Sommerreifen 225/55 R16 W Gute Partnerschaft

01.04.2010

Welcher Sommerreifen der Dimension 225/55 R 16 W am besten mit der E-Klasse harmoniert, sagt unser großer Test

Komfortabel und fahrsicher: Die Mercedes E-Klasse ist bei uns ein beliebtes Langstreckenauto. Doch wie sicher ein Fahrzeug wirklich ist, hängt nicht nur vom Fahrzeug allein, sondern auch von der Bereifung ab. Ist sie eher komfortorientiert oder sportlich ausgerichtet, reagieren die Reifen auch bei Regen gut, oder sind sie nur Schönwetter-Pneus?

Das sind die Fragen, die unser Test in insgesamt zwölf unterschiedlichen Disziplinen - sechs davon auf bewässerter Piste, sechs bei Trockenheit - beantwortet. Außerdem prüfen wir, was die neuen, über das Internet erhältlichen Billig-Gummis aus China können: Mit dem Hero Milanza HZ1 haben wir einen dieser "Geiz ist Geil"-Vertreter mit in unsereren Test aufgenommen und wollen sehen, wie er sich gegen die etablierte Konkurrenz schlägt.

Denn auch der Mercedes-Fahrer achtet inzwischen aufs Geld und kommt ins Grübeln, wenn er für einen Satz China-Pneus nur 248 Euro bezahlen muss, sich aber für den teuersten Vertreter, den Michelin, gleich von 680 Euro trennen soll. Die acht wichtigsten Profile und der Hero in der Dimension 225/55 R 16 W müssen ihr Können bei Nässe und Trockenheit unter Beweis stellen. Eins war von vornherein klar: Disziplinmeister haben keine Chance, am Ende automatisch einen Spitzenplatz zu belegen. Nur die Profile, die sich keine Schwächen leisten und unter allen Bedingungen gute Werte abliefern, haben am Schluss die Nase vorn.

Vorsicht bei Aquaplaning
Ort des Geschehens: das Pirelli-Testgelände im brasilianischen Sumare. Zu Beginn nimmt der Mercedes E 350 die künstlich beregnete Strecke unter die Räder. Auffällig: Die Unterschiede bei den Aquaplaning-Disziplinen sind gravierend. In einem gefluteten Wasserbecken mit einer konstanten Wassertiefe von sechs Millimetern müssen die Kandidaten zeigen, wie sie das Wasser verdrängen. Den besten Kontakt hält der Vredestein Ultrac, der erst bei 112,5 km/h die Haftung verliert. Ihm folgen der Bridgestone mit 106,1 km/h und der Pirelli P7 mit 103,6 km/h.

Der billige Hero landet mit 101,5 km/h im Mittelfeld, während der Hankook Ventus Prime schon bei 94,8 km/h nicht mehr zu kontrollieren ist. Doch keine Angst: Solche Wassermassen trifft man auf öffentlichen Straßen meist nur in Spurrillen an. Wer aber in einer Kurve unvermittelt in eine tiefe Pfütze gerät, ist mit dem Dunlop SP Sport 9000 gut beraten. Er behält seine Seitenführung viel, viel länger als die Konkurrenten. Auch in Kurven stellt der Vredestein seine Wassertauglichkeit mit dem zweiten Platz unter Beweis. Deutliche Einschränkungen spürt der Pilot erneut beim Hankook, der seinerseits aber wieder wesentlich länger die Spur hält als der Michelin und der Hero.
Große Unterschiede beim Bremsen
Zu den wichtigen Nass-Disziplinen gehört auch das Bremsen. Um aus 80 km/h zum Stillstand zu kommen, benötigt der Pirelli hier als bester nur 26,2 Meter. Conti, Bridgestone und Vredestein folgen mit knappem Abstand. Enttäuschend ist dagegen das Abschneiden des Dunlop, der 28,8 Meter braucht. Wiederum am Ende des Feldes rangiert der China-Hero mit 29,6 Metern.

