Ratgeber: Autofinanzierung Ratenkredit - über die Hausbank oder Herstellerbank

22.02.2010

Für den Ratenkredit oder auch einen Drei-Wege-Kredit stehen neben der Herstellerbank und der Hausbank auch andere Kreditinstitute sowie Direkt- oder Internetbanken zur Wahl. Man sollte die Konditionen aber gut vergleichen!

Der einfachste Weg zur Finanzierung des neuen Autos ist der Weg über den Händler. Er kann über die Bank seines Herstellers einen Kredit oder einen Leasingvertrag vermitteln. Oft gibt es hier günstige Zinssätze für die Autofinanzierung.

Alternativ kann man mit seiner Hausbank verhandeln (oder einem anderen Kreditinstitut) über einen Ratenkredit für den Autokauf, mit dem er beim Händler als Barkäufer auftreten kann. Gut 40 Prozent aller in Deutschland neu zugelassenen Fahrzeuge werden über die Bankinstitute der Automobilhersteller finanziert (inklusive Leasing), weitere 30 Prozent über andere Kreditinstitute und Leasinggesellschaften.

Aktionsangebote von der Händlerbank

Die Autobanken werben immer wieder gerne mit Aktionszinsen von 0,9 oder 1,9 Prozent. Meist gelten die günstigsten Sätze aber nur für bestimmte Modellreihen oder bei bestimmten All-inclusive-Konditionen, d. h. es gibt sie nur im Paket mit Versicherungs- und/oder Serviceleistungen, die aber natürlich wieder extra Geld kosten. Die günstigen Aktionszinsen sind zudem unter Umständen nicht mit Rabatten kombinierbar.

Überprüfen sollte man auch, ob es den günstigen Zinssatz über die komplette Laufzeit des Kredites gibt oder nur für die ersten zwölf Monate. Die Laufzeiten der Autobanken können zwischen 12 Monaten und - je nach Hersteller - bis zu acht Jahren liegen. Je kürzer die Laufzeit, umso günstiger ist das Darlehen, weil man nicht so lange Zinsen zahlen muss. Eine längere Laufzeit reduziert die monatlichen Raten. Die Laufzeit sollte aber maximal der avisierten Nutzungsdauer des Fahrzeugs entsprechen.

Weitere Wege: Bankkredit und Drei-Wege-Finanzierung

Der Kredit über die Hausbank oder ein anderes unabhängiges Kreditinstitut hat den Vorteil, dass man beim Autohändler wie ein Barkäufer verhandelt. Das gibt möglicherweise höhere Rabatte. Autokredite bei den normalen Banken laufen zumeist über 24, 36 oder 48 Monate. Neben dem klassischen Ratenkredit erfreut sich der Drei-Wege-Kredit (Anzahlung, Abzahlung, Schlussratenfinanzierung über ca. 40 - 50 Prozent des Verkaufspreises) wachsender Beliebtheit.

Beim Drei-Wege-Kredit kann man wie beim Leasing, anstatt die Schlussrate zu bezahlen, den Wagen zurückzugeben. Der Drei-Wege-Kredit ist flexibler, aber dafür ist diese Form der Finanzierung unterm Strich teurer als der Ratenkredit. Gefährlich ist auch hier wie beim Leasing ein zu niedriger Ansatz für die monatlichen Raten des Abzahlungsbetrages. Die dadurch bedingte hohe Schlussrate muss teuer nachfinanziert werden. Dabei besteht die Gefahr, sich ein zu teures Auto zu kaufen, weil die monatliche Belastung so niedrig scheint.

Ideal ist, die monatlichen Raten so anzusetzen, dass mit dem gegenüber dem klassischen Autokredit gesparten Geld die Schlussrate in einer Summe gezahlt werden kann. Erst das macht den Drei-Wege-Kredit mit dem klassischen Ratenkredit vergleichbar, weil gleich klar ist, was das Auto insgesamt kostet.

Alle Kosten bedenken

Wichtig ist einzig, was unterm Strich für das Auto gezahlt wird. Nur damit lassen sich Vergleiche anstellen. Der effektive Zinssatz kann ein Anhaltspunkt sein, die Banken verlangen schließlich eine Bearbeitungsgebühr, die von Institut zu Institut unterschiedlich hoch ist, eventuelle Kontoführungsgebühren oder Provisionen. Eine Restschuldversicherung*1 wird im Effektivzins nicht mit einkalkuliert, also sollte man sich die Gesamtkosten des Kredits ausrechnen lassen.

1) Restschuldversicherung: Sie tritt ein, wenn der Versicherungsnehmer stirbt oder wegen Krankheit arbeitsunfähig wird. Die Kosten hängen von Kredithöhe, Alter des Versicherungsnehmers und Laufzeit ab.

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