Ratgeber Youngtimer: H-Kennzeichen für den Auto-Jahrgang 1983 Die Volltreffer von 1983

03.03.2013
Inhalt
  1. VW Golf II
  2. Fiat Panda 4x4
  3. Audi 200 Turbo
  4. Jaguar XJ-SC
  5. Lancia Beta Coupé VX
  6. Toyota Corolla GT 16V
  7. Renault Fuego
  8. Nissan 300 ZX
  9. BMW 3er (E30) Baur TC
  10. Peugeot 205

Die ersten Exemplare der 1983 neu vorgestellten Modelle werden 2013 reif fürs H-Kennzeichen. Wir stellen zehn Youngtimer-Stars vor, die  auch als Oldies eine gute Figur abgeben

 

VW Golf II

Am Vorabend der Golf II-Einführung waren die Marktanteile in der Kompaktklasse nicht so klar verteilt wie heute. Zwar hatte Volkswagen damals bereits mehr Golf verkauft als Opel vom Kadett; allerdings konnten die Rüsselsheimer gut mithalten und waren den Niedersachsen mit knapp 200.000 Einheiten Jahr für Jahr dicht auf den Fersen. Doch am VW Golf II kam Opel erst recht nicht vorbei: Mit einem sachlichen, fast biederen Design, das außen wie innen an Funktionalität nur schwer zu übertreffen war, und einer soliden Verarbeitung traf der zweite Golf den Nerv der deutschen Autokäufer, die nach den von Rostfraß und Defektteufeln geplagten Autos der 70er endlich wieder einen grundsoliden Begleiter wollten.

Dennoch ist nun keine Schwemme von Golf II mit H-Kennzeichen zu erwarten, denn frühe Exemplare sind längst rar geworden. Bei späteren Jahrgängen bietet sich dem Interessenten noch eine bunte Vielfalt, die von seltenen Sondermodellen ("Memphis“, "GT Special“) über die luxuriös ausstaffierte Topausführung "Carat“ mit Velourspolstern und vier elektrischen Fensterhebern bis zu den kaum noch im Originalzustand zu findenden GTI-Versionen reicht. Hinzu kommen die ersten Syncro- Modelle mit Allradantrieb und der Golf Country. Bis zum Kultstatus ist es also nicht mehr weit.

TECHNIK  

VW Golf II
Antrieb R4-Zylinder; Hubraum: 1595 cm³, Verd.: 9:1; Leistung: 55 kW/75 PS bei 5000/min; max. Drehm.: 125 Nm bei 2500/min; Fünfgang-Getr.; Vorderradantr.
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkar., zwei Türen; vorn: Einzelradaufhängung, Federbeine, Querlenker, Schraubenfedern; hinten: Verbundlenker, Schraubenfedern
Eckdaten L/B/H: 3985/1665/1415 mm; Radst.: 2475 mm; Spurw. v./h.: 1413/1408 mm; Wendekr.: 10,5 m; Leerg.: 870 kg; Verbr.: 8,9 l N/100 km¹; Beschl.: 0 auf 100 km/h in 12,6 s¹, H.: 169 km/h1; Preis (1983): 17.555 Mark
¹ aus AUTO ZEITUNG 22/83

 

Fiat Panda 4x4

Der erste Kleinwagen mit Allrad-Antrieb war kein geringerer als der längst zur Legende gereifte Fiat Panda. Etwa drei Jahre nach Markteinführung der in damaligen Werbespots "Tolle Kiste“ genannten Wunderwaffe, mit dem man für wenig Geld viel Auto erwerben konnte, führte Fiat die 4x4-Version ein. Im Normalbetrieb fuhr der 48 PS starke Italiener lediglich mit angetriebener Vorderachse. Per Hebel konnte man die Hinterachse zuschalten, wenn die Pfade zu abwegig wurden. Damit keine Missverständnisse entstehen: Ein richtiger Kletterkünstler wird der 0,7-Tonner durch seine vier angetriebenen Räder nicht unbedingt - aber er bewegt sich damit ziemlich auf winterlichen Straßen oder nassen Wiesen. Nicht umsonst wird der Panda 4x4 auch heute noch vor allem bei italienischen Bergbauern und Jägern geschätzt.

