So schafft Opel die Wende Neuer Antrieb

08.02.2009

Ein Zulassungs-Minus von 9,5 Prozent, ein Mutterkonzern in der Krise – Opel hatte kein gutes Jahr. Für 2009 erhoffen sich die Rüsselsheimer einen besseren Lauf. Könnte klappen: Der Insignia läuft gut an, von Meriva und Astra kommen neue Generationen auf den Markt

Immerhin, der neue Insignia läuft nach Plan. Zwischen dem 1. Juli und Ende Januar 2009 haben die deutschen Händler 10.000 Insignia verkauft. Nimmt man die anderen Länder hinzu, in denen der Insignia verkauft wird, kommt Opel inzwischen auf 60.000 Bestellungen. „Das entspricht ungefähr unserer Erwartung“, sagt ein Opel-Sprecher. Sechs Wochen wartet ein Kunde auf sein bestelltes Auto. Das Werk Rüsselsheim fährt Sonderschichten, um die Lieferfrist kurz zu halten.

Weitere Varianten folgen: Im Januar kam die Produktion des Kombis Sports Tourer hinzu und ab Sommer wird es drei neue Motorversionen geben. Besonders interessant: Die zu Beginn vermisste Sparvariante ecoFlex mit Zwei-Liter-Turbodiesel. Trotz eines CO2-Ausstoßes von unter 140 Gramm pro Kilometer soll der 160 PS starke Öko-Insignia auch Fahrspaß vermitteln. Bis zu 380 Newtonmeter Drehmoment im Overboost-Modus sorgen für muntere Fahrleistungen: In 9,5 Sekunden soll die 100 km/h fallen, bei 218 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Feinschliff am Unterboden, eine Tieferlegung um zehn Millimeter und ein teilweise verschlossener Kühlergrill senken den Cw-Wert von 0,27 auf 0,26.

Lust auf Leistung bedient ab Sommer eine Twin-Turbo-Variante des Zweiliter-Diesels. Der doppelt aufgeladene Selbstzünder soll 190 PS leisten. Auch bei den Benzinmotoren setzt Opel auf Turbo: der 1,6-Liter löst den 1.8-Vierzylinder ab. Bei leicht reduziertem Verbrauch (7,7 Liter/100 Kilometer) soll der kleinere, aufgeladene Motor die Limousine in 8,9 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und 225 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen. Die Papierwerte versprechen darüber hinaus einen guten Durchzug: Das Drehmoment von 230 Newtonmetern liegt schon bei 2200 U/min an und bleibt bis 5400 Umdrehungen konstant.

Turboaufladung hin oder her – auf lange Sicht möchte Opel eine Alternative zu Benziner und Diesel anbieten. Darum zeigen die Rüsselsheimer auf dem Genfer Salon vom 5.-15 März 2009 den Ampera. Die Studie verfügt über die gleiche Antriebstechnik wie der Chevrolet Volt, fährt also elektrisch bis zu 50 Kilometer weit. Auf längeren Strecken lädt ein kleiner Verbrennungsmotor die Lithium-Ionen-Batterien auf. Zusätzlich kann der Ampera auch einer 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden. Auf den Markt kommen soll der Strom-Opel 2011, also in zwei Jahren.

Für dieses Jahr setzt Opel weitere Hoffnungen auf neue Modelle. Mitte 2009 wird der neue Meriva vorgestellt, auf der IAA Anfang September folgt der Astra. Beide sollen in Optik und Fahrdynamik richtig Lust machen auf Opel. Spätestens wenn das  neue Coupe auf den Markt kommt, könnte es wieder Zeit sein für ein neues, altes Opel-Gefühl. In den Verkaufszahlen jedenfalls hat Opel den ewigen Konkurrenten Ford 2008 noch abgehängt und verkaufte trotz einem Minus von 9,5 Prozent 40.000 Autos mehr. Bei den Marktanteilen steht es 8,4 Prozent (Opel) zu 7,0 Prozent (Ford). Mit neuen Volumenmodellen könnte der Abstand zu den Kölnern wieder größer werden. aof

AUTO ZEITUNG

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