Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Bundesweite Kennzeichenmitnahme: Ratgeber

Kennzeichen nicht vergessen

Der Beschluss zur bundesweiten Kennzeichenmitnahme wurde im Jahr 2012 durch die Verkehrsministerkonferenz der Länder gefasst und ist seit Januar 2015 wirksam.

Jeder Bürger hat nun die Möglichkeit, sein aktuelles Kfz-Kennzeichen bei einem Umzug innerhalb Deutschlands zu behalten. Eine derartige Regelung gab es bereits zuvor innerhalb einiger Bundesländer. Nun können aber alle Fahrzeughalter ihr Kennzeichen mitnehmen. Da die Kennzeichenmitnahme freiwillig ist, besteht selbstverständlich weiterhin die Option ein neues Kfz-Kennzeichen zu beantragen. In diesem Fall bietet sich vorab eine Reservierung der gewünschten Kombination an. Diese lässt sich über einen Reservierungsservice in Auftrag geben oder eigeninitiativ online, per Telefon oder vor Ort durchführen. Deutschlandweit fällt für ein Wunschkennzeichen die Gebühr von 12,80 Euro an.

Entlastung für Bürger und Behörden

Die Neuregelung der Kennzeichenmitnahme spart sowohl Zeit als auch Geld. Zum einen entfallen die Kosten für neue Kennzeichenschilder, zum anderen sind die Gebühren bei dieser Form der Ummeldung günstiger. Zudem fällt für den Besuch bei der Zulassungsbehörde weniger Zeit an. Das liegt mitunter daran, dass lediglich die neue Anschrift des zugezogenen Fahrzeughalters in den Fahrzeugpapieren geändert werden muss. Diese Änderung entlastet nicht nur die Beamten, sondern auch die Bürger.

Zur Ummeldung bei der Kennzeichenmitnahme werden nur die folgenden Dokumente benötigt:

•    Teil I der Zulassungsbescheinigung (bei älteren Kfz der Fahrzeugschein)
•    Personalausweis oder Reisepass
•    aktuelle Meldebescheinigung
•    ggf. Vollmacht des Fahrzeughalters sowie Personalausweis bzw. Reisepass und Meldebescheinigung des Bevollmächtigten

Hinweis: Je nach Zulassungsbehörde werden zusätzlich die eVB-Nummer der Versicherung und das SEPA-Mandat für die Einzugsermächtigung der Kfz-Steuer verlangt. Damit keine wichtigen Unterlagen fehlen, ist es empfehlenswert telefonisch bei der zuständigen Kfz-Behörde nachzufragen, welche Dokumente zur Ummeldung benötigt werden.

Zeit sparen: Mittlerweile besteht bei vielen Zulassungsstellen die Möglichkeit, online über deren Webseite einen Termin zu vereinbaren. Damit lassen sich längere Wartezeiten beim Behördenbesuch umgehen.

Kennzeichenmitnahme vom alten Fahrzeug

Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs kann der Fahrzeughalter   problemlos sein altes Nummerschild auf das neue Auto übertragen. Denn bei der Abmeldung des alten Kfz wird die Kennzeichenkombination direkt wieder frei und kann für das neue Fahrzeug weiter verwendet werden. Die Kennzeichenmitnahme auf ein anderes Fahrzeug kann je nach Zulassungsstelle preislich unterschiedlich ausfallen. Welche Kosten im jeweiligen Bezirk erhoben werden, lässt sich am   besten direkt über die zuständige Kfz-Behörde in Erfahrung bringen.

Ausnahme bei Halterwechsel und Neuanmeldung nach Umzug

Es gibt Fälle, die eine Mitnahme des aktuellen Kfz-Kennzeichens ausschließen. So ist beispielsweise nach einem Fahrzeugkauf der neue Besitzer verpflichtet, ein neues Kennzeichen zu beantragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Fahrzeug im gleichen Zulassungsbezirk oder in einer anderen Region neu angemeldet wird. Auch Fahrzeughalter, die bereits bei einem Umzug Gebrauch von der Neuregelung zur Kennzeichenmitnahme gemacht haben, müssen beim nächsten Fahrzeugwechsel ihr Kennzeichen ändern. Dann wird von der zuständigen Zulassungsbehörde ein Kfz-Kennzeichen mit dem zugehörigen Regionalkürzel ausgestellt.

Bei der Anmeldung eines Fahrzeugs mit neuen Nummernschildern müssen folgende Dokumente bei der Zulassung vorgelegt werden:

•    Teil I und Teil II der Zulassungsbescheinigung (Fahrzeugschein/Fahrzeugbrief)
•    Personalausweis bwz. Reisepass
•    aktuelle Meldebescheinigung
•    elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) der Kfz-Versicherung
•    neue Kfz-Nummernschilder
•    gültiger TÜV-Bericht (HU)
•    gültige Bescheinigung der letzten Abgasuntersuchung (AU)
•    SEPA-Lastschriftmandat für den Kfz-Steuer-Einzug
•    bei Vereinen: Vereinsregisterauszug
•    bei Firmen: Gewerbeanmeldung und Handelsregisterauszug (sofern eingetragen)
•    bei der Anmeldung durch einen Bevollmächtigten: Vollmacht des Fahrzeughalters sowie Personalausweis bzw. Reisepass und Meldebescheinigung des Bevollmächtigten