Fahrbericht Skoda Octavia Combi 4x4 2013: Familien-Kombi mit Allrad Kraft für Vier

08.05.2013

Dank Haldex-5-Allradantrieb legt der neue Skoda Octavia Combi 4x4 eine noch souveränere Vorstellung als die Basis mit Frontantrieb hin

Es ist der Albtraum eines jeden Familienvaters: Der Kombi ist voll bepackt, man ist auf dem Weg in den Urlaub – und plötzlich kommt man nicht mehr weiter. Dafür braucht es allerdings keinen technischen Defekt, gerade im Winter kann in manchen Gegenden auch bestens funktionierende Technik zu wenig sein.

 

Skoda Octavia Combi 4x4 2013: Familien-Kombi mit Allrad-Vorteil

Insofern überrascht es nicht, dass sich Allrad-Autos speziell im alpinen Raum immer größerer Beliebtheit erfreuen: In der Schweiz werden mehr als die Hälfte aller Skoda Octavia Kombi als 4x4 mit Allradantrieb verkauft, in Österreich sind es immerhin über 40 Prozent. Deutschland kommt zwar nur auf rund 20 Prozent, aber auch hier ist die Tendenz steigend.

Wir hatten nun erstmals Gelegenheit, den neuen Skoda Octavia Kombi 2013 in der Allrad-Variante zu fahren und konnten uns von den Vorzügen der zusätzlich angetriebenen Hinterräder überzeugen. Während der Frontantrieb des gewöhnlichen Octavia speziell in Kombination mit stärkeren Motoren auf rutschigem Untergrund an seine Grenzen kommt und die ESP-Lampe zu wildem Blinken veranlasst, kennt der Octavia 4x4 derartige Probleme nicht.

Egal ob nasser Asphalt oder auch ein feuchter Schotter-Weg im Wald, der vorerst nur mit drei Motoren erhältliche Skoda Octavia Combi 4x4 2013 gefällt mit souveränen und unspektakulär ausgespielten Traktions-Reserven. Dass man am Steuer der Allrad-Variante sitzt, merkt man daher vor allem am 4x4-Logo auf dem Schaltknauf – und natürlich am bedingungslosen Vorankommen auf schlechtem Untergrund.

Im normalen Fahrbetrieb treibt auch der Octavia 4x4 nur die Vorderräder an, allerdings können im Extremfall fast 100 Prozent der Antriebskraft an die Hinterräder geschickt werden. Dafür sorgt eine Haldex-Kupplung der 5. Generation, die 1,4 Kilogramm leichter als ihre Vorgänger ist und ohne Druckspeicher auskommt. Dennoch kann sie innerhalb von Millisekunden auf die aktuelle Fahrsituation reagieren.

Abgesehen davon punktet der Allrad-Kombi mit den Qualitäten, die auch seinen auf Vorderradantrieb setzenden Kollegen auszeichnen: Der Kofferraum ist dank niedrigerer Ladekante und größerer Öffnung noch besser zu beladen als bisher, viele clevere Details erleichtern die Befestigung von Gepäckstücken aller Art und der günstige Preis drängt den Tschechen in die Favoritenrolle in Preis-Leistungs-Fragen.

Ganz so günstig wie beim Fronttriebler, der ab 16.640 Euro zu haben ist, wird der Allrad-Spaß allerdings nicht: Weil es den Octavia Combi 4x4 zunächst nur als 1.6 TDI mit 105 PS, 2.0 TDI mit 150 PS und 1.8 TSI mit 180 PS gibt, müssen mindestens 22.540 Euro investiert werden – jeweils 1.800 Euro mehr als beim gleichen Modell mit Frontantrieb. Verkauft wird der Allrad-Octavia ab Juni.

Benny Hiltscher

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