Reißverschlussverfahren: Ratgeber So wird richtig eingefädelt

01.02.2017

Wie verhält man sich beim Reißverschlussverfahren richtig? Wer hat in welcher Situation Vorfahrt? Unser Ratgeber klärt auf!

Wir Autofahrer kennen diese Situation nur zu gut: Durch eine Baustelle oder einen Unfall kann nur noch eine Fahrspur weniger als üblich genutzt werden. Laut Straßenverkehrsordnung gilt in diesem Fall das sogenannte Reißverschlussverfahren, doch was heißt das eigentlich konkret? Die Erfahrung zeigt, dass kaum jemand wirklich weiß, wie man das Verfahren umsetzt und sich bei einer Engstelle richtig verhält. Das ärgerliche Ergebnis: Staus sind an vielen Stellen mit Reißverschluss-Prinzip so gut wie programmiert. Aber wie macht man es eigentlich richtig? Ganz einfach: Bis zum Ende der Spur fahren und sich abwechselnd mit den Autos auf dem freien Fahrstreifen einordnen. Ganz wichtig: Der Fahrbahnwechsel sollte nicht schon mehrere hundert Meter vor der Verengung stattfinden. So wird viel zu viel Platz verschenkt, der dann einen Stau verursachen könnte. Übrigens sind die Verkehrsteilnehmer auf der freien Fahrbahn dazu verpflichtet, beim Reißverschlussverfahren den anderen Teilnehmer auf ihre Spur zu lassen. Doch Vorsicht: Die Regelung zum Reißverschlussverfahren gilt nicht bei Autobahnauffahrten – hier muss der Auffahrende die Vorfahrt gewähren.

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Reißverschlussverfahren nicht erzwingen

Aggressivität ist, wie im gesamten Straßenverkehr, auch hier Fehl am Platz: Lässt der sich auf der Geradeausspur befindende Autofahrer keine Lücke zum Vordermann, um so ein bequems Einfädeln zu ermöglichen, ist es ratsam anzuhalten. Bei einem Unfall kommen schnell Tatbestände wie Nötigung zur Betrachtung des Vorfalls hinzu.

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