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Was Sie vor einem Urlaub in Europa beachten sollten

Sommerzeit ist Ferienzeit. Und gerade wenn Sie sich mit Ihrem Auto auf den Weg in den Urlaub machen, sollten Sie beachten: Andere Länder, andere (Verkehrs-) Sitten. Wir haben eine Liste mit den zehn wichtigsten Tipps erstellt, die Sie in jedem Fall beachten sollten, wenn Sie diesen Sommer in Europa unterwegs sind:
  1. Telefonieren am Steuer: Ein Verstoß, der nicht nur in Deutschland mit einem Bußgeld bestraft wird. Sollten Sie in Italien mit dem Handy am Steuer erwischt werden, droht Ihnen eine Strafe von bis zu 594 Euro, in den Niederlanden 150 Euro Strafe, in Portugal geht es ab 120 Euro Strafe aufwärts.
  2. In Belgien und Österreich gilt die Vorfahrtsregelung nicht immer automatisch – hält der Vorfahrtsberechtigte in diesen Ländern vorher an, verliert er das Vorfahrtsrecht.
  3. In Belgien geht es Dränglern besonders an den Kragen – das Vergehen wird mit 2.000 Euro Geldbuße und drei Monaten Führerscheinentzug geahndet.
  4. Auch Falschparken kann unter Umständen äußerst teuer werden – in Dänemark werden Sie mit 70 Euro zur Kasse gebeten, in Norwegen sogar mit 90 Euro.
  5. Rotsünder müssen sogar noch tiefer ins Portemonnaie greifen. Überfährt man in Norwegen eine rote Ampel, werden 590 Euro fällig, in Spanien geht es ab 90 Euro los.
  6. Wer die Urlaubskasse nicht noch zusätzlich belasten will, sollte sich zwingend an die zum Teil doch noch sehr unterschiedlichen Tempolimits auf europäischen Straßen halten – ansonsten drohen hohe Geldbußen. Fahren Sie in Italien 20 km/h zu schnell werden Sie ab 155 Euro zur Kasse gebeten, in Schweden ab 260 Euro und in Norwegen ab 360 Euro.
  7. Während in Deutschland noch keine gesetzliche Regelung zur Lichtpflicht am Tage besteht, haben inzwischen 21 europäische Staaten ein vollständige und Kroatien eine eingeschränkte Lichtpflicht (nur im Winterhalbjahr) – in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz existiert hingegen nur eine ganzjährige Empfehlung.
  8. In Griechenland, Italien und Luxemburg ist das Mitführen von Benzinkanistern im Auto gesetzlich verboten – bei Verstößen drohen empfindliche Strafen.
  9. Auch Überholverstöße werden im europäischen Ausland unterschiedlich belangt: In Italien ab 75 Euro, in Spanien ab 90 Euro und in Griechenland ab 350 Euro Strafe.
  10. Kreisverkehr: In Frankreich gilt,  dass den Fahrzeugen, die in den Kreisverkehr fahren wollen, Vorfahrt zu gewähren ist. Das gilt ebenso für Österreich und Italien, allerdings kann eine Beschilderung die Vorfahrtsregelung im Kreisverkehr auch anders regeln. In Polen, Portugal, Spanien und der Schweiz haben dagegen die Fahrzeuge im Kreisel Vorrang, sofern Schilder die Vorfahrt nicht anders regeln. Sind Sie in Großbritannien unterwegs, bitte unbedingt darauf achten, dass dort Linksverkehr herrscht und man sich auch von links in den Kreisel einzufädeln hat.

Um ihren Urlaub mit dem Auto auch richtig genießen zum können, sollten Sie also  beachten, dass Sie nicht nur streng nach den Regeln fahren, die Sie aus Deutschland kennen, sondern auch die interaktive und verbale Kommunikation mit den übrigen Verkehrsteilnehmern aktiv nutzen.

Grundsätzlich sollten man stets sicher und aufmerksam fahren, sich dem lokalen Fahrstil entsprechend anpassen und immer im Hinterkopf behalten, dass auch die übrigen Verkehrsteilnehmer auf dem schnellsten und sichersten Weg ans Ziel gelangen wollen.

Foto: © Daniel Garcia/AFP/Getty Images