Wichtig ist ein gutmütiger Reifen
Doch selbst wenn keine gefluteten Becken mit tiefem Wasser den Fahrer überraschen, kann es vorkommen, dass auch defensiv eingestellte Piloten sich mit der Kurvengeschwindigkeit verschätzen und der Haftgrenze zu nahe kommen. Welche Reaktionen der Mercedes dann zeigt und wie er wieder unter Kontrolle zu bringen ist, machen die Fahrten auf dem nassen Handling-Kurs und der bewässerten Kreisbahn deutlich. Nicht immer ist hier der schnellste Pneu der beste. Denn was hilft es, wenn nur ein Profi von den Reaktionen unbeeindruckt bleibt? Hier ist erneut der Pirelli der Meister. Er erzielt nicht nur die schnellsten Zeiten, er ist dank präziser Lenkung und guter Balance nach dem Bridgestone, der nur unwesentlich langsamer ist, auch am einfachsten zu beherrschen.
Auch der Goodyear und der Conti können überzeugen. Unruhig wird die Fahrt dagegen mit dem Michelin, der deutlich mit dem Heck ausbricht, und dem Hero. Letzterer bricht so unvermittelt und heftig aus, dass auch erfahrene Piloten ihre Probleme haben. Sein Fahrverhalten auf Nässe ist kritisch. Gut abschneiden kann hier erneut der Vredestein.

Bremsen bei Trockenheit und Nässe
Auch bei Trockenheit gehören die Bremsleistungen zu den am höchsten bewerteten Kriterien - hier wird aber aus 100 km/h bis zum Stillstand verzögert. Und schnell wird klar, ob die Hersteller ihre Gummis auf Trockenheit oder Nässe ausgelegt haben - oder ob sie einen guten Kompromiss gefunden haben. Den kürzesten Bremsweg (35,2 Meter) erzielt der Bridgestone knapp vor dem Pirelli.

Dann folgen Hankook, Conti und Michelin. Auch hier landet der Hero mit 38 Metern abgeschlagen auf dem letzten Platz. Allerdings ist der Abstand nicht so gravierend wie bei Nässe. Eine sehr gute Performance zeigt der Michelin. Im Gegensatz zu den Nässe-Disziplinen belegt er hier ebenso wie der Hankook einen vorderen Platz - klares Indiz dafür, wo das Hauptaugenmerk der Entwickler lag.

Schnell und einfach zu dirigieren muss sich nicht ausschließen
Ähnliches gilt für den Goodyear in leicht abgeschwächter Form. Lediglich Vredestein setzt verstärkt auf Nässe-Eigenschaften. Bridgestone, Continental, Dunlop und Pirelli warten mit eher ausgewogenen Eigenschaften auf. Der Pirelli ist der schnellste und am einfachsten zu dirigierende Reifen, gefolgt von Hankook und Michelin, die sich auf einem Niveau mit Bridgestone und Continental bewegen.

Am Ende rangieren dank ihrer Ausgeglichenheit Pirelli, Bridgestone, Continental und Vredestein auf den vorderen Plätzen. Goodyear, Hankook und Michelin könnten ihre Nässeeigenschaften noch verbessern, Dunlop den Gesamteindruck, und der Hero ist noch weit entfernt von einer sicheren Vorstellung. Jürgen Schramek

SO TESTEN WIR


  • Aquaplaning Sensoren ermitteln die Geschwindigkeit, bei der ein Reifen im Wasserbecken (sechs Millimeter) aufschwimmt. Dieser Test wird bei Geradeausfahrt sowie bei Kurvenfahrt durchgeführt

  • Bremsen Mit jedem Reifen wird mehrfach aus 100 km/h im Trockenen und aus 80 km/h im Nassen bis zum Stillstand maximal verzögert. Dabei werden sowohl die durchschnittliche Verzögerung als auch der Bremsweg ermittelt.

  • Handling Diese gezeitete Fahrt - sowohl auf einer trockenen als auch auf einer bewässerten Rundstrecke - erlaubt Rückschlüsse auf die maximale Leistungsfähigkeit eines Reifens. Die Bewertung sagt jedoch noch nichts über die Beherrschbarkeit des jeweiligen Pneus aus. Hier geht es um die erzielte Zeit.
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