Renault DeZir: Elektroauto-Studie debütiert auf dem Pariser Autosalon 2010 Leichtbau-Coupé mit Elektromotor

08.07.2010

Zum Autosalon Paris (2. bis 17. Oktober) zeigt Renault erstmals seine Elektroauto-Studie "DeZir". Das Leichtbau-Coupé mit Elektromotor soll einen Ausblick auf die künftige Designlinie der Franzosen geben

Renault will in Paris mit einer neuen Studie überraschen. Das E-Coupé DeZir, was so viel hießen soll wie "Begierde" oder "Verlangen", soll die zukünftige Designlinie der französischen Automarke vorgeben. Dabei ging des den Renault-Designer vor allem darum, zu zeigen, dass Leichtbau und alternative Antriebe wie Elektromotoren, nicht gleich Abstriche in punkto Design bedeuten müssen.

Und die Coupé-Studie ist tatsächlich ein echter Hingucker: mit stromlinienförmiger Optik, gegeneinander öffnenden Flügeltüren und schwarzem Kühlergrill inklusive Renault-Markenlogo in XXL. Im Innenraum setzt Renault bewusst auf eine kontrastreiche Optik: Die Sitze, Armaturentafel und der Boden sind in weißen Leder gehalten, die Armaturen und weiteren Applikationen sind dagegen in rot gehalten.

Darüber hinaus sind die Sitze von Fahrer und Beifahrer unterschiedlich gestaltet und an den Seiten miteinander verbunden worden. Außerdem sind die Türverkleidungen auf beiden Seiten individuell gestaltet. Fixpunkt im Cockpit ist das mittig positionierte Navigationssystem, das Infos zur Route, verbleibender Wegstrecke und den nächsten Stromtankstellen liefert.

Um eine ideale Gewichtverteilung zu erhalten, wurde der Elektromotor im Heck des Renault DeZir untergebracht. Der 150 PS starke Synchronmotor verfügt über ein maximales Drehmoment von 226 Newtonmetern und beschleunigt das das Coupé in fünf Sekunden auf Landstraßentempo.

Mit seinem 24 Kilowattstunden starken Lithium-Ionen-Akku soll die Studie eine Distanz von bis zu 160 Kilometern zurücklegen können. Die seitlichen Lufteinlässe und ein zum Heck geleiteter Luftstrom sorgen für eine ausreichende Kühlung der Batterie. Außerdem lässt der DeZir auch Rekuperation zu, wo beim Bremsvorgang erzeugte Energie wieder an die Batterie zurückgeleitet wird.

Zur Ladung des Elektrosportlers stehen dem Fahrer drei unterschiedliche Modi zu Verfügung: Erstens lässt sich das Elektro-Auto über eine haushaltsübliche 230-Volt-Steckdose innerhalb von rund acht Stunden laden; zweitens über 400-Volt-Drei-Phasen-Kraft­strom­steckdose, die Ladung der Batterie auf 80 Prozent innerhalb von 20 Minuten ermöglich; und drittens den kompletten Wechsel der Batterie (Quickdrop-System), ohne dass der Fahrer das Auto verlassen muss.

Zur effizienten Ladeausnutzung wurde ein besonderes Augemerk auf das Gewicht gelegt. Das Coupé wiegt dank extrem leichter Kevlar-Karosserie 830 Kilogramm. Der Rohrrahmen stammt aus dem Renault Mégane Trophy. Für eine besonders ausgefeilte Aerodynamik sorgen der stromlinienförmige Fahrzeugboden und der Heckdiffusor. Der cW-Wert der Studie wird mit 0,25 angegeben.
psk

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