So testen wir
Slalom: 180 Meter lang ist die Wedelgasse. Hohe Seitenführung und geringe Lastwechselreaktionen führen zu schnellen Zeiten
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Winterreifen-Test 2011
14 Winterreifen der Größe 205/55 R 16 H stehen auf dem eiskalten Prüfstand - wer trotzt dem Schnee, wer bleibt hängen?
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GT Radial Champiro Winterpro
TESTERGEBNISSE
SCHNEE
Die schlechte Balance zwischen Vorder- und Hinterachse macht das Verhalten des Champiro Winterpro oft unvorhersehbar
(83 Punkte)
NASS
Traktion und Seitenführung sind die Schwachpunkte des GT Radial aus Fernost. In Pfützen schwimmt er bereits früh auf
(63 Punkte)
TROCKEN
Mit ordentlichen Bremswegen und guter Handlingzeit punktet der GT Radial. Sein Fahrverhalten ist jedoch sehr unausgewogen
(97 Punkte)
PLATZIERUNG 14
Letzter Platz für den GT Radial, der vor allem im Schnee und bei Nässe kaum Grip hat
(243 Punkte)
PREIS: ca. 320 Euro (Herstellerangabe)
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Apollo Acelere Winter
TESTERGEBNISSE
SCHNEE
Im Schnee gibt der Inder mit langen Bremswegen und zum Teil heftigem Übersteuern keine besonders gute Vorstellung ab
(85 Punkte)
NASS
Traktion hat der Apollo bei Nässe, aber er schwimmt früh auf und reagiert bei schneller Kurvenfahrt nervös auf der Hinterachse
(77 Punkte)
TROCKEN
Auf der Bremse ist der Apollo eine Überraschung: Bestwert. Bei Dynamik und Rollwiderstand indes nur unterer Durchschnitt
(114 Punkte)
PLATZIERUNG 13
Beim Trockenbremsen war er einsame Spitze, sonst überzeugte der Apollo nicht
(276 Punkte)
PREIS: ca. 300 Euro (Herstellerangabe)
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Firestone Winterhawk 2 EVO
TESTERGEBNISSE
SCHNEE
Überzeugt mit seiner Fahrsicherheit und kommt mit Schneematsch gut zurecht. Die Traktion des Winterhawk ist mäßig
(109 Punkte)
NASS
Der Firestone zeigt im Aquaplaningbecken sowie im Bremstest und in Sachen Fahrdynamik nur wenig Talent
(83 Punkte)
TROCKEN
Zwar ist der Firestone in Slalom und Handling schnell unterwegs, doch mangelt es der Hinterachse zuweilen an Seitenführung
(98 Punkte)
PLATZIERUNG 12
Im Schnee ist der Winterhawk 2 EVO ordentlich. Auf Nässe hat er nicht genug Grip
(290 Punkte)
PREIS: ca. 400 Euro (Herstellerangabe)
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Fulda Kristall Control HP
TESTERGEBNISSE
SCHNEE
Wenn man ihn fordert, ist der Fulda auf Schnee zügig unterwegs. Allerdings ist sein Fahrverhalten zum Teil unausgewogen
(100 Punkte)
NASS
Die Tendenz zum Untersteuern macht den Kristall Control HP etwas träge. Die Seitenführung lässt früh, aber dafür vorhersehbar nach
(96 Punkte)
TROCKEN
Auf trockener Piste fährt der Fulda etwas träge, aber dennoch stets gutmütig. Er produziert ein hohes Vorbeifahrgeräusch
(100 Punkte)
PLATZIERUNG 11
Der Fulda ist ein unauffälliger Durchschnittsreifen ohne echte Schwächen
(296 Punkte)
PREIS: ca. 395 Euro (Herstellerangabe)
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Bridgestone Blizzak LM-32
TESTERGEBNISSE
SCHNEE
Mit Schneematsch kommt der überarbeitete Bridgestone gut zurecht, die Bremsleistung ist okay, Traktion unterdurchschnittlich
(103 Punkte)
NASS
Beim Längs- und Queraquaplaning spielt der Japaner vorn mit. Untersteuern verhinderte eine bessere Handlingzeit
(104 Punkte)
TROCKEN
Der Blizzak überzeugt dynamisch, auch der Abrollkomfort ist gut. Die Rollwiderstandswerte aber sind verbesserungswürdig
(97 Punkte)
PLATZIERUNG 10
Der Blizzak gefällt im Schneematsch, schwächelt aber beim Rollwiderstand
