Skoda Octavia 2013: 2.0 TDI CR und 1.8 TSI im Fahrbericht Der Preis-Sympath

01.02.2013

Skoda Octavia 2013: Erste Probefahrt mit 2.0 TDI und 1.8 TSI an der portugiesischen Ostalgarve. Ein erster Eindruck von der dritten Generation

Seit 1996 hat Skoda weltweit mehr als 3,6 Millionen Exemplare des Octavia verkauft, weshalb die Tschechen ihre Kompaktklasse mit Recht als Herz der Marke bezeichnen. Damit die ab Februar in Deutschland erhältliche dritte Generation diese großen Fußstapfen ausfüllen kann, haben die Techniker in Mlada Boleslav keinen Stein auf dem anderen gelassen.

 

Skoda Octavia 2013: 2.0 TDI CR und 1.8 TSI im Fahrbericht

Der neue Octavia nutzt den modularen Querbaukasten der Wolfsburger Mutter und profitiert davon in vielfältiger Weise: Im Vergleich mit dem Vorgänger konnte das Gewicht um bis zu 102 Kilogramm reduziert werden, was den Octavia III zum leichtesten Octavia aller Zeiten macht. Trotzdem bietet das neue Modell nochmals mehr Platz: 40 Millimeter mehr Breite und 90 Millimeter mehr Länge legen den Grundstein für noch großzügigere Abmessungen im Innenraum. Egal ob Kopffreiheit im Fond, Knieraum oder Kofferraumvolumen – im Vergleich mit dem Vorgänger legt der Octavia in allen relevanten Disziplinen zu.

Dabei gilt im Innenraum das gleiche Prinzip wie beim Exterieur: Der Octavia ist ein Auto, dass auf Design-Experimente verzichten kann und sich ganz bewusst auf das Wesentliche konzentriert. Geradlinig und schnörkellos lenkt der Tscheche die Aufmerksamkeit selbstbewusst auf die inneren Werte, einzig die Finne am Übergang von hinterer Tür und C-Säule fällt in dieser Hinsicht aus dem Rahmen. Ansonsten gilt: Schön ist, was praktisch ist.

Trotz aller Verbesserungen bleiben die Tschechen ihrer Preispolitik treu: Der Octavia startet als 1.2 TSI mit 63 kW (86 PS) starkem Benziner für 15.990 Euro – gemessen an den Qualitäten des Fahrzeugs ein sehr fairer Preis, der auch kleinere Schwächen wie das auf Unebenheiten leicht knarzende Armaturenbrett verzeihbar macht. Und der ab sofort bestellbare Skoda Octavia 2013 hält auch im ersten Fahrbericht, was das Technik-Paket aus dem VW-Baukasten verspricht:

Wir fuhren die vorläuf stärksten Motorisierungen, namentlich den Skoda Octavia 2.0 TDI CR mit 150 PS starkem Commonrail-Diesel und den Skoda Octavia 1.8 TSI mit 180 PS. Beide Motoren treiben die Kompakt-Limousine äußerst souverän an und lassen kaum Wünsche unerfüllt, beide bleiben aber bevorzugt im Hintergrund: Sowohl der Diesel als auch der Benziner sind im Innenraum akustisch kaum präsent, erst bei höheren Drehzahlen übertönen die Vierzylinder das Radio.

Beide Triebwerke kombiniert Skoda auf Wunsch mit einem Doppelkupplungsgetriebe, wobei das DSG im Fall des 2.0 TDI Herr über sechs Schaltstufen ist und beim starken Benziner sogar sieben Gänge sortieren darf. Wir fuhren beide Varianten mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe, das seinen Job auf überzeugende Art erledigt: Die Gänge lassen sich präzise einlegen und sind sauber aufeinander abgestimmt, das DSG vermissen hier nur eingefleischte Automatik-Fans.

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Auch sonst überzeugt der neue Octavia mit einer angenehmen Handhabung: Die Lenkung bietet genügend Rückmeldung für die eine oder andere zügig gefahrene Kurve, nervt aber nicht mit übertriebener Direktheit. Das Fahrwerk macht den Octavia zwar nicht zur Sänfte, reicht die meisten Unebenheiten aber angemessen gefiltert an die Insassen weiter. Moderne Assistenzsysteme wie der Lane Assist genannte Spurhalte-Helfer erledigen ihren Job unauffällig, aber zuverlässig. Wer im Fall der Fälle besonders sicher sitzen möchte, kann den Octavia mit bis zu neun Airbags ausstatten.
Benny Hiltscher

FAZIT: Wer sich zwischen den beiden vorläufigen Top-Modellen entscheiden will, erhält mit dem Skoda Octavia 2.0 TDI CR 2013 aus unserer Sicht das bessere Paket: Im Alltag ist der Turbodiesel kaum langsamer als der 30 PS stärkere Benziner, er verlangt allerdings deutlich seltener nach einem Besuch an der Zapfsäule. Da auch der Octavia 1.8 TSI kein akustisches Feuerwerk abbrennt und eher im Hintergrund arbeitet, dürfte der gut gekapselte Diesel für viele Kunden die bessere Wahl darstellen. Die Preise der stärkeren Varianten verrät Skoda zwar noch nicht, beide Modelle werden aber einen vergleichbaren monetären Einsatz verlangen.

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