Ratgeber Ersatzteile – Vergleichen und sparen Ersatzbank

22.03.2010

Wer beim Teilekauf Preise vergleicht, kann bis zu 410 Euro sparen. Wir sagen, worin sich die Angebote unterscheiden und worauf Sie achten müssen

Was unterscheidet Marken- Jeans von deutlich günstigeren Hosen? Richtig, das Herstellerlogo. Klebt ein bestimmtes Etikett an der Jeans, muss der markenbewusste Käufer oft das Zwei- oder Dreifache zahlen.

Bei Ersatzteilen ist das ähnlich: Steht auf den Heckleuchten Hella statt Audi oder auf den Stoßdämpfern Bilstein statt Opel, sind diese wesentlich günstiger. Große qualitative Unterschiede gibt es zwischen den neuen Ersatzteilen jedoch kaum, Original- und Identteile werden sogar auf den gleichen Produktionsanlagen hergestellt.

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Auch hinter den meisten Nachbauteilen finden sich namhafte Zulieferer wie Continental, Bosch oder Valeo. Noch günstiger sind Austauschteile, bei denen alle Verschleißkomponenten erneuert wurden und die der Qualität eines Neuteils entsprechen – zu einem Bruchteil des Preises.

Damit Sie bei den verschiedenen Ersatzteilarten den Überblick behalten, verraten wir Ihnen, was sich hinter den verwirrenden Bezeichnungen versteckt. Im Gegensatz zu früher müssen Sie übrigens nicht mehr von Teilehändler zu Teilehändler fahren oder auf den Höfen der Autoverwerter stöbern: Neue und gebrauchte Ersatzteile gibt es mittlerweile im Internet.

IM INTERNET ÜBER DIE HÄLFTE GÜNSTIGER
Zusammen mit dem Online-Marktplatz Daparto.de haben wir die Preise von über 190 Ersatzteilen für acht beliebte Autos verglichen. Das Ergebnis: Bis zu 55 Prozent Ersparnis sind bei einzelnen Teilen für die fünf Jahre alten Gebrauchten möglich. Auf Teilebörsen wie Daparto.de können Sie die passenden Ersatzteile für Ihr Auto finden, Angebote vergleichen und online kaufen.

Die Preisvergleiche sind kostenlos. Doch Vorsicht: Suchen Sie am besten immer über die Typschlüsselnummer Ihres Autos (im Fahrzeugschein unter Feld 2.2), um Verwechslungen zu vermeiden. Besprechen Sie vorher mit Ihrem Mechaniker, welche Teile genau gebraucht werden.

Die günstigen Teile sind aber nicht allen Autobesitzern zu empfehlen: Neuwagenfahrer sollten ihre Autos nur in einer Meisterwerkstatt mit Originalteilen reparieren lassen – ansonsten kann die Hersteller- Garantie verfallen. Apropos Garantie: Auf Gebrauchtteile gibt es mindestens ein, auf Neuteile zwei Jahre Gewährleistung – egal, ob die Teile beim Händler vor Ort oder im Internet gekauft wurden. Und auch dabei spielt das Markenlogo keine Rolle. Markus Bach

SO ERKENNEN SIE FÄLSCHUNGEN
Oft zeigt sich erst unter der Oberfläche, warum Fälschungen viel günstiger als Originalteile sind. Wie bei unserem Beispiel (Schalldämpfer von Eberspächer; Originalteil oben, Fälschung unten) lässt sich die uneffektive und teilweise gefährliche Billigtechnik nur schwer erkennen. Dennoch gibt es einige Merkmale, an denen Sie Original und Plagiat unterscheiden können: So verändern viele Fälscher das Herstellerlogo und die Verpackung geringfügig.

Auch ein Blick in die Beschreibung und die Garantiebestimmungen kann für Klarheit sorgen– diese sind bei Fälschungen meist voller Rechtschreibfehler. Sicherheitsrelevante Ersatzteile müssen zudem immer das ECE-Prüfzeichen oder eine Prüfnummer des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) tragen. Beim Kauf im Internet sollte der Anbieter im Impressum seine Postanschrift nennen und über die Geschäftsbedingungen informieren. Generell gilt: Vorsicht bei extrem günstigen Angeboten.

DIESE ERSATZTEILE GIBT ES

ORIGINALTEIL
Diese Komponenten haben die gleiche Qualität wie Teile, die für den Bau des Autos im Werk verwendet werden. Sie müssen den Spezifi zierungen und Produktionsanforderungen des Autoherstellers entsprechen. Früher verstand man unter Originalteilen nur jene Komponenten, die das Markenlogo des Autoherstellers trugen und über dessen Vertragshändler verkauft wurden. Seit einer Verordnung der Europäischen Kommission im Jahr 2002 gilt jedoch die oben genannte erweiterte Defi nition, die auch die so genannten Identteile der Erstausrüster umfasst. Zur besseren Unterscheidung verwenden wir in unserem Preisvergleich auf den folgenden Seiten aber die alte, enger gefasste Definition eines Originalteils.

IDENTTEIL
Nur das Logo unterscheidet diese Komponenten von Originalteilen: Anstatt des Signets des Autoherstellers prangt das des Zulieferers wie etwa Bosch oder Hella auf dem Ersatzteil. Identteile werden auf den gleichen Produktionsanlagen wie die Teile für den Neuwagen hergestellt. Daher dürfen sie seit 2002 auch als Originalteile bezeichnet werden, sofern der Produzent bescheinigt, dass diese Teile die gleiche Qualität wie die des fabrikneuen Autos haben.

NACHBAUTEIL
Der Produzent eines solchen Teils gehört nicht zu den Zulieferern des Autobauers. Dennoch sind diese Ersatzteile bau- und funktionsgleich mit den Komponenten, die von den Autoherstellern in ihren Modellen verbaut werden. Der Teileproduzent muss jedoch sicherstellen, dass die Qualität der Nachbauteile denen der Originale entspricht. Viele Zulieferer fertigen solche Teile für beliebte Autos, bei denen sie nicht der Erstausrüster sind.

AUSTAUSCHTEIL
Viele Autoteile können nicht mehr benutzt werden, wenn einzelne Elemente verschlissen sind. Oft reicht es allerdings aus, die abgenutzten Bereiche zu erneuern, und das Teil kann wieder eingebaut werden. Das lohnt sich vor allem bei komplexen und teuren Komponenten wie etwa einer Kupplung oder einer Lichtmaschine. Diese aufgearbeiteten Austauschteile sind in der Qualität mit Neuteilen vergleichbar. Wer von den günstigen Preisen der Austauschteile profi tieren will, muss beim Kauf oft das beschädigte Originalteil abgeben. In unserem Preisvergleich finden sich diese Komponenten unter den Gebrauchtteilen.

GEBRAUCHTTEIL
Diese Ersatzteile haben bereits einen Einsatz hinter sich: Sie stammen aus Alt- oder Unfallwagen und werden nach dem Ausbau nicht weiter bearbeitet. Für solche Komponenten gibt es keine verbindlichen Qualitätsstandards. Weiterer Nachteil: Kein Hersteller muss für Teile geradestehen, die schon einmal in einem anderen Auto in Benutzung waren. Dafür sind Gebrauchtteile sehr günstig. Besonders groß ist das Angebot für alle Autos, die älter als neun Jahre sind, da viele dieser Modelle in 2009 abgewrackt und ausgeschlachtet wurden. Gebrauchtteile gibt es bei speziellen Händlern oder den Altautoverwertern.

AUTO ZEITUNG

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