Fahrbericht Skoda Rapid Spaceback 1.2 TSI 2013: Bilder und technische Daten Pfiffig und optimiert

09.09.2013

Der Rapid bekommt eine Schrägheckvariante: Wer auf den riesigen Kofferraum verzichten kann, fährt mit ihr besser. Skoda Rapid Spaceback 1.2 TSI 2013 im Fahrbericht

Der Motor schnurrt angenehm ruhig vor sich hin - 105 muntere, drehfreudige PS bringen den Skoda Rapid Spaceback 1.2 TSI zügig voran. Wenn es sein muss in 10,2 Sekunden von null auf Tempo und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h, die wir aber auf den Landstraßen rund um das tschechische Mladá Boleslav nicht ausloten können. Gut von der Hand geht die elektrische Lenkung. Sie arbeitet direkt und präzise auch um die Mittellage. "Die elektrische Lenkung ist gegenüber der des Rapid neu", erklärt Frank Welsch, Entwicklungschef bei Skoda.

Auch sonst ist einiges anders beim Spaceback: Vor allem bei der Wertigkeit macht das Auto im Vergleich zum Rapid einen besseren Eindruck. Serienmäßig haben alle Versionen ein neues Dreispeichen-Lenkrad mit eingelegten Blenden, die – ebenso wie die Dekorstreifen in der Armaturentafel – in unterschiedlichen Farben wählbar sind. Neue Polsterstoffe, eine hochwertige Oberflächenstruktur der Armaturentafel, eine bessere Geräuschdämmung und die Integration des Tankschlosses in die Zentralverriegelung sind neben der geänderten Dämpferabstimmung die wichtigsten Maßnahmen.


Skoda Rapid Spaceback: Geschmeidiger und komfortabler


"Wir haben die Kritik beim Rapid ernst genommen und reagiert", so Welsch. Tatsächlich federt der Spaceback geschmeidiger und reagiert besonders auf kleine Anregungen komfortabler als sein Stufenheck- Pendant. Die Druckstufe wurde etwas weicher abgestimmt. Dennoch war die von uns gefahrene Elegance-Version mit Sport-Paket alles andere als eine Sänfte. In Verbindung mit den Dunlop Sport Maxx Reifen (215/45 R 16) rollt der Tscheche eher kernig ab. Doch hier wollen die Ingenieure bis zum Serienanlauf noch nachbessern.

Wer glaubt, dass der Spaceback ohne das Stufenheck nun ein kleines Auto sei, sieht sich schnell getäuscht. Im Innenraum herrschen für die Klasse üppige Platzverhältnisse vor, und selbst hinten können Großgewachsene bequem sitzen. Das gilt auch für die Kopffreiheit. Der 4,30 Meter lange Spaceback (18 cm kürzer als der Rapid) offeriert mit 415 Liter Ladevolumen immer noch eine Menge Stauraum, und die nur 68 Zentimeter hohe Ladekante erlaubt ein leichtes Beladen. Die Rücksitzbank ist im Verhältnis 2/3 zu 1/3 teilbar. Mit Start-Stopp-Automatik und einem EU-Verbrauch von 5,4 Litern auf 100 km zeigt sich der kleine Benziner auf der Höhe der Zeit. Für die ganz Sparsamen ist demnächst ein 1,6-Liter-Diesel mit 90 PS erhältlich, der nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen soll.

Die Skoda-Entwickler sind längst bekannt für pfiffige Detail-Lösungen. Beim Spaceback haben sie sich einen Eiskratzer einfallen lassen, der als Vergrößerungsglas ausgelegt ist und im Tankdeckel untergebracht wird. Wer also an einem preiswerten Kompaktwagen interessiert ist, sollte den Spaceback unter die Lupe nehmen. Sein Einstiegspreis von knapp 15.000 Euro wird leicht unter dem des Rapid liegen.

Unser Fazit

Der Spaceback ist Skodas erste Schräghecklimousine in der Kompaktklasse, aber – typisch für die Marke – mit großem Raumangebot. Er ist in vielen Detaillösungen gegenüber dem Rapid mit Stufenheck optimiert und wertiger. Mit dem Spaceback haben die Tschechen also ein weiteres heißes Eisen in der Kompaktklasse im Feuer.

Volker Koerdt

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