(304 Punkte)
PREIS: ca. 450 Euro (Herstellerangabe)
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Sava Eskimo HP
TESTERGEBNISSE
SCHNEE
Sein großes Potenzial auf Schnee offenbart der Eskimo HP beim Bremsen und mit prima Rückmeldung im Handling
(117 Punkte)
NASS
Kein sportlicher Reifen, aber auf hohem Level bei der Fahrsicherheit. Präzises Einlenken, sehr ausgewogene Straßenlage
(111 Punkte)
TROCKEN
Bremsleistung und Traktion im Handling nicht optimal, etwas weniger Seitenführung als der verwandte Fulda. Trotzdem zügig
(93 Punkte)
PLATZIERUNG 9
Ein braver Vernunftreifen mit guten Nässeeigenschaften und neutraler Straßenlage
(321 Punkte)
PREIS: ca. 360 Euro (Herstellerangabe)
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In der Größe 205/55 R 16 H testen wir die neuen Profile von Dunlop, Goodyear, Nokian, Pirelli und Semperit gegen die wichtigsten Konkurrenten
Der Sommer war, gelinde gesagt, bescheiden. Die Sonne ließ uns meistens im Stich, und die richtig warmen Tage kann man an zwei Händen abzählen. Bleibt zu hoffen, dass der Winter etwas wolkenloser wird. Eines steht aber fest: Ab jetzt wird es immer kälter. Weil man auch in diesem Jahr ab Oktober mit Winterreifen unterwegs sein sollte, gilt es, sich möglichst früh für ein Profil zu entscheiden und dann nichts wie hin zum Reifenhändler – denn deren Terminkalender sind bald voll und die Reifenlager leer. Damit Sie bei der Reifenwahl genügend Zeit haben, präsentieren wir Ihnen schon jetzt unseren Winterreifentest.
WINTERREIFENTEST: INTENSIVE TESTFAHRTEN
Den haben wir zwischen Januar und März in Schweden, Finnland, Frankreich, Luxemburg und Deutschland produziert. Um sowohl in den subjektiven als auch in den objektiven Kategorien möglichst präzise Ergebnisse zu bekommen, setzten wir uns insgesamt mehr als zwei Wochen lang mit 14 verschiedenen Reifen in der populären Dimension 205/55 R 16 H (bis 210 km/h) auseinander. Insgesamt 18 Stationen durchliefen alle Gummis, inklusive der Rollwiderstands-Messungen, die auf dem Prüfstand durchgeführt wurden.
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Gegen die aus dem letzten Jahr bekannten Profile von Bridgestone (leicht modifiziert), Continental, Firestone, Michelin und Vredestein treten 2011 die Neuentwicklungen Dunlop SP Winter Sport 4D, Goodyear UltraGrip 8, Nokian WR D3, Pirelli Snowcontrol Serie III und Semperit Speed-Grip 2 an. Außerdem sind mit dem Apollo Acelere Winter aus Indien und dem GT Radial Champiro Winterpro aus Indonesien zwei Reifen aus dem niedrigen Preissegment mit von der Partie, die man bis dato kaum kennt. Wie die etablierten Marken setzen auch diese auf ein V-Profil, dass schon den letztjährigen Neuheiten von Michelin und Bridgestone Verbesserungen brachte.
WINTERREIFEN: PREISE ANGEZOGEN
Auffällig im Vergleich zu 2010 ist, dass die Preise deutlich gestiegen sind. Kostete beispielsweise ein Satz des Premiumreifens TS 830 von Continental Anfang vergangenen Jahres noch rund 265 Euro, muss man jetzt im Schnitt mit rund 460 Euro rechnen. Allerdings lohnt es sich, immer zu vergleichen. Wer nicht das erstbeste Angebot nimmt, sondern intensiv sucht und auch nach Rabatten fragt, kann eine Menge Geld sparen. Grundsätzlich ist es vernünftig, für einen Winterreifen etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, wie unsere Testergebnisse zeigen. Drei der in den Top Fünf vertretenen Profile kosten 450 Euro und mehr pro Satz, Semperit und Nokian liegen zwischen 395 und 405 Euro.
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