Fahrbericht Skoda Octavia RS 2.0 TSI 2013: Bilder und technische Daten Starkes Stück

25.07.2013

"Mit dem stärksten Octavia aller Zeiten wollen wir die Emotionalisierung der Marke vorantreiben", beschreibt Skoda-Boss Winfried Vahland das Ziel. Für den ersten Fahrbericht fuhren wir den 220 PS starken Mittelklasse-Sportler im englischen Goodwood

Die schnellen RS-Modelle sind das Synonym für die Erfolgsgeschichte von Skoda. Kaum ein Autohersteller hat sich so zügig entwickelt und befindet sich seit Jahren derart auf der Überholspur. Der neue Octavia RS ist nun das neue Sportabzeichen der Tschechen. Seine Basis stammt aus der Zauberformel der Kompaktklasse, des MQB (Modularer Querbaukasten), – interpretiert in einer neuen Größe. Kein kompakter Sportwagen offeriert mehr als 1782 mm Innenraumlänge und einen Kofferraum mit 590 Liter Ladevolumen. Gleichzeitig ist der neue Octavia RS 2.0 TSI auch als Combi erhältlich. Optional hält Skoda auch einen 184 PS starken Diesel bereit.

Der drehfreudige Vierzylinder-Benziner hängt gut am Gas und glänzt ab circa 2000 Umdrehungen selbst im dritten und vierten Gang mit vehementem Durchzug. 220 PS verhelfen dem schnellen Tschechen zu einem Top-Speed von 248 km/h, und die Beschleunigung von null auf 100 km/h in 6,8 Sekunden presst die Insassen kräftig in die Sitze. Insbesondere auf den vorderen Sportsesseln sitzt es sich mit guter Schulterunterstützung und ordentlichem Seitenhalt straff-bequem. Der Fahrer blickt auf eine übersichtliche und gut verarbeitete Armaturentafel sowie Karbon-Look-Applikationen an den Türen.

 

Skoda Octavia RS 2.0 TSI: Leichtfüßig, agil und präzise

Leichtfüßig und agil meistert der RS die kurvigen Landstraßen um Goodwood. Das knackige Sechsgang-Getriebe arbeitet präzise, Überholvorgänge werden zum Kinderspiel. Das dreispeichige Sportlenkrad liegt gut in der Hand und dirigiert die progressive elektrische Lenkung. Vier Fahrmodi hält die Sportlimousine parat: Zur Wahl stehen Normal, Sport, Eco und Individual. Im Sport- oder im Individual-Modus – bei entsprechender Vorkonfiguration – benötigt die Lenkung "nur 2,1 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag", so Technik-Vorstand Frank Welsch. Ansonsten wirken die unterschiedlichen Modi auf die Arbeit der Klimaanlage und die Gaspedal-Kennlinie ein.

Ein adaptives Fahrwerk hat der RS nicht, die Dämpfer-Abstimmung ist entsprechend sportlich straff, aber durchaus reisetauglich. Für eine gute Traktion sorgt das elektronische Sperrdifferenzial XDS Plus. Bei einem kurzem Abstecher auf die Rennstrecke von Goodwood hinderte es das kurveninnere Vorderrad erfolgreich am Durchdrehen. Auch optisch gibt sich der RS athletisch: Große Lufteinlässe, Bi-Xenon-Licht in der Front und Diffusor sowie Doppelauspuffrohre am Heck, dazu eine um zwölf Millimeter tiefergelegte Karosserie und bis zu 19 Zoll große Räder stehen für die Leistungskur.

Über 105.000 RS wurden seit Einführung der Baureihe verkauft. Erfolg macht offensichtlich selbstbewusst. Mit 29.390 Euro ist der Octavia RS nicht nur teurer als ein 250 PS starker Ford Focus ST, sondern im Grundpreis nur noch 185 Euro preiswerter als ein Golf GTI-Fünftürer. Allerdings hat der VW die vordere Einparkhilfe und den Müdigkeitswarner serienmäßig, die beim RS mit 310 Euro respektive 50 Euro zu Buche schlagen. Dafür sind beim Skoda die 18-Zöller ab Werk dabei (Golf: 625 Euro Aufpreis), und auch in Sachen Sicherheit rangiert der RS ganz vorn: Gegen Aufpreis sind Spurhalteassistent, automatische Distanzregelung, Fernlicht- und automatischer Parkassistent sowie eine Verkehrszeichenerkennung erhältlich.

Unser Fazit

Der Octavia RS ist eine perfekte Sportlimousine mit großem Raumangebot. Mit der harmonischen Fahrwerksabstimmung und den hervorragenden Fahrleistungen ist er gleichermaßen Autobahnkönig wie Landstraßenräuber.

Volker Koerdt

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