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Schlamm Schlacht

Schlamm Schlacht

Land Rover verspricht, dass die Neuauflage des vielseitigen Discovery V8 maximale Geländegängigkeit mit einer deutlich aufgewerteten Straßentauglichkeit verbindet. Im Vergleich mit dem etablierten Mercedes ML 500 muss sich der Neuling beweisen

Die mittlerweile dritte Generation des Land Rover Discovery entstand komplett unter der Regie des Ford-Konzerns. Befürchtungen seitens der eingefleischten Fans der Marke, dass ihr "Disco" deshalb an Charakter verlieren könne, entkräftet der Wagen rasch. Er ist und bleibt durch und durch ein waschechter Abenteurer. Doch wie steht es um seine Alltagstauglichkeit, den Reisekomfort und die Kostenbilanz? Zum Vergleich fordert er den ausgereiften und bekanntermaßen ausgewogenen Mercedes ML heraus - beide treten mit knapp 300 PS starken V8-Motoren an.

Karosserie

Bereits im ersten Kapitel legt der ML die Messlatte hoch: Er bietet fünf Passagieren ausreichend Platz und offeriert einen Gepäckraum von 633 Litern. Doch bei näherer Betrachtung fällt auf, dass der Kofferraum nur dann über sein volles Volumen verfügt, wenn die Rücksitzbank nach vorn geschoben wird. Das kostet Knieraum. Außerdem schmälert das seitlich weit eingezogene Dach die Kopffreiheit auf den vorderen Plätzen. Der Discovery profitiert diesbezüglich von seiner aufrechten Formgebung. Zudem erlaubt das in Höhe und Abstand regulierbare Lenkrad eine optimale Sitzposition, obwohl Fahrer und Beifahrer recht dicht an den Türen sitzen. Auf den drei Plätzen in der zweiten Reihe geht es spürbar geräumiger zu als im ML. Die Füße passen unter die Vordersitze, die Breite der Bank reicht tatsächlich für drei Erwachsene. Selbst die optionale dritte Sitzreihe bietet genug Bewegungsfreiheit für zwei ausgewachsene Mitfahrer. Um in die letzte Reihe zu gelangen, erfordert es jedoch ein wenig Gelenkigkeit, und beim Einrasten der Klappsitze aus Reihe zwei ist Vorsicht geboten, um die Füße der ganz hinten Reisenden nicht einzuklemmen. Abgesehen von dieser Fußfalle überzeugt der Land Rover mit einer umfangreichen Sicherheitsausstattung. Überdies wartet der Brite mit einer sehr ordentlichen Verarbeitung auf. Obwohl er auf nobles Material wie Holz oder Chrom im Innenraum verzichtet, überzeugt er mit einem sauberen Finish und einer unerschütterlich soliden Karosserie, die selbst auf den übelsten Marterpisten unseres Testgeländes keine Knistergeräusche von sich gab - im Gegensatz zum zittrigen ML.

KarosserieMax. PunkteLand Rover Discovery V8Mercedes ML 500
Raumangebot vorn1008778
Raumangebot hinten1008878
Übersichtlichkeit1008065
Bedienung/ Funktion1008979
Kofferraumvolumen1009488
Variabilität705350
Zuladung/ Anhängelast806468
Sicherheit150127108
Qualität/ Verarbeitung200183150
Kapitelbewertung1000865764
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Land Rover Discovery V8

PS/KW 299/220

0-100 km/h in 9.00s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang Automatik

Spitze 195 km/h

Preis 52.300,00 €

Mercedes ML 500

PS/KW 292/215

0-100 km/h in 7.50s

Allradantrieb, permanent, 5 Gang Automatik

Spitze 222 km/h

Preis 61.306,00 €