Sommerreifen 245/45 R 17 Y Gute Mischung

25.10.2006

Welche Reifen der Größe 245/45 R 17 Y passen am Besten zum Mercedes CLS 350? Sieben Pneus müssen in zwölf Disziplinen ihr Können zeigen. Nur wer auf nasser und trockener Fahrbahn gleich stark ist, kann gewinnen.

Die Produktpalette der Automobilhersteller wird immer unüberschaubarer. Jede Marke stellt an die Reifenindustrie spezielle Ansprüche. Eine wichtige Rolle im Erstausrüstermarkt können da nur Spezialisten spielen. Denn die Gummis müssen in allen Situationen den Anforderungen der Autoproduzenten gerecht werden - ob bei Nässe oder auf trockenem Untergrund. Das gilt auch für die Testfahrten der AUTO ZEITUNG: Nur ein Allround-Talent auf höchstem Niveau verdient das Prädikat Testsieger. Sieben sportliche Sommerpneus der Größe 245/45 R 17 Y stellten sich dem Vergleich, montiert an einem Mercedes CLS 350.

Hartes Testverfahren

Neben den etablierten Reifen von Bridgestone, Continental, Dunlop, Goodyear und Pirelli waren auch die aktuellen Vertreter von BF Goodrich und Toyo mit von der Partie. In allen Testdisziplinen ist die Fahrsicherheit von allergrößter Bedeutung. Bei Nässe kann ein Reifen am meisten Punkte sammeln, wenn er gute Bremswerte erzielt. Den Bestwert markiert der Continental Sport Contact 2, knapp gefolgt vom Pirelli P Zero Rosso. Sie bringen den CLS aus 80 km/h nach 32,0 beziehungsweise 32,1 Meter zum Stehen. Die Schlusslichter in dieser Disziplin bilden der Goodyear Eagle F1 und der BF Goodrich G-Force Profiler. Mit 36,6 beziehungsweise 36,9 Meter brauchen sie über vier Meter mehr als die Top-Reifen. Dieses Ergebnis ist nicht akzeptabel. Der Goodrich zeigt auch bei den anderen Prüfungen auf Nässe eine schlechte Leistung. Wenig Traktion, eine geringe Seitenführung und ein permanenter Wechsel zwischen Unter- und Übersteuern machen ihn zu einem schwer fahrbaren Reifen. Beim Quer-Aquaplaning reißt die Seitenführung so früh ab, dass der Goodrich hier null Punkte erhält.

Nässe trennt das Feld

Auf hohem Niveau bei allen Wertungen präsentiert sich dagegen der Pirelli. Er ist am einfachsten zu fahren, weil er die beste Balance bietet und neutral bleibt, ehe er in ein leichtes Untersteuern übergeht. Der Pirelli gibt sich in keiner Disziplin eine Blöße. Auf ähnlich hohem Niveau präsentieren sich Bridgestone und Dunlop, wobei der Dunlop beim Quer-Aquaplaning deutliche Probleme mit der Verdrängung der Wassermassen offenbart und die Seitenführung früh abbricht. Goodyear und Toyo bewegen sich auf einem niedrigeren Level. Auf der Handlingstrecke legt der CLS mit ihnen bei Lastwechseln ein deutliches Übersteuern an den Tag. Zudem mangelt es dem Goodyear an Traktion. Der Conti zeigt zwar ein überzeugendes Bremsverhalten, patzt aber beim Längs-Aquaplaning. Hier schwimmt er schon bei 66,0 km/h auf, während es der Toyo als Bester auf 72,5 km/h bringt. Pirelli vor Bridgestone - so heißt das Spitzenduo bei Nässe. Danach kommen Dunlop und Conti, während der Toyo schon etwas Abstand hat. Kaum noch aufzuholen ist der riesige Rückstand des BF Goodrich.

Trocken ist alles gut

Nicht so unterschiedlich wie bei Nässe sind die Ergebnisse auf trockener Fahrbahn. Hier liegt das Feld erfreulich eng beieinander. Einen wirklich schlechten Reifen finden wir in dieser Disziplin nicht: Zwischen dem Bridgestone als Erstem und dem Toyo als Schlusslicht liegen lediglich 21 Punkte. Neben dem Japaner behauptet sich vor allem der BF Goodrich, der bei Nässe keinen Stollen auf den Boden bekam, mit guten Leistungen. Komfort ist für ihn allerdings ebenso wie für den Toyo ein Fremdwort. Den Sieg auf trockener Bahn verdankt der Bridgestone besonders seinen ausgezeichneten Bremsresultaten. Da können die anderen Reifen kaum mithalten.

Zielgenau, zügig und sicher

Auf dem Handling-Parcours ist der Goodrich dagegen eine Klasse für sich. Mit ihm lassen sich nicht nur die schnellsten Zeiten erzielen, er vermittelt auch ein absolutes Gefühl der Sicherheit, weil er förmlich auf dem Asphalt klebt. Das direkte Einlenkverhalten überzeugt ebenso wie die ausgewogene Balance. Ist man wirklich mal zu schnell, schiebt der Goodrich leicht kontrollierbar über die Vorderräder. Am nächsten kommt ihm der Goodyear, der nicht so direkt auf Richtungswechsel reagiert und früher über die Vorderräder schiebt. Dies geschieht aber ganz sanft; Lastwechselreaktionen sind auch bei ihm so gut wie keine festzustellen. Auf den letzten Platz kommt bei dieser Disziplin der Toyo.

Bremsen und Lenken

Der Toyo schmiert in langen Kurven deutlich über die Vorderräder und lässt sich dadurch nicht sonderlich zielgenau fahren. Beim Slalom, wo es auf kurze Richtungswechsel ankommt, überzeugt er dagegen mit der höchsten Geschwindigkeit. Wie schon bei Nässe stellt der Bridgestone auch im Trockenen seine Vorzüge als bester Bremser des Testfeldes unter Beweis. Zudem erweist er sich als sehr komfortabel und laufruhig. Erstaunlich, dass der Pirelli auf trockener Piste nur den vierten Platz belegt. Er zeigt dabei keine echten Schwächen, kann aber auch in keiner einzigen Disziplin einen Sieg herausfahren.

Ausgewogenheit siegt

Pirelli und Bridgestone sind die ausgewogensten Reifen im Vergleich. Beide bleiben ohne gravierende Schwächen und teilen sich den Testsieg. Dritter wird der Dunlop mit knappem Vorsprung auf den Continental. Fünfter wird der Goodyear, der mit besseren Bremsleistungen höher platziert wäre. Der Toyo verspielt einen besseren Rang auf trockener Fahrbahn, der Goodrich auf nasser. Die schlechten Nässewerte sollten Anlass für eine Überarbeitung des G-Force sein.

TABELLE: Sieger nach Punkten

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