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Roadstervergleich

Talentprobe

Seit mehr als 40 Jahren steht der Name Alfa Spider für die italienischen Momente des Offenfahrens. Hat der neue Spider das Kultpotenzial seiner Vorgänger geerbt? Im Vergleich mit den Sechszylinder-Roadstern Mercedes SLK 350 und Nissan 350Z muss er sein Talent beweisen.

Ein neuer Alfa Spider ist immer ein Ereignis, auch weil es ein so seltenes ist. Schließlich trat es in über 50 Jahren nur viermal ein. 1955 begründete der Giulietta Spider die Tradition der offenen, kleinen Alfa-Zweisitzer. Der Spider von 1966 auf Basis der Giulia-Limousine wurde in vier Modellgenerationen bis 1993 gebaut, und mit dem Spider von 1995 hielt der Frontantrieb Einzug. Nun also Spider Nummer vier. Nummer vier ist eigentlich ein Brera ohne Dach und somit ein Kind vieler Väter. Giugiaro, das hauseigene Centro Stile und Pininfarina waren in Formgebung und Produktion des neuen Spider involviert. Kein Wunder also, dass sich das Resultat dieser konzertierten Bemühungen sehen lassen kann. Als Designobjekt jedenfalls überflügelt der Neue seinen formal stets umstrittenen frontgetriebenen Vorgänger mühelos. Ob die technischen Qualitäten des neuen Spider mit den ästhetischen mithalten können, muss er in diesem Vergleich beweisen. Dabei trifft der Alfa – in seiner stärksten und teuersten Form als 3.2 JTS V6 24 V Q4 mit 260 PS – auf etablierte Konkurrenz: den Mercedes SLK 350 mit 272 PS und den 301 PS starken Nissan 350Z Roadster.

Karosserie

Roadster sollen nicht mehr als zwei Personen möglichst vergnüglich von A nach B befördern. Der Verzicht auf alles, was sich irgendwie nach Komfort und Bequemlichkeit anhört, zählt – anders als früher – nicht mehr unbedingt zur Definition eines echten Roadsters. Was die modernen Roadster dennoch mit ihren puristischen Ahnen verbindet, ist der fehlende Platz. Das gilt auch für den Brera-Spider, obwohl er auf der Plattform einer ausgewachsenen Mittelklasse-Limousine aufbaut, dem 159. Leider vergaßen aber die Alfa-Erbauer, dass zu einem Sportwagen auch eine tiefe Sitzposition gehört. So hat der Alfa-Pilot zwar vergleichsweise viel Bewegungsfreiheit, nur nicht nach oben. Selbst normal gewachsene Mitteleuropäer fahren den Sitz sofort nach dem Einsteigen auf die tiefste Stufe und sitzen immer noch zu hoch. Zudem müssen schwerer ausgefallene Alfa-Freunde allein auf Reisen gehen, denn der voll ausgestattete Testwagen wiegt 1880 Kilogramm, sodass die Zuladung auf indiskutable 110 Kilogramm schrumpft. Immerhin sammelt der Spider ein paar Zusatzpunkte, weil er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten einen Anhänger ziehen darf. SLK (1560 kg) und 350Z (1660 kg) sind dagegen richtige Leichtgewichte. Dafür fällt die schwere Alfa-Karosse eine ganze Klasse steifer aus, als es früher beim Spider üblich war. Dennoch erreicht der Spider nicht ganz die Karosseriequalität des soliden SLK. Auch sonst leistet sich der ausgewogene Mercedes keine Schwäche. Er gewinnt die Karosseriewertung souverän vor dem Alfa. Der Nissan verliert viele Punkte durch den sehr kleinen Kofferraum und die eher sparsame Sicherheitsausstattung.

KarosserieMax. PunkteMercedes SLK 350Nissan 350Z RoadsterAlfa Romeo Spider 3.2 JTS V6 24V Q4
Raumangebot vorn100696858
Raumangebot hinten100---
Übersichtlichkeit70484240
Bedienung/ Funktion100807572
Kofferraumvolumen10018-12
Variabilität1005-2
Zuladung/ Anhängelast80518
Sicherheit150665566
Qualität/ Verarbeitung200174168168
Kapitelbewertung1000465409426
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes SLK 350

PS/KW 272/200

0-100 km/h in 6.10s

Hinterrad, 7 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 45.875,00 €

Nissan 350Z Roadster

PS/KW 300/221

0-100 km/h in 6.30s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 250 km/h

Preis 40.590,00 €

Alfa Romeo Spider 3.2 JTS V6 24V Q4

PS/KW 260/191

0-100 km/h in 6.90s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 240 km/h

Preis 42.100,00 €