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Rallye Deutschland 2012: Schwerer Unfall im Training

Vorerst keine Absage

Deutschland-Rallye 2012: Der WRC-Zirkus macht am Wochenende rund um die Stadt Trier Station. Ein schwerer Unfall beim Training trübt jedoch die Vorfreude

Ein schwerer Unfall mit vier verletzten Zuschauern hat die Vorfreude auf die 30. Auflage der Rallye Deutschland sehr getrübt. Der sogenannte Shakedown wurde abgebrochen.

Bei den Trainingsfahrten für die Prüfungen in und rund um Trier war der peruanische Pilot Nicolas Fuchs nach einem Reifenschaden mit seinem Wagen gegen den Bordstein gekracht. Daraufhin hatte sich ein Vorderrad vom Subaru Impreza WRX gelöst.

Vier Besucher wurden bei dem Zwischenfall auf der insgesamt 4,55 Kilometer langen und abgesperrten Rennstrecke in den Weinbergen zwischen Konz und Konz-Kommlingen verletzt, einer davon nach Polizeiangaben lebensgefährlich. Alle vier verletzten Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben des Veranstalters konnten die drei leichter Verletzten am Abend wieder aus der Klinik entlassen werden.

Rallye Deutschland 2012 steigt vorerst wie geplant

Die Bestzeit von Rekordweltmeister Sébastien Loeb geriet nach dem Unfall ins Hintertreffen, alle Crews wurden umgehend zurück in den Servicepark beordert. Nach dem bisherigen Stand soll die Rallye in diesem Jahr auch nach dem Unfall wie geplant stattfinden. Insgesamt müssen die Piloten 15 Wertungsprüfungen und 1110,25 Kilometer absolvieren. Der Sieger steht am Sonntag vor der historischen Kulisse der Porta Nigra in Trier fest.

Mit einem weiteren Erfolg - es wäre sein insgesamt 74. Sieg - würde Loeb auch seinem neunten WM-Triumph in Serie ein weiteres Stück näher kommen. Vor dem neunten von 13 WM-Läufen hat der 38 Jahre alte Franzose im Citroen 171 Punkte, der Finne Mikko Hirvonen ist ebenfalls im Citroen mit 128 Zählern Zweiter, der Schwede Petter Solberg im Ford Dritter mit 104 Punkten.

2011: Loebs Siegesserie in Deutschland gerissen

Vor einem Jahr war Loebs Siegesserie zumindest bei der Deutschland-Rallye gerissen. Achtmal gewann er den Lauf nacheinander, dann war er 2011 durch einen Reifenschaden gestoppt worden.

Deutsche Fahrer mischen im WM-Kampf nicht mit. Mit dem Einstieg von VW mit dem neuen Rallye-Polo im kommenden Jahr soll sich das aber mittelfristig ändern. Diesmal schickt der deutsche Autobauer bereits drei Duos im Fabia S2000 der Konzernmarke Skoda an den Start, darunter Vorjahressieger Sébastien Ogier und den erst 21 Jahre alten Deutschen Sepp Wiegand. «Klar, Lampenfieber ist schon dabei», hatte der Pilot aus dem sächsischen Zwönitz vor den ersten Runden gesagt.

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Dass auch diese Rallye wieder eine Herausforderung vor allem für die Fahrer ist, hatte Teamkollege Ogier betont. "Die Rallye ist nicht einfach, vor allem wegen der vielen engen Kurven in den Weinbergen. Als Fahrer benutzt man hier so oft die Handbremse wie sonst nirgendwo in der ganzen Saison."

Dass die 30. Auflage der Rallye Deutschland mit einem schweren Unfall begann, dürfte vor allem auch Armin Kohl hart getroffen haben. Seit 18 Jahren ist er der Rennleiter des Spektakels - nach dieser Rallye soll Schluss sein. "Das war von Anfang an in meiner Lebensplanung so vorgesehen. Nächstes Jahr wäre ich zum Zeitpunkt der Rallye 70 Jahre alt", hatte er vor dem Auftakt erklärt.
dpa/az