Saab produziert wieder Saab produziert wieder - Die Highlights aus Schweden

26.02.2009


Der insolvente schwedische Autohersteller Saab musst wegen akuter Zahlungsprobleme die Produktion für einen Tag
einstellen


Stockholm. Der insolvente schwedische Autohersteller Saab hat seine Produktion nach eintägiger Unterbrechung wieder in vollem Umfang aufgenommen. Wie eine Unternehmenssprecherin in Trollhättan am Donnerstag mitteilte, seien "Schwierigkeiten mit einem Lieferanten" ausgeräumt worden. Nach Medienberichten vom Vortag hatte Schwedens Zoll wegen unbezahlter Rechnungen den zeitweiligen Stopp der Produktion herbeigeführt.

Saab gehört wie Opel in Deutschland zum US-Konzern General Motors (GM) und will mit einem neuen Eigner überleben. Der bisherige Konzernchef Jan-Åke Jonsson sagte in der Zeitung "Svenska Dagbladet", es gebe derzeit "sieben bis acht seriöse Kaufinteressenten". Man müsse aber damit rechnen, dass die bisher angepeilte Frist von drei Monaten zur Neustrukturierung nicht ausreichen werde. Danach werde GM neues Kapital für die Fortsetzung der Produktion bereitstellen müssen.

Saab hat der selbst um ihr Überleben kämpfenden US-Mutter in den letzten Jahren stets hohe Verluste eingebracht. 2008 produzierten die 4000 Beschäftigten nur noch 94 000 Wagen.

Saab steht schon seit einiger Zeit mit dem Rücken zur Wand. Der angeschlagene US-Konzern General Motors hatte für das schwedische Tochterunternehmen Insolvenzantrag gestellt. Damit ist zwar der Weg in eine selbstständige Zukunft frei, mögliche Partner und Investoren sind aber immer noch nicht in Sicht.

In der Übergangsphase sollten die 4000 Saab-Beschäftigten die Produktion unter Führung eines gerichtlich eingesetzten Insolvenzverwalters fortsetzen. Der überwacht gleichzeitig die Neustrukturierung des Unternehmens, die laut schwedischem Gesetz in drei Monaten abgeschlossen sein muss. Dazu gehört, dass die in den vergangenen Jahren unter GM-Führung ausgelagerten Bereiche Design und Entwicklung wieder vollständig integriert werden.

Saab-Direktor Jan-Ake Jonsson „Wir haben entschieden, dass eine Reorganisation der beste Weg ist, um als unabhängige Einheit für Investoren attraktiv zu sein.“

Die Stockholmer Zeitung „Expressen“ berichtetete, dass Verhandlungen mit Opel über ein künftiges Zusammengehen geführt werden. Die Zukunft der skandinavischen Traditionsmarke kann den Rüsselsheimern nicht egal sein. Während der Zeit im GM-Verbund hat Opel vor allem bei der Entwicklung von Turbomotoren eng mit Saab zusammen gearbeitet. Von der Saab-Insolvenz ist auch der österreichische Autozulieferer Magna Steyr betroffen – dieser fertigte sämtlich Saab 9-3 Cabrio-Modelle.

Schwedens Regierung hatte in der Vergangenheit jede Hilfe für GM abgelehnt, für die Zeit der Neustrukturierung fließen jedoch staatliche Finanzhilfen an Saab. Seit acht Jahren schreibt das Unternehmen keine schwarzen Zahlen mehr. Sollten sich auch langfristig keine Investoren finden lassen, droht der Traditionsmarke das Aus.(dpa/ags)

Hier ein Blick auf die Saab-Highlights. 

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