Saab-Krise: Schwedischer Autobauer kämpft weiter ums Überleben Ist Saab noch zu retten?

26.04.2011

Saab kämpft weiter ums Überleben. Nach dem dreiwöchigen Produktionsstopp brauchen die Schweden weiterhin Geld, bekommen es aber nicht

Die Überlebenschancen für den Autohersteller Saab haben sich über Ostern massiv verschlechtert. Nach fast drei Wochen Produktionsstillstand wegen Geldmangels konnte das schwedische Unternehmen auch zum Wochenauftakt nicht die erhoffte Nothilfe über 270 Millionen Kronen (30,4 Mio Euro) des russischen Finanziers Wladimir Antonow für unbezahlte Rechnungen einsetzen.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat nach Angaben eines Antonow-Sprechers für die Freigabe des Geldes so harte Bedingungen gestellt, dass das Ziel dahinter "wohl eher ein Saab-Konkurs ist". Saab benötigt die Zustimmung der EU-Bank, weil diese einen Kredit über vier Milliarden Kronen für die langfristige Modellentwicklung gewährt hat.

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Von diesem Betrag will die EIB nach Saab-Angaben jetzt 3,6 Milliarden Kronen binnen 90 Tagen zurück. Das chronisch mit Verlust operierende Unternehmen war im letzten Jahr vom US-Konzern General Motors (GM) an den sehr kleinen niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars verkauft worden.

Im letzten Jahr liefen im Saab-Stammwerk Trollhättan nur noch 32.000 Autos vom Band. Jeder Tag ohne Produktion erschwere das Überleben erheblich, sagte ein Unternehmenssprecher am Ostermontag in Medien. Saab beschäftigt 3700 Mitarbeiter.
dpa

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