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Kfz-Versicherung wechseln: Sonderkündigungsrecht

Beitragserhöhung erlaubt Wechsel der Kfz-Versicherung

Der Stichtag zum Wechseln der Kfz-Versicherung ist verstrichen, doch es gibt ein Sonderkündigungsrecht, mit dem der Wechsel auch nach dem 30. November möglich ist. Wer sparen will, sollte sich jedoch frühzeitig über die neuen Tarife informieren. Wir erklären was sich 2017 ändert und was zu beachten ist.

Um 2017 bei der Kfz-Versicherung zu sparen, lohnt es sich, über einen Wechsel nachzudenken. Die Frist dafür verstreicht in der Regel zum 30. November, doch in vielen Fällen ist ein Wechsel auch jetzt noch möglich. Denn bei allen Verträgen, die eine Beitragserhöhung bekommen haben, greift ein Sonderkündigungsrecht. Innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Beitragsrechnung kann die Kfz-Versicherung so außerordentlich gekündigt und von günstigeren Tarifen profitiert werden. Dabei gilt es aufmerksam zu sein, denn nicht immer heißen gesunkene Kosten im Umkehrschluss, dass der Beitrag gesunken ist. Beispiel: Bei einem Jahr unfallfreier Fahrt wird die Schadenfreiheitsklasse (SFK) besser eingestuft. Dadurch sinkt der Beitrag für die Kfz-Versicherung zum Beispiel um 45 Euro. Gleichzeitig könnte sich die Prämie durch eine Verschlechterung der Regionalklasse um 33 Euro erhöhen, sodass die Kosten am Ende nur um zwölf Euro gesunken wären. Auch bei einer solchen versteckten Beitragserhöhung greift das Sonderkündigungsrecht, daher lohnt es sich, die Beitragsrechnung ganz genau unter die Lupe zu nehmen.

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Jeder zweite Autofahrer zahlt zuviel für die KFZ-Versicherung (Video):

 

Kfz-Versicherung jetzt mit Sonderkündigungsrecht wechseln

Der Stichtag zum Wechsel der Kfz-Versicherung ist in der Regel der 30. November. Er ergibt sich daraus, dass die meisten Kfz-Versicherungen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember laufen und beim Wechsel des Versicherers die Kündigungsfrist von einem Monat einzuhalten ist. Diese gilt auch für andere Vertrags-Laufzeiten. Und das Nachdenken über einen Wechsel lohnt sich: Wer aufmerksam ist und zum richtigen Zeitpunkt auf eine neue Kfz-Versicherung umsteigt, kann bares Geld sparen. Das kann jährlich schon mal Beträge im dreistelligen Bereich ausmachen. Wichtig ist, die alte Kfz-Versicherung erst zu kündigen, wenn der neue Vertrag geschlossen ist. Die meisten Versicherer bieten dafür bereits einen unkomplizierten Wechselservice an und übernehmen die Kündigung beim alten Versicherer. Den besten Tarif für die Kfz-Versicherung findet man, indem man sich umfassend informiert – entweder direkt bei den Versicherern, einem Versicherungsmakler oder über Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox.

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Kfz-Versicherung bis 30. November wechseln

Wenn man über's Wechseln der Kfz-Versicherung nachdenkt, lohnt es sich ebenfalls sich mit den benötigten Konditionen auseinanderzusetzen, denn hier lauert ein großer Teil der Kosten. So können einzelne Tarifmerkmale den Beitrag mehr als verdoppeln. Dazu gehört zum Beispiel der Kaskoschutz: Wer darauf verzichtet, kann durch Rabatte bis zu 65 Prozent sparen. Wenn beim Wechsel der Kfz-Versicherung zusätzlich die Fahrleistung verringert wird, kann der Beitrag um bis zu 24 Prozent sinken und eine Werkstattbindung nochmals bis zu 21 Prozent Vergünstigung ausmachen. Andersrum geht es natürlich auch: Werden beispielsweise weitere Fahrer in die Kfz-Versicherung aufgenommen, können sich die Kosten um bis zu 71 Prozent erhöhen und wird die Fahrleistung von 12.000 auf 35.000 Kilometer pro Jahr aufgestockt, kostet die Versicherung oft gleich das Doppelte. Einfluss auf die Höhe des Beitrags nimmt auch die Schadenfreiheitsklasse der Fahrer. Dabei gilt: Je mehr schadenfreie Versicherungsjahre ein Fahrer angesammelt hat, desto günstiger kann er das Auto versichern. Rund 50 Parameter wirken sich auf die Höhe des Beitrags aus, die jedoch von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ausfallen. Allein deshalb lohnt es sich, vor einem Wechsel die Preise zu vergleichen.

