SEMA 2007 - absolut verschärft SEMA 2007 - absolut verschärft

02.11.2007

Vergessen Sie Tempolimit, CO2-Diskussion und die Checkliste für die TÜV-Haupt- untersuchung. Auf der SEMA zählt nur eins: tiefer, breiter, lauter, stärker und schneller

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Lack und Leder, Chrom und Silikon. Was in Las Vegas auf dem Strip abläuft, ist gar nichts im Gegensatz zu dem Trubel im örtlichen Convention Center. Es ist seit 1967 die schrillste Automesse der Welt, die Specialty Equipment Market Association, kurz SEMA. Hier treffen sich jedes Jahr die ganz Extremen unter den Vollgaskranken und präsentieren ihre neusten Kreationen im Tuning-Sektor. Über 2000 Aussteller und 125.000 Besucher bevölkern die vier großen Hallen.

Monströse 42-Zoll Felgen, bis auf den Asphalt tiefer gelegte Karosserien, Soundsystem in Rockkonzert-Format und Motortuning bis über 2500 PS - in Sachen Exklusivität und Coolness macht der SEMA keiner was vor. Hey man, wir sind in Amerika, da muss alles bigger and better sein.

Downsizing ist in der Spielerstadt fehl am Platz, was zählt sind pure Größe und ausgefallene Ideen. Veredler bieten auf der Verkaufsmesse ein Kessel voller Buntes von Abgasturbolader, über scharfe Nockenwellen, leuchtende Karosserien bis zu verchromten Zylindern. Der Trend des Jahres sind neben der schieren Größe vor allem farbig lackierte Felgen. Black ist zwar beautiful, aber dieses Jahr nicht mehr so angesagt. Neben Tuner-Größen wie West Coast Customs zeigen auch die großen US-Autobauer zeigen hier Flagge.

Ford stellt gleich mehrere gepimpte F350 Super-Duty-Trucks zur Schau, bei denen Leitern zum Entern der Kabinen vonnöten sind, und die eher an Braunkohle-Bagger erinnern als an überdimensionierte SUVs. Als Antriebe dienen mächtiger 6,4 Liter V8, die Felgen messen mindestens 22 Zoll.

Der Klassiker Ford Mustang versetzt die Amis immer noch in Staunen, egal ob als historisches Modell oder als Neufahrzeug. Zum 40. des Ponys stellt Ford den GT 500 R Shelby 40th Supercharger aus. Unter der Haube pocht standesgemäß ein kompressorgeladener 5,4 Liter großer V8. Nebenan blitzt ein perfekt aufgebauter 1932 Hot Rod mit 340 PS. Auf der SEMA weichen selbst konservative Hersteller von ihrem üblichen Marketingweg ab.

Ford-Tochter Volvo, die fast ein Drittel ihres Absatzes in Nordamerika bestreitet, zeigt sich zurückhaltender, aber nicht langweilig. Tuner Heico Sportiv veredelt einen C30 im Surfdesign mit Bodykit, vierflutiger Auspuffanlage, Differenzialsperre und Alu-Applikationen im Innenraum. Standesgemäß sind 19-Zoll Felgen und ein Sportfahrwerk montiert. Gegenüber des dreitürigen Kompakten steht ein S80 High Performance Concept mit einer speziellen Aluminium-Lackierung und einem 350 PS starken FlexiFuel Motor, der mit Bio-Ethanol betrieben wird. Ergänzt wird das Duo von dem heißem Hot Rod und dem neuesten Bay Watch-Dienstwagen, dem Volvo XC90 Surf Rescue.

General Motors mit seinen Marken Cadillac, Chevrolet, Hummer, GMC, Pontiac und Saturn muss auf dem heimischen Markt ebenfalls zeigen war pure Größe ist: Escalade, E85 Ethanol Drag Racer, Camaro Convertible Concept, Hummer H3R Racing Concept mit 500 PS, Jay Lenos Ethanol Corvette Z06 mit 600 PS, Pointiac Solitair Racer Concept und Cadillac CTS Sport Concept begeistern die meist jungen Besucher.

Doch ganz geht die Umweltdiskussion auch in den Staaten nicht spurlos an der Messe vorüber. Die großen US-Hersteller versuchen ökologisches Bewusstsein mit Sportlichkeit zu vereinen. Die Corvette von Fernseh-Talker Jay Leno oder der Ford Fusion Hydrogen 999 sowie der GM E 85 Ethanol Flex Fuel Hot Rod sind nur einige Beispiele. Und auch VW zeigt mit dem Dieselution-Truck und einigen TDI-Modellen den Amis ihre Sparwunder made in Germany.

Die Tuner folgen dem Beispiel nicht. Noch nicht. Das wird sich aber ändern, wollen sie nicht diesen lukrativen Trend verpassen. Denn der Markt der heißen Autos ist in den USA nicht groß, er ist riesig. Über 36 Milliarden Doller setzen die Tuner jedes Jahr um, von glitzerndem Zubehör, über riesengroße Felgen bis zu Motorumbauten für den kurzen Dragrace.

Sehen Sie selbst, was die SEMA 2007 alles zu bieten hat: perfekt umgebaute Oldies, Hot Rods und Standgirls. Let`s rock. (hob)

AUTO ZEITUNG

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