Rückrufe bei VW und Mini: Feuergefahr bei 2.0 TDI und 1.6 Turbo Feuergefahr bei VW und Mini

17.01.2012

Rückruf zum Jahresbeginn: Zehntausende Autofahrer eines 2,0-Liter-Dieselmotors aus dem VW-Konzern sowie eines Mini Cooper S oder John Cooper Works müssen in die Werkstatt. Die beiden Hersteller rufen weltweit insgesamt mehr als eine halbe Million Autos zurück

Wolfsburg/München, 17. Januar 2012 – Die Volkswagen-Gruppe und die BMW-Tochter Mini müssen wegen technischer Probleme hunderttausende Fahrzeuge außerplanmäßig in die Werkstatt rufen. Bei beiden Herstellern besteht im Extremfall die Gefahr eines Brands im Motorraum.

Bei VW sind allein in Deutschland 105.000 Autos der Baureihen Eos, Golf, Jetta, Passat, Scirocco, Tiguan und T5 mit 2,0 Liter-Dieselmotoren betroffen, wie Volkswagen am Montag auf Anfrage bestätigte. Weltweit gilt der Rückruf für 300.000 Autos. Die Münchner rufen wegen Problemen mit einer Kühlwasserpumpe 235.000 Minis mit den Motorvarianten Cooper S und John Cooper Works zurück, beide Modelle werden von einem Vierzylinder-Turbomotor mit 1,6 Liter Hubraum angetrieben.

 

Rückruf bei Mini und VW: Feuergefahr im Motorraum

In Deutschland seien 22.000 Autos vom Rückruf betroffen, sagte ein Mini-Sprecher. Verbaut wurde die Pumpe zwischen März 2006 und Januar 2011. Die Kunden würden rasch über die Aktion informiert.

Bei VW handelt es sich um 2,0-Liter Dieselmotoren (2.0 TDI) der Baujahre 2009 bis 2012. Hintergrund für den Reparaturbedarf sind die Einspritzleitungen. An ihnen kann unter bestimmten Umständen Kraftstoff austreten. Der Sprecher betonte, dass in diesem Zusammenhang von Motorbränden nichts bekannt sei. Der Rückruf sei eine nötige Vorsichtsmaßnahme, VW wolle alle betroffenen Kunden anschreiben und in die Werkstätten bitten.

Den Angaben zufolge sind auch die VW-Töchter Audi, Skoda und Seat betroffen – jedoch in weitaus geringerem Umfang als die Kernmarke VW. So teilte Skoda mit, dass es sich um 12.755 Autos weltweit handele, 4.067 davon in Deutschland. Es gehe um die Modelle Octavia (Jahre 2009 bis 2011), Superb (2009 bis 2011) und Yeti (2010). Bei Seat sind weltweit sogar nur 183 Fahrzeuge betroffen, lediglich 17 davon in Deutschland. Es geht um den Altea und Leon – beide mit dem Produktionszeitraum März bis September 2009. Bei Audi ist der Kompaktklasse-Vertreter A3 betroffen. Weltweit gehe es um 12.000 Autos, 2.500 davon in Deutschland, sagte ein Sprecher.

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Dem VW-Sprecher zufolge verursachte die fehlerhafte Charge eines Zulieferers das Problem. In der Werkstatt werde die Leitung verstärkt, so dass die Gefahr gebannt sei. Sollte das Problem schon aufgetreten sein, könne sich das durch Spritgeruch bemerkbar machen. Die Reparatur sei in ungefähr einer halben Stunde abgeschlossen.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes KBA gab es im Jahr 2010 in Deutschland 185 Rückrufe. Insgesamt betroffen gewesen seien 1,19 Millionen Autos. Bei der größten Einzelaktion hätten 412.696 Wagen in die Werkstätten gemusst.
dpa/bh

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