Am spartanischem Ambiente fehlt es dem ungewöhnlichen Mitglied der Turiner Marke nicht. Allein die dünnen Sitze mit zu kurzer Aufl age und den zierlichen Lehnen sprechen Bände. Mit einem Preis von rund 14.000 Mark war dieser besondere Panda ein heißes Schnäppchen. Und das Konzept ist auch nach drei Jahrzehnten nicht aus der Mode gekommen: Jüngst feierte die Neuauflage des Panda 4x4 Premiere. Ganz so leicht ist er heute nicht mehr, und ohne elektronische Regelsysteme geht es auch nicht. Der erste Panda ist deshalb ein richtiger Oldtimer.

TECHNIK  

Fiat Panda 4x4
Antrieb 4-Zyl.; Hubraum: 952 cm³, Verd.: 9,2:1; Leistung: 35 kW/48 PS bei 5600/min; max. Drehm.: 70 Nm bei 3500/min; Fünfgang-Getr.; Allrad
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkarosserie, zwei Türen; vorn: Federbeine, Querlenker, Schraubenfedern; hinten: Starrachse, Blattfededern
Eckdaten L/B/H: 3390/1485/ 1470 mm; Radstand: 2170 mm; Spurweite v./h.: 1254/1258 mm; Wendekreis: 9,7 m;  Leergewicht: 740 kg; Verbr.: 8,4 l S/100 km¹; Beschl.: 0 auf 100 km/h in 19,5 s, Höchstgeschw.: 140 km/h¹; Preis (1984): 14.350 Mark
¹ aus AUTO ZEITUNG 22/83

 

Audi 200 Turbo

Mit dem Audi 100 C3 der Baureihe 44 gelang Audi ein moderner Entwurf. Leider konnte der damals sensationell geringe Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 des Audi 100 beim Topmodell 200 aufgrund der modifi zierten Optik nicht gehalten werden. Macht gar nichts, schließlich kam es den Kunden vor allem der starken Turbo-Version nicht auf den Tropfen Sprit an.

Das gilt für heutige Liebhaber des 200 ebenso. Der aufgeladene, 2,1 Liter große Fünfzylinder leistet 182 PS und steht damit außergewöhnlich gut im Futter. Dank seiner ebenfalls noch aerodynamischen Karosserie rennt der Power- 200 satte 230 km/h, was ihn zu einer der schnellsten Serienlimousinen seiner Zeit avancieren ließ. Selbst für heutige Verhältnisse ist der keineswegs nach Oldtimer aussehende 200 Turbo noch zügig unterwegs. Ein zeitgenössischer Vergleich der AUTO ZEITUNG bescheinigte ihm 8,2 Sekunden für den Standard-Sprit von null auf 100 Sachen. Und auch bei Zwischenspurts lässt der 200 so manchen Neuwagen deutlich hinter sich. Ebenfalls attraktiv für Interessenten des großen Ingolstädters: Die einstige Aufpreisliste liest sich mit Positionen wie Klimaautomatik, elektrisch verstellbaren Sitzen oder gar Sitzheizung hinten erstaunlich modern. Inzwischen ist der alltagstaugliche Business-Audi mit den guten Platzverhältnissen sowie dem funktionalen Innenraum zur Rarität geworden.

