Classic Cars Oldtimer-Ratgeber: Einbau Retro-Radio Klassische Musik

29.12.2013

Das neue Retrosound Zuma ist ein modernes Radiogerät mit klassischer Drucktasten-Optik. Wie baut man es ein? Welche Alternativen gibt es?

Das bisher angebotene Retrosound-Radiogerät namens Model One wirkte manchem nicht klassisch genug, doch mit dem seit kurzem erhältlichen Zuma mit fünf Drucktasten (verchromt, schwarz oder Elfenbein) unter dem Display ist damit Schluss – endlich ein Radio, das optisch etwa an die alten Blaupunkt-Modelle heranreicht.

 

Radio-Einbau mit System

Wer die 300 Euro in ein Zuma investiert und nochmal 30 Euro für einen Fahrzeug-spezifischen Einbausatz (Knöpfe und Blende) ausgibt, bekommt in einem repräsentativen großen Kasten viele Plastiktüten mit Inhalt geliefert. Das Zuma macht qualitativ einen ordentlichen Eindruck. Das Montagesystem nennt Retrosound „Infini Mount“. Damit sind die Blechwinkel gemeint, mit deren Hilfe die Drehregler rechts und links von der Steuereinheit angebracht werden.

Ein einfaches, aber wirksames System. Damit gelingt der Einbau in praktisch jeden Oldtimer. Voraussetzung: 12 Volt. Das Zuma ist leicht und schmal. Es passt praktisch überall hin. Ein echter Vorteil. Nachteil: CDs passen nicht hinein. Und die Anschlussmöglichkeiten sind begrenzt. Am meisten stört, dass ein iPod am USB-Eingang nicht erkannt wird. Man kann dort auch keinen Strom für den iPod abgreifen, denn das Radio versucht, den iPod auszulesen, was nicht gelingt und dann mit einer „Error“-Anzeige endet. USB-Sticks mit aufgespielter Musik werden in der Regel aber erkannt und die Verzeichnisse übernommen. Wer ein Radio mit der Bedienlogik von damals erwartet, wird enttäuscht. Das Zuma hat eine in Menüs und Untermenüs aufgeteilte  Bedienung. Um die Einstellmöglichkeiten zu erreichen, muss man Knöpfe mal kurz, mal lang drücken und Drehregler nach links oder rechts drehen. Das ist etwas fummelig.

Ganz wichtig: Zuerst das Radio auf Empfangsbetrieb in Europa einstellen, denn sonst funktioniert das RDS nicht. Die Displayfarbe lässt sich auf Weiß oder Grün einstellen – auf Orange leider nicht, was für einige Klassiker wünschenswert wäre. Fazit: 330 Euro sind ein stolzer Preis für das Retrosound Zuma, denn bereits deutlich billigere Geräte bieten mehr Anschlussmöglichkeiten. Die kompakten Maße und die für alle Fahrzeuge passenden Einbausätze sprechen für das Zuma. Alternative: Man lässt ein altes Autoradio überholen. Das ist günstiger, als viele glauben. Man kann sogar aus Mono-Radios Stereosound holen und Mittelwellengeräte auf UKW trimmen. Unser Dank gilt dem HiFi-Spezialisten Dr. Boom in Köln für die Beschaffung des Testgeräts (www.dr-boom.de).

Bezugsquelle:

Retrosound-Importeur:
Ampire Electronics GmbH & Co. KG
Langwadener Str. 60
41516 Grevenbroich
Tel.: 02181/819550
www.store.ampire.de

Radio-Überholung und -Umbau:
Classic Car Radio
Holger Kleinschmidt
Wallster Loog 18
26607 Aurich
Tel.: 04941/973686
holger.kleinschmidt@gmx.de

Thorsten Elbrigmann

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