilen Osteuropas zu bestaunen ist. Eine kurze Rast auf etwa halber Strecke in Brünn kommt da gelegen. Die mit 380.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Tschechiens wirkt in puncto Architektur und Geographie fast wie eine Miniaturversion von Prag. Wir sind inzwischen im Hyundai-Werk in Nosovice angekommen und haben bereits eifrig die riesigen Produktionshallen mit der gigantischen Stahlpresse und den präzise arbeitenden Fertigungsrobotern bestaunt. Der größte Blickfang ist jedoch ein blauer Vorserientyp des neuen i30, der genau neben unserem roten Reiseauto parkt. Herausfordernd schaut er mich durch seine LED-Scheinwerfer an, das Blechkleid wirkt schnörkelloser als bisher, und der neue "Kaskaden"-Kühlergrill scheint nur so nach frischem Fahrtwind zu gieren. Im Innenraum präsentiert sich der Neue ähnlich luftig, dafür aber eine ganze Ecke nobler, und selbst mit deutscher Gründlichkeit lassen sich keine Verarbeitungsschwächen finden. Noch mehr als dem aktuellen Modell merkt man der dritten Generation an, weshalb Hyundai Entwicklung und Fertigung nach Europa ausgelagert hat: Der i30 muss die Konkurrenz aus Deutschland oder Frankreich nicht fürchten, er trifft genau den europäischen Geschmack. Ganz nach meinem Geschmack sind übrigens die typisch koreanischen Spezialitäten in der Werkskantine – jetzt fehlt zur Verdauung nur noch eine warme tschechische Bierwanne.

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Caspar Winkelmann