Crash-Test: Video zeigt Unfall-Szenarien in Autobahn-Baustellen

Unterschätzte Gefahr

Autobahn-Baustellen sind Unfall-Schwerpunkte, weil vielen Fahrer das Risiko nicht bewusst ist. Eine Serie von Crash-Tests zeigt die fatalen Folgen

Ein überdurchschnittlich großer Teil von Autobahn-Unfällen passiert im Bereich von Baustellen, weil Fahrer unkonzentriert sind oder trotz enger Fahrspuren überholen wollen. Dabei sind nicht nur die Autofahrer besonders gefährdet, sondern auch die Bauarbeiter.

Video: Crash-Tests zu Unfall-Szenarien in Autobahn-Baustellen

Um die Folgen von Unfällen am Baustellenbeginn zu mildern, sollten laut Dekra und Axa auch in Deutschland künftig Anpralldämpfer zum Einsatz kommen. Diese Elemente an Signalwänden können einen Großteil der Energie absorbieren und verhindern, dass der Anhänger in den Baustellenbereich geschleudert wird – wie unser Video einer Serie simulierter Unfälle eindrucksvoll zeigt.

Ein weiterer Crash-Test verdeutlicht die fatalen Folgen eines Unfalls mit nur 55 km/h, bei dem ein Pannenfahrzeug von einem unaufmerksamen Fahrer getroffen wird. Ein gut platziertes Warndreieck hätte den Unfall eventuell vermeiden können. Außerdem wird klar, dass sich die Insassen stets hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen und nicht in der Nähe des Fahrzeugs bleiben sollten.

Beim dritten simulierten Unfall ignoriert ein Kleinbus einen Fahrspurwechsel im Baustellenbereich und zwingt seinen Nebenmann so in eine Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Die Folgen für die Insassen der beiden frontal aufeinanderprallenden Fahrzeuge wären dramatisch.

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Die gezeigten Szenerien sollen Autofahrer auf die besondere Gefährdung im Baustellenbereich aufmerksam machen und zu einer umsichtigen Fahrweise animieren. Am Besten sollte innerhalb von Baustellen nicht überholt werden, stattdessen sollten alle Fahrzeuge bei vergleichbarer Geschwindigkeit versetzt durch die Baustelle fahren, um das Risiko von Unfällen mit möglicherweise schweren Folgen zu minimieren.
Benny Hiltscher