TECHNIK  

Audi 200 Turbo
Antrieb R5-Zylinder; Hubraum: 2144 cm³, Verdichtung: 8,8:1; Leistung: 134 kW/182 PS bei 5700/min; max. Drehm.: 252 Nm bei 3600/min; Fünfgang-Getriebe; Vorderradantrieb
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkar., vier Türen; vorn: Mc-Pherson-Federbeine, Querl., Stabi.; hinten: Torsionskurbelachse, Feder-/Dämpfereinheit
Eckdaten L/B/H: 4807/1814/1422 mm; Radst.: 2687 mm; Spurw. v./h.: 1468/1469 mm; Wendekreis: 11,6 m; Leergew.: 1290 kg; Verbr.: 13,1 l/100 km¹; Beschl.: 0 auf 100 km/h in 8,2 s¹, Höchstg.: 230 km/h¹; Preis (1983): 43.500 Mark
¹ aus AUTO ZEITUNG 16/83

Auto-Jahrgang 1983: Teil 2

 

Jaguar XJ-SC

Wenngleich der Jaguar XJ-S nie den Ruhm des E-Type erreichte, geht er doch als ein würdiger Vertreter der automobilen Luxusklasse durch. Ohne Zweifel war die Idee, endlich auch eine offene Version des zweitürigen Briten anzubieten, keine schlechte - nur an der Umsetzung haperte es.

Als es 1983 so weit war mit der luftigen Raubkatze, hatte die schon geschlagene sieben Jahre auf dem Buckel. Und besonders elegant sah der offene XJ-SC nicht aus mit seinem stets sichtbaren Dachrahmen. Es gingen aber weitere fünf Jahre ins Land, bis die Kunden ein vollwertiges Cabriolet ordern konnten. Wer auf den Jahrgang ’83 besteht, muss mit dem Henkel leben.

TECHNIK  

Jaguar XJ-SC
Antrieb R6-Zylinder; Hubraum: 3590 cm³, Verdichtung: 9,6:1; Leistung: 168 kW/228 PS bei 5300/min; max. Drehm.: 325 Nm bei 4000/min; Fünfgang-Getriebe; Hinterradantrieb
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkar., Coupé, zwei Türen; v.: Doppelquerl., Schraubenfed., h.: Querlenker, Längsl.
Eckdaten L/B/H: 4764/1793/1261 mm; Radst.: 2591 mm; Spurw. v./h.: 1489/ 1504 mm; Wendekr.: 9,3 m; Leerg.: 1660 kg; Verbr.: 14,7 l/100 km¹; Beschl.: 0 auf 100 km/h in 7,6 s¹, Höchstg.: 228 km/h¹; Preis (1984): 85.000 Mark
¹ Werksangaben

 

Lancia Beta Coupé VX

Dass Lancia nicht eben mit populären Autos Schlagzeilen machte, ist keine Neuigkeit. In den Achtzigern waren die Produkte der italienischen Edelschmiede immerhin noch ausgefallener als heute - beispielsweise das Beta Coupé, für das der im Trevi eingeführte Volumex-Motor mit mechanischer Aufladung nachgereicht wurde. Ob haltbar oder nicht - über 135 PS konnten sich die Neuwagen-Abholer zunächst freuen. Und über reichlich Drehmoment bereits in mittleren Bereichen der Drehzahlmesser-Skala.

In der AUTO ZEITUNG erschien der unauffällig gezeichnete Zweitürer unter der Top Ten der Jahres- Flops - ein fragwürdiger Ruhm. Und heute? Ein Kompressormotor ist doch per se interessant, und wer sich für einen italienischen Oldtimer entscheidet, darf auch erwarten, dass geschraubt werden muss. Insofern ist das Beta Coupé VX eine glatte Empfehlung.

TECHNIK  

Lancia Beta Coupé VX
Antrieb R4-Zyl., Kompressor; Hubr.: 1995 cm³, Verd.: 7,5:1; Leis.: 99 kW/135 PS bei 5500/min; max. Drehm.: 206 Nm bei
3000/min; Fünfgang-Getr.; Vorderradantr.
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkar., Coupé, zwei Türen; vorn: Einzelradaufh., Querlenker, Schraubenfedern; hinten: Querlenker, Schraubenfedern
Eckdaten L/B/H: 3995/1650/1285 mm; Radst.: 2350 mm; Spurw. v./h.: 1406/1392 mm; Wendekr.: 10,2 m; Leerg.: 1095 kg; Verbr.: 13,6 l S/100 km¹; Beschl.: 0 auf 100 km/h in 9,0 s, Höchstgeschw.: 195 km/h¹; Preis (1984): 27.300 Mark
 ¹ Werksangaben

