Seat Russland: Rückzug wegen Absatzproblemen Ende 2014 ist Schluss

18.11.2014

Rückzug aus Russland: Ende des laufenden Jahres wird Seat die Präsenz auf dem einst boomenden Automarkt einstellen. Grund sind Absatzprobleme

Die Volkswagen-Tochter Seat bricht ihre Zelte in Russland ab. Das deutsch-spanische Unternehmen werde sich schon Ende des Jahres 2014 aus dem russischen Markt zurückziehen, sagte ein Sprecher des Unternehmens der Nachrichtenagentur dpa in Madrid und bestätigte damit einen Zeitungsbericht.

 

Seat Russland: Absatzrückgang im Jahr 2014

Hauptgründe seien der schwache Rubel und die wirtschaftlichen Probleme des Landes, die zu einem starken Absatzrückgang geführt hätten, hieß es.
Seat hatte erst 2012 in Russland die Zahl seiner russischen Handelsstützpunkte mehr als verdoppelt und die im Land angebotene Produktpalette erweitert. Dennoch blieb die Präsenz der Marke in Russland gering. Im vergangenen Jahr stieg dort die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 35 Prozent auf lediglich 3375.

Obwohl Seat im vergangenen Jahr mit knapp 6,5 Milliarden Euro die höchsten Umsatzerlöse der Unternehmensgeschichte erzielte, bleibt die Tochter für den VW-Konzern ein Sorgenkind. Die Nettoverluste nämlich kletterten von rund 30 Millionen auf 149 Millionen Euro.

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