Rückruf-Aktion betrifft Opel Corsa und Adam 2014 - Autos bis Check stehen lassen Stillstand bis zum Check

29.09.2014

Rückruf-Aktion bei Opel: Zu einer wichtigen Überprüfung von 8000 Wagen seiner Modelle Opel Adam 2014 und Corsa rät der Autohersteller Opel. Bis dahin sollen die Autos nicht bewegt werden. Es geht um ein Bauteil der Lenkung. In Nordamerika ruft Ford Hunderttausende Fahrzeuge zurück

Der Autobauer Opel hat für 8000 Fahrzeuge der Modellreihen Adam und Opel Corsa 2014 eine dringende Sicherheitsüberprüfung empfohlen und den Besitzern dazu geraten, das Auto bis dahin nicht zu fahren. Betroffen seien Fahrzeuge der aktuellen Generation, die seit Mai 2014 ausgeliefert worden seien, teilte Opel am Freitagabend in Rüsselsheim mit.

 

Rückruf-Aktion: Opel Corsa und Adam 2014 bis Check stehen lassen

Der Autobauer Opel informiert seit Samstag im Internet über die dringend empfohlene Sicherheitsüberprüfung für 8000 Fahrzeuge der Modellreihen Adam und Corsa. Auch eine Telefon-Hotline sei geschaltet worden, sagte ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim.

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Auf der Internetseite erklärt Opel, wie Kunden herausfinden können, ob ihr Wagen betroffen ist. Sei dies der Fall, dürften sie mit ihrem Wagen «unter keinen Umständen mehr fahren, um jegliches Risiko zu vermeiden», warnte das Unternehmen. Opel liegen nach eigenen Angaben aber keine Informationen über Unfälle oder Verletzungen vor. Das Problem sei bei eigenen Routine-Kontrollen entdeckt worden.

Das entsprechende Teil der Lenkung könne in der Werkstatt innerhalb von 30 Minuten ausgetauscht werden, sagte der Opel-Sprecher. Komme es zu Wartezeiten, kümmere sich Opel für diese Zeit um einen Ersatz. Betroffene Kunden würden auch automatisch kontaktiert.

Hintergrund sei, dass die betroffenen Fahrzeuge mit einem Teil des Lenkungssystems hergestellt worden seien, «das nicht den Spezifikationen entsprach». Weitere Details nannte ein Opel-Sprecher auf Anfrage nicht. «Um jedes Risiko zu vermeiden, sollten diese Autos erst nach einer Überprüfung wieder gefahren
werden», teilte das Unternehmen weiter mit.

Dem Unternehmen liegen nach eigenen Angaben keine Informationen über Unfälle oder Verletzungen vor, die damit in Verbindung stünden. Bei Routine-Kontrollen in den Produktionsstätten sei Opel auf das Problem aufmerksam geworden.

Der Opel-Mutterkonzern General Motors kämpft bereits seit Monaten mit einer der größten Rückrufaktionen in der Automobilgeschichte. Am Freitag beorderte nun Ford in Nordamerika massenweise Autos in die Werkstätten. Der Rückruf betreffe in Nordamerika 850 000 Wagen der Marken C-Max, Fusion, Escape und Lincoln MKZ aus den Modelljahren 2013 und 2014, teilte das Unternehmen mit. Wegen möglicher Defekte an den Steuerungseinheiten bestehe die Gefahr von Kurzschlüssen. Deshalb
könnten unter anderem die Airbags und Sicherheitsgurte bei einem Crash versagen.

Ford wisse aber bislang nichts von Unfällen oder Verletzungen. Ende Mai hatte das Unternehmen bereits über eine Million Autos wegen möglicher Probleme mit der Lenkung zurückgerufen.

Erst am Donnerstag hatte auch der drittgrößte US-Autobauer Chrysler wegen Problemen mit defekten Zündschlössern knapp 350 000 Wagen in die Werkstätten beordert. Betroffen sind demnach Jeep-Geländewagen und Dodge-Limousinen des Modelljahres 2008. Durch den Defekt kann der Zündschlüssel im schlimmsten Fall während der Fahrt in die «Aus»-Position springen, so dass der Motor ausgeht und die Bremsen versagen. Chrysler geht davon aus, dass dies bislang zu einem Unfall
führte, aber ohne Verletzte.

AUTO ZEITUNG

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