 

Toyota Corolla GT 16V

Sicher, auf den ersten Blick mag das Corolla Coupé GT 16V langweilig erscheinen. Doch schon im Modellnamen steckt die Besonderheit dieses schlicht auftretenden Japaners: Ein Vierventil-Motor war in der ersten Hälfte der Achtziger ziemlich exotisch, und der Corolla hatte bei den Großserien-Modellen als erster einen Mehrventiler unter der Haube. Mit 124 PS aus 1,6 Liter Hubraum war die spezifi sche Leistung beachtlich. Das galt auch für die Performance - innerhalb von 8,9 Sekunden erreicht der Corolla GT aus dem Stand 100 km/h, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 200 km/h.

Nur schnell um die Ecken fahren mag der Hecktriebler nicht ganz so gern: Die Fachmedien bescheinigten dem Zweitürer ein eher unterdimensioniertes Fahrwerk. Innen dominiert japanische Sachlichkeit, gepaart mit einem sportlich angehauchten Dreispeichen-Lenkrad. Ordentlich ablesbare Rundinstrumente ohne Schnörkel sind ebenso typisch für die japanische Innenarchitektur jener Zeit wie das Sammelsurium aus zahlreichen Dreh- und Schiebereglern. Ein Fünfgang-Getriebe war in Fernost seinerzeit übrigens schon selbstverständlich. Und das alles gab es für knapp 20.000 Mark - damals durchaus ein Sonderangebot.

TECHNIK  

Toyota Corolla GT 16V
Antrieb R4-Zylinder; Hubraum: 1587 cm3, Verd.: 10:1; Leistung: 91 kW/124 PS bei 6600/min; max. Drehm.: 142 Nm bei  5200/min; Fünfgang-Getriebe; Hinterradantrieb
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkar., Coupé, zwei Türen; vorn: Mc-Pherson-Federbeine, Querlenker, Stabi.; hinten: Starrachse., Längslenker, Schraubenfed.
Eckdaten L/B/H: 4180/1625/1335 mm; Radst.: 2400 mm; Spurw. v./h.: 1355/1345 mm; Wendekr.: 10,4 m; Leerg.: 955 kg; Verbr.: 10,0 l S/100 km¹; Beschl.: 0 auf 100 km/h in 8,9 s¹, Höchstgeschwindig.: 195 km/h¹; Preis (1984): 19.990 Mark
¹ Werksangaben

Auto-Jahrgang 1983: Teil 3

 

Renault Fuego

Keine 3000 Exemplare des Renault Fuego wurden im Jahr 1983 in Deutschland zugelassen. Damit ist klar: Das feurige französische Coupé war schon zu Lebzeiten ein Exot auf unseren Straßen. Mit dem im gleichen Jahr eingeführten Turbo bekam der gewöhnungsbedürftig gestaltete Zweitürer ein bisschen mehr Punch und glänzte mit sportlichen Fahrleistungen. Der Standard-Sprint von null auf 100 km/h vollzieht sich in weniger als zehn Sekunden, und maximal sind knapp 200 km/h drin.

Wirklich toll ist die Ausstattung, denn Renault zählte zu den ersten Herstellern mit einer Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung - der Fuego hat sie an Bord, ungewöhnlich für die Zeit. Ob solche Gimmicks heute noch funktionieren, steht auf einem ganz anderen Blatt, denn berühmt für perfekte Verarbeitung war der Hersteller vor 30 Jahren nicht.