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Typklassen-Einstufung 2017 ausgewählter Modelle (Video):

 

Wechsel der Kfz-Versicherung spart Kosten

Zwei Parameter, die bei der Kfz-Versicherung jedes Jahr auf ein Neues angepasst werden, sind die Regional- und Typklassen. Für 2017 wurden die neuen Einstufungen bereits bekanntgegeben und sorgen dafür, dass es für viele Autofahrer zum Jahreswechsel wieder teurer wird. Wenn man Pech hat, kostet die Kfz-Versicherung im kommenden Jahr also mehr, obwohl man selbst keinen Versicherungsfall gemeldet hat. Die Einstufung der Typklasse richtet sich nach der Anzahl und Höhe der regulierten Schäden des jeweiligen Auto-Modells in den vergangenen drei Jahren. Außerdem werden bei der Kasko-Versicherung auch die Häufigkeit von Diebstählen, Bränden oder Glasschäden berücksichtigt. Insgesamt lässt sich sagen, dass große Fahrzeuge mit größerem Motor eher hoch eingestuft werden, während kleine Wagen mit kleineren Motoren in niedrigeren Typklassen eingeordnet sind. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Typklassen-Einstufung für die meisten Modelle jedoch nur wenig bis gar nicht verändert. Nur ein bis drei Prozent der Fahrzeuge wurden mehr als eine Klasse herauf oder heruntergesetzt.

Typklassen im Video erklärt:

 

Typklassen für KFZ-Versicherung 2017 bekannt

Anders sieht es für die Kfz-Versicherung bei den Regionalklassen 2017 aus. Diese richtet sich nach Statistiken für den jeweiligen Zulassungsbezirk. Innerhalb Deutschlands gibt es so über 400 verschiedene Regionalklassen. Die Einstufung der Autos wird danach bewertet, wie sich die Schadens- und Unfallzahlen in einer bestimmten Region verändert haben. Schließlich ist in einer Großstadt mit viel Verkehr das Risiko einen Unfall zu bauen wesentlich größer, als auf dem Land. Neben Unfällen werden in der Kasko-Versicherung ebenfalls eingerechnet, wie viele Fahrzeuge in einem Bezirk gestohlen wurden und welche Wetterverhältnisse (z.B. Hagel) normalerweise vorherrschen. Für die Kfz-Versicherung 2017 wurden die Regionalklassen bereits neu festgelegt, wobei rund 6,3 Millionen Autofahrer, das entspricht 16 Prozent der Versicherten, mit sinkenden Kosten für ihre Kfz-Versicherung rechnen können. Bei 4,8 Millionen (12 Prozent) wird sie jedoch teurer.

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Regionalklassen im Video erklärt:

 

Regionalklassen 2017 beeinflussen Versicherungsbeitrag

Insgesamt lässt sich anhand der neuen Regionalklassen für die Kfz-Versicherung sagen: Wer im Norden Deutschlands wohnt, kann sich im kommenden Jahr über eine niedrige Einstufung freuen, im Süden hingegen sind die Regionalklassen eher etwas höher. Gerade in den Großstädten bleibt es bei den bisher schon hohen Klassen. Besonders schlecht sieht es wohl für Autofahrer in Offenbach am Main aus, denn dort konnte die höchste Schadensbilanz verzeichnet werden. Das Gegenteil trifft für Fahrer zu, die ihr Auto in Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern angemeldet haben, denn hier fallen die Statistiken dieses Jahr am günstigsten aus. Wo genau mit schlechteren und besseren Einstufungen zu rechnen ist, kann weiter unten in der Tabelle nachgesehen werden oder direkt beim GDV. Grundsätzlich gilt: Wer die Augen offen hält und einen Wechsel in Betracht zieht, kann bei der Kfz-Versicherung viel Geld sparen.

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Veränderungen Regionalklassen Bundesländer:  
Baden-Württemberg Bessere Einstufungen
Bayern Bessere Einstufungen
Berlin Weiterhin hohe Einstufung
Brandenburg Weiterhin günstige Einstufung
Bremen Weiterhin günstige Einstufung
Hamburg Weiterhin hohe Einstufung
Hessen Zahlreiche Änderungen
Mecklenburg-Vorpommern Weiterhin günstige Einstufung
Niedersachsen Weiterhin günstige Einstufung
Nordrhein-Westfahlen Zahlreiche Änderungen
Rheinland-Pfalz Bessere Einstufungen
Saarland Bessere Einstufungen
Sachsen Bessere Einstufungen
Sachsen-Anhalt Weiterhin günstige Einstufung
Schleswig-Holstein Weiterhin günstige Einstufung
Thüringen Bessere Einstufungen

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Lena Reuß