TECHNIK  

Renault Fuego
Antrieb R4-Zyl., Turbo; Hubraum: 1.565 cm3, Verdichtung: 8,1:1; Leistung: 97 kW/132 PS bei 5500/min; max. Drehm.: 200 Nm bei 3000/min; Fünfgang-Getriebe; Hinterradantrieb
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkar., Coupé, zwei Türen; v.: Doppelquerlenkler, Schraubenfedern; h.: Starrachse, Längsl.
Eckdaten L/B/H: 4385/1692/1328 mm; Radst.: 2440 mm; Spurw. v./h.: 1425/1344 mm; Wendekr.: 10,6 m; Leerg.: 1045 kg; Verbr.: 11,7 l/100 km¹; Beschl.: 0 auf 100 km/h in 9,8 s¹, Höchstgeschwind.: 193 km/h¹; Preis (1983): 25.800 Mark
¹ aus AUTO ZEITUNG 21/83

 

Nissan 300 ZX

Als Nissan den 300 ZX einführte und damit die magische Dreiliter-Hubraum- Grenze erreichte, dürften die zeitgenössischen Kunden mit gemischten Gefühlen reagiert haben. Einerseits kleideten die Japaner ihr sportlichstes Familienmitglied, das inzwischen zur japanischen Sportwagen-Legende gereift ist, komplett neu ein: Der taufrische Z der dritten Generation, der zunächst als Datsun 300 ZX debütierte, wurde bulliger und baggerte mit modischen Klappscheinwerfern. Doch er hatte andererseits deutlich weniger Punch als das per Turbo aufgeladene Vorgängermodell Datsun 280 ZX-T, das mühelos schwarze Striche auf den Asphalt malte. Zum Auftakt mussten dem 300 ZX eben 170 PS genügen - damit war man in den Achtziger- Jahren durchaus gut angezogen. Der eng skalierte Geschwindigkeitsmesser machte schon bei langsamer Fahrt Lust auf mehr und damit Appetit auf leere Autobahnen oder kurvenreiche Landstraßen. Mit 220 km/h Höchstgeschwindigkeit war der gut 1400 Kilogramm schwere Nissan (Typ Z31) damals fast ein Porsche-Jäger. Nur die 9,3 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h trüben das Bild vom Japan-Sportler ein wenig. Wer mehr Leistung sucht, sollte sich nach einem 300 ZX Turbo umschauen, der deutlich mehr Power bietet. Er ist aber nicht nur seltener zu finden, sondern auch anfälliger als der insgesamt zuverlässige 300 ZX.

TECHNIK  

Nissan 300 ZX
Antrieb V6-Zylinder; Hubraum: 2940 cm³, Verdichtung: 9,0:1; Leistung: 125 kW/170 PS bei 5600/min; max. Drehm.: 236 Nm bei 4400/min; Fünfgang-Getriebe; Hinterradantrieb
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkar., Coupé, zwei Türen; vorn: Einzelradaufh., Federbeine, Querlenker, Schraubenfed.; hinten: Schräglenker; Schraubenfedern
Eckdaten L/B/H: 4540/1725/1310 mm; Radst.: 2520 mm; Spurw. v./h.: 1415/1435 mm; Wendekr.: 11,6 m; Leerg.: 1414 kg;  Verbr.: 12,3 l/100 km¹; Beschleun.: 0 auf 100 km/h in 9,3 s¹, Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h¹; Preis (1984): 41.195 Mark
¹ aus AUTO ZEITUNG 17/84

 

BMW 3er (E30) Baur TC

Als der neue 3er BMW der Baureihe E30 auf den Markt kam, sollten Cabrio- Fans noch einige Jahre warten müssen, um oben ohne zu fahren. Stimmt nicht ganz, denn die Stuttgarter Karosseriefirma Baur - der Traditions-Schneider für offene BMW - nahm sich die brandneue Mittelklasse bereits früh zur Brust und zauberte ein Cabrio mit dem berühmten Bügel daraus. Was früher nicht wenige verschmähten, ist längst zum Kultobjekt der Begierde gereift und demnach bei Oldie-Liebhabern gefragt.

Zugegeben, die Baur-Version kommt nicht an die wunderschöne Cabrio-Linie des seit 1986 ab Werk angebotenen offenen E30 heran, hat aber auch handfeste Vorteile. So ist die Torsionssteifigkeit des TC jener des Vollcabriolets deutlich überlegen, wie etwa Fahrten durch Schlaglöcher beweisen. Außerdem waren die Kunden der Werkslösung in puncto Motoren eingeschränkt, was für die Baur- Klientel nicht zutraf. Andererseits: Die seidenweich laufenden Reihensechszylinder gab es auch für die bügelfreien Werks-Cabrios. Wer den Baur TC heute als Klassiker sucht und beim Spaßfahrzeug zudem auf einen möglichst geringen Kraftstoffkonsum aus ist, dürfte mit den Vierzylinder-Modellen glücklich werden. Hier sei der 318i mit 105 PS empfohlen. Auf dem Markt tummeln sich allerdings auch erstaunlich viele 316i - offensichtlich neigten die Baur-Interessenten zur Basis. Wem Performance nicht allzu wichtig ist und wer moderat auf der Landstraße cruisen möchte, wird selbst mit dem Grundmodell glücklich.

TECHNIK  

BMW 3er (E30) Baur TC
Antrieb R6-Zylinder; Hubraum: 1991cm³, Verdichtung: 9,8:1; Leistung: 92 kW/125 PS bei 5800/min; max. Drehm.: 170 Nm bei 4000/min; Fünfgang-Getriebe; Hinterradantrieb
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkar., Cabrio-Lim., zwei Türen; v.: Federbeine, Querl.; h.: Schräglenker-Achse, Federbeine
Eckdaten L/B/H: 4325/1645/1380 mm; Radst.: 2570 mm; Spurw. v./h.: 1407/1415 mm; Wendekr.: 10,5 m; Leerg.: 1.060 kg; Verbrauch: 11,8 l S/100 km1; Beschleunigung: 0 auf 100 km/h in 10,4 s¹, Höchstgeschwindigkeit: 196 km/h¹
¹ Werksangaben

Auto-Jahrgang 1983: Hier geht's zu Teil 4

 

Peugeot 205

Praktisch, unspektakulär, erfolgreich. So lässt sich der nur 3,70 Meter lange Cityflitzer Peugeot 205 beschreiben. Angesichts seines Alters von 30 Jahren fährt sich der Franzose selbst für heutige Verhältnisse noch erstaunlich modern. Und Leergewichte um die 800 Kilogramm sorgen dafür, dass sogar die mittlere 60-PS-Version ausgesprochen spritzig beschleunigt. Man sollte von dem langen Schalthebel allerdings keine präzisen Übersetzungswechsel erwarten – aber das trübt die Fahrfreude mit dem agilen 205 in keiner Weise. Für einen Oldtimer wirkt der 205 fast noch zu modern und geht eher als Alltagsauto durch. Das ist eine gute Gelegenheit, jetzt einzusteigen. Wer sich jetzt rasch noch ein Exemplar des langsam aussterbenden Kleinwagens sichert, besitzt in wenigen Jahren eine Rarität.

TECHNIK  

Peugeot 205
Antrieb R4-Zylinder; Hubraum: 1350 cm³, Verd.: 9,2:1; Leistung: 44 kW/60 PS bei 5000/min; max. Drehm.: 105 Nm bei 2500/min; Fünfgang-Getr.; Vorderradantr.
Aufbau + Fahrwerk
Stahlkarosserie, zwei Türen; v.: Einzelradaufhängung, Federbeine, Querlenker, Schraubenfedern; h.: Längslenker, Federbeine
Eckdaten L/B/H: 3705/1572/1365 mm; Radst.: 2420 mm; Spurw. v./h.: 1364/1314 mm; Wendekr.: 10,5 m; Leerg.: 785 kg; Verbr.: 7,9 l N/100 km¹; Beschl.: 0 auf 100 km/h in 15,5 s¹, H.: 155 km/h1; Preis (1984): 14.150 Mark
¹ aus AUTO ZEITUNG 1983

Patrick Broich

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